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2003
37 Berichte
07. Dezember 2003 – "Da fliegt mir doch das Blech weg ..."
26. November 2003 – Maroni-Alarm
24. November 2003 – Grundbruch im Mühlenweg
12. November 2003 – Angebranntes Essen und ein Täuschungsalarm
08. November 2003 – Feuerwehr als Müllmänner
30. Oktober 2003 – Qualm und Gestank durch Lampe
22. Oktober 2003 – Angebranntes Essen ruft Feuerwehr auf den Plan
07. Oktober 2003 – Baum blockierte Gottlieber Straße
28. September 2003 – Brand im Hinterhof
23. September 2003 – Auto-Salto in den Seerhein
05. September 2003 – Brand im Krematorium
27. August 2003 – Böswillige Alarmierung
23. August 2003 – Gartenhausbrand
18. August 2003 – Feuer im Treppenraum rasch gelöscht
17. August 2003 – Auf Blitz und Donner folgen Feuerwehreinsätze
13. August 2003 – Einsätze infolge eines Sturms
01. August 2003 – Dichter Qualm hüllte Wohnhaus ein
28. Juni 2003 – Überschwemmte Fahrbahn und Räume
21. Juni 2003 – Feuerwehr rettet erneut Bewohner
20. Juni 2003 – Brennende Matratze: Feuerwehr rettet Bewohner
14. Juni 2003 – Rindenmulch und VW-Bus brannten
12. Juni 2003 – Feuer an Konziltüre
09. Juni 2003 – Melderalarm Konzil
08. Juni 2003 – Trotz Ausweichmanöver zusammengeprallt
05. Juni 2003 – Crash nach Vorfahrtsverletzung
02. Juni 2003 – Feuerwehrmann verletzt
28. April 2003 – Kinderzimmer ausgebrannt
13. April 2003 – Gegrillter Fisch auf dem Balkon
05. April 2003 – Rauchentwicklung an der Uni
02. März 2003 – Blinder Alarm unterbricht Fasnachtszug
01. März 2003 – Brand im ehemaligen Sägewerk Bauer
25. Februar 2003 – Auto prallte auf Lastwagen: 4 Tote
23. Februar 2003 – Küchenbrand in Dettingen
17. Januar 2003 – Schmorbrand an einer Waschmaschine
02. Januar 2003 – Melderalarm Rosenau
02. Januar 2003 – Zimmerbrand Litzelstetten
02. Januar 2003 – Sturmeinsätze



07. Dezember 2003 – "Da fliegt mir doch das Blech weg ..."

Foto: Hendrik Roggendorf
(hwr) ... befürchteten Bewohner eines Altbaus in der Tulengasse angesichts einer im Ostwind am Sonntag vor sich hin klappernden Dachfirst-Abdeckung. Da zu befürchten war, dass der Wind die Abdeckung vollends losreißen und auf die Straße fallen lassen würde, sicherte die Feuerwehr das Blech provisorisch mittels zweier über den Dachfirst gespannten Arbeitsleinen. Hierzu trotzten vier Einsatzkräfte der Höhenrettungsgruppe dem eisigen Ostwind und stiegen dem Altbau aufs Dach. Im Einsatz: Fünf Einsatzkräfte der Höhenrettungsgruppe unter Leitung von BvD Uwe Jordan mit den Fahrzeugen 7/50, 1/10, 6/14 und 3/10.


26. November 2003 – Maroni-Alarm

Heiße Maroni – heißer Feuerwehr-Einsatz. Am Nachmittag gab es Feueralarm in einem Kaufhaus an der Marktstätte. Die Feuerwehr rückte schnell wie die Feuerwehr mit mehreren Wagen aus. Die großen Löschfahrzeuge schlängelten sich zwischen Weihnachtsmarkt-Buden hindurch über die Marktstätte. Dann war Halt. Ein Geldtransporter stand im Weg. Vom Fahrer keine Spur. Kommandant Dieter Quintus und sein Trupp fackelten nicht lange. Sie schlugen die Scheibe des Wagens ein, um ihn wegzuschieben. Kurz darauf kam der Fahrer. Doch die Feuerwehr hatte es nicht mehr eilig. Es war ein Fehlalarm. Die heißen Maroni eines Standes vor dem Kaufhaus waren zu heiß geworden, dampften – und lösten den Melder aus. Die Geschichte hat einen ernsten Hintergrund. Ein Brand in der Altstadt ist für Feuerwehrleute eine Horrorvorstellung. Sie haben nicht nur Respekt vor den engen Gassen, in denen Raus an Haus steht und eine kleine Flamme leicht zum Großfeuer wird. Viele Autofahrer parken auf verbotenen Flächen. Die Feuerwehr weist immer wieder auf die große Gefahr hin. Das fruchtet nicht bei allen. Autofahrer sollten den Appell aber beherzigen. Das nächste Mal sind es vielleicht keine heißen Maroni.
Josef Siebler, Südkurier
Siehe auch: Klagen über "Feuerwehr-Rambos"

24. November 2003 – Grundbruch im Mühlenweg

Verwerfungen der Erdreiches wie nach einem Erdbeben

Am späten Nachmittag kam es im Mühlenweg – zwischen Byk-Gulden-Straße und Bahntrasse – zu einem Grundbruch, der unter anderem auch einen Stromausfall im mehreren Stadtteilen zur Folge hatte. Aus Sicherheitsgründen musste eine Wohnwagen- und Hütten-Siedlung geräumt werden. Der Weg hatte sich hatte sich stellenweise über 2 Meter über sein normales Niveau hochgewölbt.

Das Kieslager

Das Gelände im Geviert zwischen Byk-Gulden-Straße gehört der Meichle & Mohr GmbH, die dort ein Kieslager unterhält, erklärte Frank Münnich, Betriebsleiter von BBO. Die BBO (Bauschuttaufbereitung Bodensee-Oberschwaben) ist Pächter auf diesem Gelände. Ihr gehört der betroffene Kieshügel aus Recylingmaterial, zum Beispiel wird aus zerkleinertem Beton Kies hergestellt. Das Unternehmen Meichle & Mohr ist zugleich Gesellschafter von BBO. Auf dem Grundstück ist eine Bodenplatte mit einer Fläche von 5 000 m² aufgebracht. Recycling-Material darf nur auf befestigtem Untergrund gelagert werden. Zuständig für Genehmigungen ist das Landratsamt.
"Als wir zurückkamen war da auf einmal ein Hügel im Weg", erzählte eine Nachbarin: Beim Weggehen habe alles noch normal ausgehen, schilderte sie. In der Tat erinnerte die aufgebrochene Erde an ein Erdbeben. Tiefe Risse durchzogen den Weg, bis zu einen Meter breit und manchmal ebenso tief. Der Mühlbach war ebenfalls bogenförmig nach oben gewölbt, das Wasser staute sich. Zum Glück regnete es nicht, die Wassermengen waren daher relativ gering.
Die Verwerfungen hatten auch zur Folge, dass am Rand der anliegenden Siedlung Wohnwagen und Hütten verschoben wurden. Vorsorglich ließ die Polizei das Gelände räumen. Für die 11 dort lebenden Menschen fanden Sozialamt und Bürgeramt eine Bleibe. Am Nachmittag konnte den meisten Bewohnern die Rückkehr wieder gestattet werden. Lediglich die Hütten und Wohnwagen direkt am Mühlenweg blieben aus Sicherheitsgründen davon ausgeschlossen.
Im Erdreich verlaufen auch Versorgungsleitungen der Stadtwerke. So brach durch die Erdverschiebungen eine Stromleitung. Dies führte in einigen Stadtteilen zu Stromausfällen, die bis zu einer Stunde dauerten. Ebenfalls brach die 150 Millimeter durchmessende Wasserleitung. Für die betroffenen Grundstücke bauten die Stadtwerke-Mitarbeiter am Morgen eine Notwasserversorgung auf.
Auf der angrenzenden Bahnlinie wurde für die Züge "Langsamfahrt" angeordnet, um Erschütterungen weitestgehend zu vermeiden. Nach einer Vermessung der Gleise konnte am Morgen die Einschränkung wieder aufgehoben werden. Die Freiwillige Feuerwehr leitete mittels einer Pumpe und zweier Schlauchleitungen das Wasser am Hindernis vorbei.
Auf dem angrenzenden Gelände der Firma Meichle & Mohr lagerte zu Kies verarbeiteter Bauschutt mit einer geschätzten Masse von 25 000 Tonnen. Um Druck vom der instabil gewordenen Erdreich zu nehmen, wurde noch am Abend damit begonnen mittels Radladern, den Hügel abzutragen.

Verbindungsmann

(nea) Es ist Abend: Im Mühlenweg wölbt sich die Erde und im Konzil lauschen Interessierte unseren Stadtoberen, die über das geplante Konzert- und Kongresszentrum informieren. Einsatzleiter Dieter Quintus versucht verzweifelt einen der drei Bürgermeister oder einen der verantwortlichen Amtsleiter zu erreichen. Jedoch sitzen alle im Konzil und haben auch noch ihre Handys abgeschaltet. Quintus besorgt sich schließlich die Nummer des Konzilwirtes und bittet diesen, einen der Bürgermeister ans Telefon zu holen. Die Nachricht erreicht denn auch Bau-Bürgermeister Volker Fouquet – jedoch zu einem denkbar ungünstigen Augenblick. In einer Minute ist er dran mit seinem Referat und jetzt aufzustehen und zu gehen gliche eine Flucht. In seiner Verzweiflung – "da war doch etwas mit Gebäuden" – erblickt er Johannes Kumm, den Amtsleiter des Hochbau- und Liegenschaftsamtes. So wird Johannes Kumm unversehens zum Verbindungsmann zwischen Schadensstelle und Stadtoberhäuptern, auch wenn Wohnwagen und Hütten nicht gerade zu seinem Arbeitsgebiet gehören.
Zu später Stunde trafen auch Oberbürgermeister Horst Frank und Bau-Bürgermeister Volker Fouquet an der Einsatzstelle ein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr bleiben 3 Feuerwehrangehörige an der Einsatzstelle. Sie überwachen die Pumpe, die den Wasserpegel des Mühlbachs auf einer normalen Höhe hielt.
Die Ursache des Grundbruches steht noch nicht fest. Anwohner berichten, dass es vor 3 Wochen im Mühlenweg einen Rohrbruch gegeben haben soll. In den letzten 2 Wochen habe auch ein Nachbar immer wieder ein Gartentor justieren müssen, da dieses immer wieder auf dem Boden geschleift habe. Zudem war in jüngster Zeit auf dem Gelände von Meichle & Mohr der Kieshügel – er dürfte so zwischen 15 und 20 Meter hoch gewesen sein – aufgeschüttet. Die genaue Ursache soll ein Gutachten klären das alle Geschädigten gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Die Höhe des Sachschadens beträgt nach ersten Schätzungen von Bau-Bürgermeister Volker Fouquet mindestens 100 000 Euro. Es könne jedoch auch ein Mehrfaches davon werden, sagt Fouquet und verweist im Übrigen auf das geplante Gutachten.

Pressegespräch

In einem am Folgetag anberaumten Pressegespräch sprach Bau-Bürgermeister Volker Fouquet von "einer Verkettung unglücklicher Umstände", die zu dem Grundbruch geführt hätten. Dieses Ereignis zeige wieder einmal, wie wichtig Hilfsdienste seien und auch Stadtwerke, die rund um die Uhr erreichbar zur Verfügung stünden. Es handle sich um einen "klassischen Grundbruch" erklärte der Bürgermeister weiter. Die genaue Ursache werde ein Gutachten ergeben.
Derzeit würden Fragen zur technischen Sicherheit geklärt, die Bestandsaufnahme vorgenommen und sowie Vermessungen durchgeführt. Es würden alle Tätigkeiten ausgeführt, die für ein ordentliches Beweissicherungsverfahren erforderlich seien. Zur weiteren Bearbeitung des Falles habe sich eine Projekt-Gruppe gebildet, so Fouquet weiter.
Michael Müller, Leiter des Geschäftsbereichs Energie und Netz der Stadtwerke, berichtete, dass während der Nacht die Trinkwasserversorgung beeinträchtigt gewesen sei. Am Morgen sei dann eine Notwasserversorgung gelegt worden. Die Stromversorgung sei durch Umschaltungen noch am frühen Abend im Stromnetz wieder hergestellt worden. Die 20-kV-Hauptversorgungsleitung werde nach der Beweissicherung repariert. Müller zeigte sich zudem sehr zufrieden über das Engagement seiner Mitarbeiter. So sei unter anderem die üblicherweise nur mit einem Mann besetzte Netzleitwarte spontan mit weitren 3 Mitarbeitern besetzt gewesen. "Als sie gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt, sind sie sogleich gekommen", zeigte sich Müller erfreut.
Christian Harcke, Leiter des Städtebau- und Vermessungsamtes, berichtete, dass der Graben wieder hergestellt werden kann, wenn das Erdreich wieder stabil sei. Der Vorfluter können möglicherweise kommende Woche wieder aktiviert werden, wenn das Beweissicherungsverfahren abgeschlossen ist.
Feuerwehrkommandant Dieter Quintus, erklärte, dass der Durchlass unter den Bahngleisen von den TBK abgedichtet worden sei. Das Wasser des Mühlbaches könne sich nördlich der Bahntrasse in dem ausgewiesenen Retentionsgebiet (Überschwemmungsgebiet) ausbreiten. Weitere Durchlässe unter den Bahngleisen ermöglichten es dem Wasser abzufließen.

Eingesetzte Kräfte

  • Stadtwerke
  • Polizei
  • Bundesgrenzschutz
  • Notfallmanager sowie weitere Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG
  • Vertreter verschiedener Ämter der Stadt (u. a. Sozialamt, Bürgeramt)
  • Technische Betriebe Konstanz (TBK)
  • Oberbürgermeister Horst Frank und Baubürgermeister Volker Fouquet
  • Freiwillige Feuerwehr Konstanz (6/21, 6/19, 6/14, 6/65 AB Schlauch)

Fotogalerien

Fotogalerie von Andreas König
Fotogalerie von Oliver Hanser
Fotogalerie von Claudia Rindt

Links

Südkurier: Mühlenweg bäumte sich auf
Südkurier: Grundbruch wird Fall für die Gutachter

12. November 2003 – Angebranntes Essen und ein Täuschungsalarm

Feuerwehreinsätze am frühen Abend

Das LF 8 W (1/42) bei der Anfahrt zum Melderalarm im Stadttheater. Foto: Martin U. Scheerer
(hwr) Starke Rauchentwicklung führte am heutigen Mittwochabend zu zwei Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz.
Kurz vor 19 Uhr bemerkten Anwohner der Theodor-Heuß-Straße Rauchentwicklung aus einem Geschäftslokal. Die herbeigeeilte Feuerwehr musste zur Erkundung der Ursache die Eingangstür gewaltsam öffnen. Hinter der Tür erwartete die Einsatzkräfte angebranntes Essen. Ein Schwall kalten Wassers aus dem Wasserhahn machte dem Spuk ein Ende. 20 Einsatzkräfte waren mit fünf Fahrzeugen im Einsatz.
Eine Stunde zuvor wurde der Löschbereich Altstadt ins derzeit im Umbau befindliche Stadttheater gerufen. Die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst. Ursache hier war die Benutzung einer Nebelmaschine in der Nähe eines Rauchmelders. Hier waren 15 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen im Einsatz.


08. November 2003 – Feuerwehr als Müllmänner

Löscharbeiten nach Gartenhausbrand waren aufwändig

Die Löschversuche des Eigentümers blieben leider erfolglos. Foto: Bernd Oser
(hwr) Ein Feuer vernichtete am Nachmittag eine Gartenhütte im Bereich des Schwaketenbades in Konstanz-Wollmatingen. Als die Feuerwehr gegen 17 Uhr eintraf, stand die Gartenhütte in Vollbrand. Das hauptamtliche Personal der Wache nahm ein Rohr vor und löschte die Flammen.
Der erste Eindruck, die Flammen seien rasch und endgültig bekämpft, erwies sich jedoch als trügerisch. Große Mengen Abfall, die sich im Brandschutt befanden, flammten immer wieder auf. Die Kräfte des Löschbereichs Wollmatingen zogen den Müll- und Brandschuttberg in aufwändiger Arbeit auseinander und löschten die Glutnester ab. Wegen der einsetzenden Dunkelheit musste die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden. Die Löscharbeiten zogen sich bis 19:30 Uhr hin.
Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz war unter Leitung von Bernd Oser mit zwei Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften im Einsatz.


30. Oktober 2003 – Qualm und Gestank durch Lampe

Am Vormittag musste die Freiwillige Feuerwehr in ein Geschäft in der Rosgartenstraße ausrücken. Dort verursachte eine jüngst montierte Deckenlampe einen Kurzschluss, der zu Qualm und Gestank führte. Eine Kundin, die sich im Moment des Defekts unter der Lampe aufhielt, wurde von kleinen Splittern getroffen; sie blieb jedoch unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehrleute klemmten die Lampe von der Stromversorgung ab und bannten so jede weitere Gefahr.
Die Feuerwehrleute begutachten die defekte Lampe. An der Decke ist der Rußfleck zu erkennen, den der Kurzschluss hinterlassen hat. Feuerwehrmann Jürgen Wehner und Kommandant Dieter Quintus klemmen die defekte Lampe von der Stromversorgung ab. Fotos: Nikolaj Schutzbach

22. Oktober 2003 – Angebranntes Essen ruft Feuerwehr auf den Plan

(hwr) Rauchentwicklung wurde zur Mittagszeit der Feuerwehrzentrale in der Steinstraße aus einem Anwesen in der Lindauer Straße in Allmansdorf gemeldet. Die unter Leitung von Kommandant Klaus Dieter Quintus eingesetzten Kräfte konnten jedoch rasch Entwarnung geben. Auf dem Herd stehendes angebranntes Essen war die Ursache der Rauchentwicklung. Mit Abkühlen des Topfes nebst seines undefinierbaren Inhalts unter dem fließenden Wasserhahn sowie der Belüftung des Anwesens fanden die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr ihr Bewenden.

07. Oktober 2003 – Baum blockierte Gottlieber Straße

Am Nachmittag gegen 14.15 Uhr stürzte auf einem Anwesen in der Gottlieber Straße wegen des starken Windes ein größerer Baum um. Dieser blockierte die Straße. Beim Umstürzen hatte er ein im Hof parkendes Auto zertrümmert. In einem rund einstündigen Einsatz zersägte die Freiwillige Feuerwehr den Baum. Verletzt wurde niemand.
Fotogalerie

28. September 2003 – Brand im Hinterhof

Foto: Oliver Hanser
Kurz nach 4.15 Uhr am frühen Morgen in der Nacht auf Sonntag musste die Feuerwehr zu einem Brand in der Schützenstraße ausrücken. Dort brannte in einem Hinterhof Sperrmüll, der nach Angaben der Polizei mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem Brandbeschleuniger vorsätzlich in Brand gesteckt worden war. Im Treppenhaus des betreffenden Gebäudes roch es deutlich nach Benzin. Mit einem Strahlrohr löschten die Feuerwehrleute rasch die Flammen und verhinderten so das Übergreifen des Brandes auf das Gebäude. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


23. September 2003 – Auto-Salto in den Seerhein

Alte Rheinbrücke wurde zur Schanze: 19-jährige Fahrerin verletzt gerettet

(rin) Es war wie in einem Actionfilm: Gestern früh gegen 6 Uhr segelte eine 19-jährige Frau mit ihrem Wagen über Absperrung und Radweg der Alten Rheinbrücke. Der Wagen durchbrach das Brückengeländer, überschlug sich und landete im Seerhein. Das Auto kam halb auf einem leeren Rettungsboot und halb auf dem Ufer zum Liegen. Wie durch ein Wunder überlebte die junge Frau Flug und Sturz, ohne sich allzu schwer zu verletzen.
Der Unfallhergang gab den ermittelnden Beamten und den Einsatzkräften der Feuerwehr zunächst Rätsel auf. Die Absperr-Kette zum Radweg auf der Alten Rheinbrücke war unbeschädigt, im Brückengeländer dahinter aber klaffte eine große Lücke. Die Fahrerin musste mit ihrem Wagen auf der Rheinbrücke also regelrecht abgehoben sein.
Nach Rücksprache mit der Unfallfahrerin im Konstanzer Krankenhaus rekonstruierte die Polizei den Unfallhergang: Die 19-Jährige fuhr vom Rheinsteig kommend auf die regennasse Alte Rheinbrücke, dort schleuderte ihr Wagen, krachte auf der Seite des Bahndamms in die Leitplanken. Durch den Aufprall drehte sich das Auto. Die durch die Kollision offenbar schockierte Fahrerin gab Vollgas, vermutlich verwechselte sie das Gas- mit dem Bremspedal.
Die ermittelnden Polizeibeamten nehmen an, der Wagen sei nach vorne gegen einen Randstein geschossen, der wie eine Schanze wirkte. Das Auto hob ab, überflog die Sperrkette zum Radweg, durchschlug das Metallgeländer und stürzte von der Brücke in den Rhein. Das Fahrzeug, das sich in der Luft gedreht hatte, fiel etwa sechs Meter, schlug dann kopfüber genau zwischen stählernem Rettungsboot und Ufer auf. Der Fahrerraum blieb weitgehend unbeschädigt.
Ein Autofahrer, der den Unfall beobachtet hatte, zog die 19-Jährige aus dem Wagen. Nach ersten Erkenntnissen hat sie neben einem großen Schrecken vor allem Prellungen erlitten.
Die Bergung des Wagens wurde zum weithin sichtbaren Schauspiel: Ein Autokran fuhr seinen Mast mit Hubseil und -haken aus. An den Haken genommen, schwebte der Schrottwagen für einige Augenblicke über dem Seerhein, dann stand er wieder auf der Alten Rheinbrücke. Dieses Mal auf der Ladefläche eines Abschleppwagens. Während der Bergung des Autos war die Alte Rheinbrücke für kurze Zeit für den Verkehr gesperrt.
Die Frage, wie schnell der Wagen der Unglücksfahrerin war, als er ins Schleudern kam, konnten Polizeibeamte noch nicht beantworten. Alkohol als Unfallursache schließen sie jedoch aus. Das Rettungsboot aus Stahl wurde nach Angaben der Einsatzkräfte nur leicht am Ruder beschädigt.
(nea) Dass der Unfall recht glimpflich verlief, war auch dem niedrigen Wasserstand des Bodensees zu verdanken. Den zu dieser Jahreszeit üblichen Wasserstand vorausgesetzt, wäre das Unfallauto rasch im Rhein versunken. Das Flussufer fällt an dieser Stelle leicht ab. Ein weiterer glücklicher Umstand war das angekettete Rettungsboot, das seinem Namen alle Ehre machte, und ein Abgleiten des Autos ins Wasser verhinderte.
Fotogalerie
Foto: Oliver Hanser Foto: Polizeidirektion Konstanz

05. September 2003 – Brand im Krematorium

 
Gegen 13 Uhr am Freitagmittag bemerkte ein Friedhofsarbeiter, dass einer der Ruß-Filter der Verbrennungsanlage im Krematorium brannte. Daraufhin alarmierte er die Freiwillige Feuerwehr. Ein Atemschutztrupp löschte rasch den brennenden Filter.
Eine Kontrolle der Feuerwehrleute ergab, dass sich die Flammen nicht über den Filter hinaus ausgebreitet hatten. Damit die Feuerwehrler den Filter öffnen konnten, schaltete ein Elektriker der Stadtwerke den Strom ab. Auch ein Schornsteinfegermeister wurde zur Einsatzstelle gerufen, der den Rauchabzug überprüfte.
Die Technischen Betriebe Konstanz (TBK) – zu denen die Friedhofsverwaltung gehört – lassen überprüfen, ob außer am Filter, der einfach ausgetauscht werden kann, weitere Schäden entstanden sind. In diesem ungünstigen Fall müsste die Anlage vorübergehend stillgelegt werden. Die nächsten Verbrennungsanlagen sind in Singen und Tuttlingen, wohin die Särge dann transportiert werden müssten. In Konstanz werden auch Tote aus Kreuzlingen verbrannt.
  Fotos: Oliver Hanser

27. August 2003 – Böswillige Alarmierung

Gegen 22 Uhr rief ein Anrufer über Notruf 112 die Feuerwehr-Zentrale an; in der Markgrafenstraße 8 solle es brennen. Bei der Erkundung konnte kein schädigendes Ereignis fest gestellt werden. Zudem stellte sich heraus, dass ein Anrufer mit dem angegebenen Namen nicht existierte. Da jedoch die Rufnummer des Anrufers bekannt ist, kann dieser sicherlich ermittelt werden.

23. August 2003 – Gartenhausbrand

Foto: Bernd Oser
Gegen 4 Uhr morgens brannte bei den Kleingärten im Gewann Öhmdwiesen (Riedstraße/Mannheimer Straße) ein Gartenhaus. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stand das Häuschen schon in Vollbrand. Mit einem C-Strahlrohr löschten die Feuerwehrleute die Flammen. Zwei Gasflaschen sorgten kurzzeitig für erhöhte Spannung bei den Einsatzkräften, bis klar wurde, dass beide Flaschen ihren gefährlichen Inhalt schon abgeblasen hatten. Ebenso verbrannten ein Farbeimer und ein Rasenmäher. Verletzt wurde niemand. Brandursache und die Höhe des Sachschadens sind noch nicht bekannt.

  Fotos: Oliver Hanser

18. August 2003 – Feuer im Treppenraum rasch gelöscht

Foto: Bernd Oser
(hwr) Ohne Verletzte endete ein Kleinbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Steinstraße am frühen Morgen. Die Feuerwehr konnte die Flammen im Treppenraum rasch löschen und eine Übergreifen auf die angrenzenden Wohnungen erfolgreich verhindern. Die Feuerwehrleute beseitigen anschließend die Verrauchung.
Gegen 3.40 Uhr wurde die Feuerwehr über Notruf 112 über den Brand informiert. Bei Ankunft der ersten Kräfte war der Treppenraum stark verraucht. Drei Trupps gingen unter Atemschutz mit zwei tragbaren Hochducklöschern vor und bekämpften die Flammen. Anschließend ließ Einsatzleiter Klaus Koch den Treppenraum mittels Hochdrucklüfters entrauchen. Die Anwohner konnten während der Löscharbeiten in ihren Wohnungen verbleiben. Eine stark verrauchte Dachgeschosswohnung wurde von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet und kontrolliert.
Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz war mit fünf Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften vor Ort. Wie die Polizei mitteilte, waren eine Couch sowie ein alter Stoffsessel in Brand geraten. Am Gebäude entstand ein Sachschaden von rund 10 000 Euro. Verletzt wurde durch den Vorfall niemand. Die Ursache des Brandes ist bislang nicht bekannt.

17. August 2003 – Auf Blitz und Donner folgen Feuerwehreinsätze

 
(hwr) Das von vielen Menschen nach den heißen Tagen ersehnte Gewitter beschäftigte am späten Abend ab 22:20 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Insgesamt fünf mit Niederschlagswasser überschwemmte Kellerräume beziehungsweise Tiefgaragen, sowie ein umgestürzter Baum riefen die Einsatzkräfte auf den Plan. Eine Überschwemmung der Reichenaustraße konnte von der Feuerwehr durch Reinigen der Kanaleinläufe beseitigt werden. Auch Brandmelderanlagen spielten verrückt. Feuermeldungen von der Universität sowie zweimal aus dem gleichen Wohn- und Geschäftshaus in der Altstadt entpuppten sich als Fehlalarme. Gegen 1 Uhr beruhigte sich die Lage wieder.

  Fotos: Bernd Oser

13. August 2003 – Einsätze infolge eines Sturms

(puk) Beim Sturm gab es einen Stromausfall der offensichtlich die Brandmeldeanlage der Insel Mainau auslöste, was sich jedoch als Fehlalarm heraus stellte. Danach gab es einen Folgeeinsatz. Ein Baum war auf eine Überlandleitung gefallen und gefährdete Menschen auf dem Campingplatz Litzelstetten. Die Arbeiten auf der Seite vom Campingplatz gestalteten sich recht einfach, da die von der Drehleiter (6/33) aus der Baum zersägt werden konnte. Dafür gestaltete sich das entfernen von den Baumstämmen auf der dem Campingplatz abgewandten Seite schwieriger, da das Gelände sehr zugewachsen war, die Bäume von Lianen zusammengehalten wurden und das anfahren der DLK nicht möglich war. Daher wurde aus 2 Steckleiterteilen eine Bockleiter gebaut da es keine Anlegepunkt gab. In der Zwischenzeit waren die Stadtwerke mit ihrem Notdienst eingetroffen, um die Leitung stromlos zu schalten. Danach konnte weiter gearbeitet und die Strom-Leitung freigelegt werden, die anschließend durch die Stadtwerke wieder Instand gesetzt wurde. Einsatzende war gegen 20.30 Uhr. Vor Ort waren: DLK (6/33) mit 1/2, LF 8/6 (4/42) mit 1/8 und MTW (4/19) mit 1/3 sowie die Stadtwerke mit 2 Fahrzeugen und 3 Mann Personal.
Fotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)

01. August 2003 – Dichter Qualm hüllte Wohnhaus ein

Vier Personen zur Beobachtung ins Klinikum gebracht – Kellerbrand im Käthe-Kollwitz-Weg

 
(nea) Nach einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus im Käthe-Kollwitz-Weg mussten zwei Frauen und zwei Kinder von den Rettungsdiensten des Deutsches Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Klinikum gebracht werden. Ein weiterer Bewohner musste vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden. Das Feuer war am Freitagmorgen kurz vor 8.30 Uhr bemerkt worden.
Noch bevor die Feuerwehr eintraf, brachten sich die Bewohner selbst in Sicherheit. Als die ersten Feuerwehrfrauen und -männer an der Einsatzstelle anlangten, war das gesamte Gebäude von dichtem Rauch eingehüllt. Auch in der Straße standen die Rauchschwaden. Als Folge drang der Qualm durch die geöffneten Fenster auch in die zehn Wohnungen ein. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die große Hitze im Keller. Ein elektrisch betriebener Lüfter sorgte dort für bessere Sicht. Der Rauch wurde so durch die kleinen Fensteröffnungen nach draußen gedrückt. Erst jetzt konnten die Feuerwehrleute die Flammen sichten. Mit einem Strahlrohr löschten Atemschutzträger das Feuer und verhinderten so eine Brandausbreitung.
Weitere Atemschutztrupps durchsuchten das Haus nach Bewohnern. Mit Spezialwerkzeug brachen die Rettungskräfte zwei Wohnungstüren auf. Das Eindringen in die verrauchten Wohnungen war nicht ganz einfach, da die Zugänge mit Sicherheits-Türen und -Fenstern gesichert sind. In den Wohnräumen hielt sich jedoch niemand auf. Da blanke Stromleitungen die Einsatzkräfte gefährdeten, schaltete der Bereitschaftsdienst der Elektrizitätswerke den Strom ab. Auch das Gas musste abgestellt werden, da im Keller durch die Hitze ein Gaszähler angeschmolzen war. Gas war glücklicherweise keines ausgetreten.
Die Helfer forderten einen Statiker an, da im Keller durch die große Hitze Teile an der Spannbetonträgerdecke (Hurdisdecke) abgeplatzt waren. Der Statiker stellte fest, dass die tragende Stahlkonstruktion im Gebäude in Mitleidenschaft gezogen worden war. Auf seine Anweisung hin wurden die Stahlträger abgestützt, so dass das Gebäude wieder gefahrlos betreten werden kann.
Das Feuer war offensichtlich in einem Holzverschlag ausgebrochen. Auf Wunsch der Kriminalpolizei wurde weitestgehend auf das Ausräumen des Brandschutts verzichtet, um vorhandene Spuren nicht zu verwischen. Daher musste noch am gleichen Vormittag die Feuerwehr abermals an die Einsatzstelle. Im Keller hatte sich im Brandschutt neue Hitze und Rauch entwickelt. Die Brandstelle löschten die Feuerwehrleute nochmals mit Wasser ab und der elektrische Lüfter blies erneut den Qualm ins Freie.
Die Brandursache steht noch nicht fest. Nach ersten Schätzungen gibt die Polizei den Sachschaden mit rund 20 000 Euro an. Am Nachmittag wurde bekannt, dass keiner der vier ins Klinikum eingewiesene Personen eine Rauchvergiftung erlitten hatte.
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Fotogalerie von Hendrik Roggendorf
  Fotos: Oliver Hanser

28. Juni 2003 – Überschwemmte Fahrbahn und Räume

(hwr) Niederschlag bis zu 12 mm/m² machte in der Nacht zum Sonntag in drei Fällen den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz erforderlich. Um 23:34 Uhr war die Reichenaustraße im Bereich der Einmündung Stromeyersdorfstraße überflutet. Die Feuerwehr öffnete die mit Laub verstopften Ablaufschächte und ließ das Wasser abfließen. In der Gustav-Schwab-Straße hatte Oberflächenwasser den Weg in einen Kellerraum gefunden. Die zur Beseitigung des Schadens alarmierte Feuerwehr beseitigte mittels eines Wassersaugers die feuchte Bescherung. In der Löhrystraße überschwemmte sich auf einem Balkon aufstauendes Wasser das dahinter liegende Wohnzimmer. Auch hier war ein verstopfter Abfluss die Quelle des Übels. Auch hier kam ein Wassersauger zum Einsatz.

21. Juni 2003 – Feuerwehr rettet erneut Bewohner

Im zweiten Obergeschoss der Wohnanlage an der Magdeburgerstraße rettete die Feuerwehr am Samstagabend eine Person.
Kleine Ursache - große Wirkung: Der brennende Stuhl, nachdem er von der Feuerwehr aus der Wohnung entfernt wurde. Fotos: Hendrik Roggendorf
(hwr) Bei einem Kleinbrand in einer Wohnung an der Magdeburgerstraße im Konstanzer Ortsteil Wollmatingen wurde am Samstagabend eine Person verletzt. Sie wurde von der Feuerwehr aus der Wohnung gerettet und vom Rettungsdienst versorgt. Der eigentliche Brand wurde mit einem Kleinlöschgerät rasch bekämpft. Gegen 22:28 Uhr alarmierten Nachbarn aus dem Wohnkomplex die Feuerwehr Konstanz über Notruf von der Rauchentwicklung in der Wohnung. Kräfte der Hauptamtlichen Wache drangen unter Atemschutz in die Wohnung ein. Nach Rettung der Person entfernten sie einen brennenden Stuhl aus der Wohnung. Es wurde vor dem Haus gelöscht. Unter Leitung von Klaus Menge waren 28 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.


20. Juni 2003 – Brennende Matratze: Feuerwehr rettet Bewohner

(hwr/nea) Beim Brand einer Matratze in einem Anwesen an der Kreuzlinger Straße in Konstanz wurde am frühen Freitagmorgen eine Person leicht verletzt. Das Feuer konnte mit einem tragbaren Hochdrucklöscher schnell bekämpft werden. Gegen 06:40 Uhr alarmierten Nachbarn über Notruf 112 die Feuerwehr. Die Kräfte der Hauptamtlichen Wache konnten einen 31-jährigen Bewohner leicht verletzt aus der verrauchten Wohnung retten, das Feuer löschen und die Matratze ins Freie befördern. Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz war unter Leitung von Kommandant Klaus Dieter Quintus mit sechs Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften im Einsatz.
Nach Angaben der Polizei stand unmittelbar neben der Matratze ein Aschenbecher. Zudem sei der Mann betrunken gewesen; ein Test ergab 1,7 Promille Alkohol im Blut. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung. Der Sachschaden liegt bei rund 200 Euro.

14. Juni 2003 – Rindenmulch und VW-Bus brannten

Mehrere Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr

Am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr hatte durch Selbstentzündung Rindenmulch, das im Hockgraben bei Egg im Freien gelagert war, zu brennen begonnen. Die Freiwillige Feuerwehr löschte den Haufen ab. Zum Einsatz kann dabei auch eines der beiden Wechselladerfahrzeuge mit dem Abrollbehälter Tank, der 6 000 Liter Wasser fasst. Unterstützt wurden die Löscharbeiten der Feuerwehrleute von einem Bagger der Entsorgungsbetriebe, der den Rindenmulch abtrug und verteilte. Mittels einer speziellen Messsonde hatten die Feuerwehrleute eine Temperatur von 65 Grad Celsius im Inneren des Mulchhaufens gemessen, war auf bestehende Gärprozesse hindeutete. Bei diesen Temperaturwerten können sich Mulch oder auch Heu selbst entzünden.
Der vollständig ausgebrannte VW-Bus. Foto: Oliver Hanser
Am Nachmittag entdeckte die Mannschaft des Konstanzer Feuerlöschbootes (FLB), das auf dem Überlinger See patrouillierte, einen auf dem Wasser treibenden über zehn Meter langen Baumstamm. Da dieser eine ständige Gefahr für den Sportbootverkehr darstellte, brachte die Mannschaft des FLB den Stamm auf und schleppte ihn mit dem Rettungsboot ans Ufer beim Wasserwerk.
Kurz nach 15.30 Uhr erreichte die Zentrale der Feuerwehr der Notruf über einen brennenden VW-Bus auf dem Döbele-Parkplatz. Schon bei der Anfahrt war in der Theodor-Heuss-Straße eine große schwarze Rauchsäule zu sehen. Als die Feuerwehrleute auf dem Döbele ankamen, brannte das Auto schon in voller Ausdehnung. "Die Flammen waren so heiß, dass der Dieseltreibstoff schon beim Rauslaufen aus dem Tank zu brennen anfing", berichtete einer der Feuerwehrmänner. Mittels Hochdruckschaum löschten sie rasch die Flammen, so dass keine Gefahr für die umstehenden Fahrzeug bestand.
Gegen 17 Uhr drohten beim Hundesportplatz zwei große Äste auf einen Hundezwinger zu stürzen. Von der Drehleiter aus sägten die Feuerwehrleute mit einer Motorsäge die Äste in Stücke und bannten so die Gefahr für den Hundezwinger.

12. Juni 2003 – Feuer an Konziltüre

Vor dieser Türe des Konzilgebäudes wurde das Feuer gelegt.
Ein Loch von der Größe eines Katzendruchschlupfs hinterlies ein Feuer an einer der Holztüren am Konzilgebäude. Fotos: Nikolaj Schutzbach
Kurz nach 0.30 Uhr am Donnerstagmorgen alarmierte die automatische Brandmeldeanlage des Konzils die Freiwillige Feuerwehr. Beim Durchsuchen des Hauses bemerkten die Feuerwehrleute im Treppenhaus Süd Rauch, der von einer Holztüre auf der Gebäudesüdseite ausging. Ursache war ein Feuer, das außen an der Tür gelegt worden war. Die Flammen hatten bereits auf die Tür übergegriffen und ein Loch von der Größe eine Katzendurchlasses hineingefressen. Die Feuerwehrleute löschten rasch die Flammen, so dass kein weiterer Schaden entstand. Das verrauchte Treppenhaus wurde belüftet. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 500 Euro. Die Polizei Konstanz geht von Brandstiftung aus. Dringend tatverdächtige Personen konnten bislang nicht ermittelt werden, so die Polizei.


09. Juni 2003 – Melderalarm Konzil

   
Fotos: Nikolaj Schutzbach

08. Juni 2003 – Trotz Ausweichmanöver zusammengeprallt

Zwei schwer und ein leicht Verletzter – Feuerwehr befreite Frau aus ihrem Auto

Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 220 zwischen Dettingen und Langenrain wurden am Pfingstsonntag gegen 13.40 Uhr zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt. Eine 18-jährige Fahrerin war schwer verletzt in ihrem Auto eingeklemmt, so dass sie von der Feuerwehr befreit werden musste. An dem Unfall waren drei Fahrzeuge beteiligt.
 
Ein aus Richtung Langenrain fahrender Renault R 5 war in einer leichten Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer eines entgegen kommenden Mercedes versuchte noch auszuweichen und bremste ab. Trotzdem streifte der R 5 den Mercedes und prallte auf einen entgegenkommenden VW Polo. Beide Fahrzeuge prallten jeweils mit ihrer vorderen rechten Seite aufeinander. Das linke Hinterrad des Renault wurde offensichtlich durch den Streifvorgang am Mercedes abgerissen und unter dem R 5 eingeklemmt, der entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen kam.
Die Fahrerin des Renault wurde in ihrem Wagen eingeklemmt. Die beiden Männer im Polo konnten ohne technischen Hilfsmittel aus ihrem Auto befreit werden. Die drei Insassen im Mercedes blieben körperlich unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.
Je eine Notärztin aus Konstanz und Radolfzell betreuten, unterstützt von den Besatzungen dreier Rettungswagen (RTW), die Verletzten. Das Deutsche Rote Kreuz entsandte aus Konstanz und Radolfzell je einen RTW sowie der Konstanzer Malteser Hilfsdienst ebenfalls einen.

Zeugenaufruf

Da der genaue Unfallhergang nach wie vor unklar ist, sucht die Polizei Zeugen. Mehrere Radfahrer passierten zum Unfallzeitpunkt die Unfallstelle. Außerdem wird der Lenker eines Autos mit Anhänger, der mit Holz beladen war, gesucht. Dieses Gespann war kurz zuvor von der Autofahrerin überholt worden. Die Polizei hofft auch, dass Motorradfahrer, die vor dem Fahrzeug mit Anhänger gefahren waren, weitere Angaben machen können. Die Polizei bittet die Zeugen, sich unter Telefon 07531 / 995-0 zu melden.
Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz befreiten die Verletzte mittels hydraulischen Rettungsgeräten aus ihrem Kleinwagen. Hierzu trennten sie mit der Rettungsschere das Dach ab, um einen freien Zugang – auch von oben – zur Patientin, die bei Bewusstsein war, zu erhalten.
Fotos: Oliver Hanser
Durch die Wucht des Aufpralls hatten sich Lenkradsäule und Armaturenbrett nach innen gebogen und die Beine der Frau eingeklemmt. Die Feuerwehrleute versuchten zuerst mit den hydraulischen Stempeln die Lenkradsäule nach vorne zu biegen. Mangels geeigneter Widerlager gelang dies jedoch nicht. Daher wurde der Versuch mit der aufwändigeren Methode mittels Spreizer und Eisenkette wiederholt. Dabei wurde die Kette vom Lenkrad über die Motorhaube – unterbaut mit Kanthölzern – bis um die Achse gespannt. Auf der Motorhaube spannten die Feuerwehrleute den weit geöffneter Spreizer zwischen die Kette. Nun konnten mittels der Hydraulik die Spreizerarme geschlossen werden. Dieser Versuch gelang schließlich; die Beine der Frau waren frei.
An Beinen und Füßen hatte sie nur Prellungen erlitten, im Bereich des Beckens bestand der Verdacht auf Verletzungen. Da die Fahrerin über Schmerzen an der Halswirbelsäule klagte, erforderte dies die besondere Aufmerksamkeit der Notärztin und der Sanitäter. Zur Stabilisierung des Halses legten die Helfer der Frau daher das sogenannte "StiffNeck" – eine Art Halskrause – an. Mittels "KED" – man könnte es grob als Korsett beschreiben – stabilisierten sie die Wirbelsäule. So eingepackt konnte die Patientin schonend aus ihrem Sitz gehoben und auf eine Trage gelegt werden.
Währenddessen hatte die zweite Notärztin mit den Rettungssanitätern die beiden Männer aus dem Polo versorgt. Einer von ihnen hatte schwere Verletzungen im Bauchbereich, der andere war leicht verletzt. Den Schwerverletzten brachte der Rettungswagen ins Radolfzeller Krankenhaus. Die Frau und der Leichtverletzte wurden ins Konstanzer Klinikum gebracht.
Der genaue Unfallhergang ist noch nicht bekannt. Wegen den Rettungsarbeiten und der Ermittlungen eines Dekra-Sachverständigen und der Polizei war die Straße zwischen Dettingen und Langenrain für den motorisierten Verkehr für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um. Während der gesamten Zeit stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher. Mit Ölbindemittel nahmen die Feuerwehrleute ausgelaufenen Treibstoff auf. Die Höhe des Sachschadens beträgt mindestens 20 000 Euro.
Fotogalerie Oliver Hanser (ACHTUNG: Längere Ladezeit)
Fotogalerie Nikolaj Schutzbach (ACHTUNG: Längere Ladezeit)
Fotogalerie Hendrik Roggendorf

05. Juni 2003 – Crash nach Vorfahrtsverletzung

Drei Verletzte – Eingeklemmter Fahrer von Feuerwehr befreit

Am frühen Morgen wurden bei einem Verkehrsunfall kurz nach 5 Uhr auf der Reichenaustraße Ecke Fritz-Arnold-Straße drei Personen verletzt. Der schwer verletzte Fahrer eines Mitsubishi Colt musste von der Freiwilligen Feuerwehr mit hydraulischen Rettungswerkzeug auf seinem zertrümmerten Fahrzeug befreit werden. Notarzt und Rettungsdienst brachten die Verletzten ins Klinikum.
Fotos: Ferdinand Oser
Ein auf der Reichenaustraße fahrender BMW der 7-er-Reihe war aus Richtung Radolfzell kommend mit einem aus der Fritz-Arnold-Straße einfahrenden Mitsubishi Colt zusammengeprallt. Der BMW schleuderte auf die Gegenfahrbahn; zuvor hatte er noch einen Ampelmasten umgerissen. Der Mitsubishi wurde durch die Wucht des Aufpralls mehrere Dutzend Meter fortgeschleudert und kam, nachdem er eine Mauer berührt hatte, zum Stehen. Trümmerteile der Autos und der Ampel lagen auf einer Strecke von 50 Metern verstreut.
Die Beifahrerin im Mitsubishi und der Fahrer des BMW konnten sich verletzt befreien. Der Fahrer des Mitsubishi wurde eingeklemmt. Zur Befreiung des Mannes entfernten die Feuerwehrleute mittels der hydraulischen Rettungsschere das Dach. So konnte er mit dem Rettungsbrett schonend aus seinem Sitz gehoben und auf eine Trage gelegt werden. Er hatte unter anderem Verletzungen am Unterschenkel und am Kopf erlitten.
Da zuvor der Notarzt und ein Rettungswagen zu einem Herzinfarktpatienten in Hegne gerufen worden waren, musste der Notarzt aus Radolfzell anfahren. Deutsches Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst waren mit je einem Rettungswagen im Einsatz.
Nach Ermittlungen der Polizei hat der Mitsubishi-Fahrer, bei dem der Verdacht auf Alkohol im Blut besteht, die Vorfahrt nicht beachtet. Die Ampelanlage war zum Unfallzeitpunkt nicht in Betrieb. Möglicherweise war auch der BMW zu schnell unterwegs. Zur Ermittlung des genauen Unfallhergangs hat die Polizei einen Dekra-Sachverständigen hinzugezogen.
Die Reichenaustraße zwischen Fritz-Arnold-Straße/Riedstraße und McDonalds war bis nach 7.30 Uhr gesperrt. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von rund 10 000 Euro.
Fotogalerien (ACHTUNG: Längere Ladezeit)

02. Juni 2003 – Feuerwehrmann verletzt

Rauchentwicklung durch Kurzschluss

Rauch aus einem leerstehenden Haus in der Kreuzlinger Straße meldeten Nachbarn am Montagabend kurz vor 18.30 Uhr über Notruf 112 bei der Freiwilligen Feuerwehr. Bei dem Einsatz stürzte ein Feuerwehrmann durch einen Zwischenboden. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht.
Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte brachen gewaltsam die Eingangstüre auf, um ins Gebäude gelangen zu können. Dort suchten Atemschutzträger nach der Ursache für die Rauchentwicklung. Beim Betreten eines Zwischenbodens brach einer der Feuerwehrmänner durch und stürzte etwa drei Meter in die Tiefe. Mit Verdacht auf ein Schleudertrauma brachte ihn der Rettungsdienst ins Klinikum.
Schließlich entdeckten die Feuerwehrleute zwei Kabelenden an der Hauswand und einen Transformator, die allesamt Rauchspuren aufwiesen. Früher war dort ein Transparent angeschlossen. Möglicherweise hatte der starke Wind, der am Abend herrschte, die losen Kabelenden bewegt, was zu einem Kurzschluss geführt haben könnte, als sich die blanken Enden berührten. Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke schaltete das gesamte Gebäude stromlos, um eine weitere Gefährdung durch die Elektrik zu verhindern. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Schaden an dem Gebäude erfolgreich verhindert werden.
Ein Feuerwehrmann sucht auf einer Steckleiter stehend entlang der Stromkabel nach der Ursache für die Rauchentwicklung. Diese zwei losen Kabelenden haben offensichtlich zu einem Kurzschluss geführt. Fotos: Nikolaj Schutzbach
Der verletzte Feuerwehrmann wurde am gleichen Abend noch untersucht: Der Sturz war glimpflich verlaufen; Prellungen am Hals-, Brust- und Wirbelsäule sowie zahlreiche blaue Flecken. Er konnte am Abend das Klinikum wieder verlassen. Der Feuerwehrmann war für den Rest der Woche krank geschrieben.


28. April 2003 – Kinderzimmer ausgebrannt

Vierköpfiger Familie gelang rechtzeitig die Flucht

Foto: Lars Heilmann
Am Morgen kurz vor 4 Uhr brannte in einem Hochhaus im Buhlenweg ein Kinderzimmer vollständig aus. Zwei 6 und 8 Jahre alte Mädchen waren in dem Zimmer einer Wohnung im vierten Obergeschoss gerade noch rechtzeitig wach geworden und hatten Ihre Mutter und ihren älteren Bruder geweckt. Die Familie verließ daraufhin die Wohnung; zuvor hatte sie geistesgegenwärtig die Türe zum Kinderzimmer geschlossen.
Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, trat Rauch aus einem Fenster auf der Gebäuderückseite aus und es war Flammenschein zu erkennen. Da die Feuerwehrleute wussten, dass sich niemand mehr in dem Brandzimmer aufhielt, ließen sie die Türe solange geschlossen, bis der Hochleistungslüfter in Stellung gebracht war und die Atemschutzträger "Wasser am Strahlrohr" hatten. Mittels Lüfter konnten die heißen und giftigen Rauchschwaden durch das offene Fenster geblasen werden. Diese Taktik erwies sich als so erfolgreich, dass der Rest der Wohnung weiterhin bewohnbar bleibt.
Nach einer knappen halben Stunde hatten die Feuerwehrleute sämtliche Flammen gelöscht. Die zwei Mädchen waren zwischenzeitlich bei einem Nachbarn untergekommen und von einem Notarzt untersucht worden. Die Mädchen hatten Glück gehabt, dass sie rechtzeitig erwachten. In den meisten Fällen jedoch erwachen Brandopfer nicht oder nicht mehr rechtzeitig. Daher empfiehlt die Feuerwehr die Installation von Haushaltsrauchmeldern, die in der Lage sind Rauch frühzeitig zu erkennen.
Die Kriminalpolizei ermittelte als Brandursache eine Halogentischlampe die im oberen Bett des Stockbettes gestanden oder gelegen hatte. Die Lampe muss nach Erkenntnissen der Polizei angeschaltet gewesen sein und durch ihre Wärmestrahlung das Bettzeug entzündet haben. Die Schadenshöhe wird von der Polizei auf 15 000 Euro geschätzt. Der Lebensgefährte der Mutter hatte etwa eine Woche zuvor das Mädchenzimmer renoviert.

Kinderzimmer ausgebrannt

Buhlenweg: Sechs- und Achtjährige retten sich aus qualmenden Bett

(rin) In einem Hochhaus am Buhlenweg ist gestern gegen 4 Uhr ein Kinderzimmer in Flammen aufgegangen. Wahrscheinlich hatte eine Leselampe das Kopfkissen eines Stockbetts in Brand gesetzt, in dem ein acht und sechs Jahre altes Mädchen schliefen. Wie durch ein Wunder retteten sich die beiden Schwestern, ihr 13 Jahre alter Bruder und die 41 Jahre alte Mutter unverletzt aus der Brandwohnung. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 15000 Euro.
Im ausgebrannten Zimmer steht das verkohlte Gerippe des Stockbetts wie ein Mahnmal. An ihm wird deutlich, wie knapp die beiden Mädchen einem größeren Unglück entkommen sein müssen.
Das Bettzeug qualmte schon, als die beiden Kinder erwachten, berichtet die Familie aus der Brandwohnung. Sie vermutet, dass die Halogenlampe der Achtjährigen, die oben im Etagenbett schlief, ein Kopfkissen in Brand gesetzt hatte. Eine lebensgefährliche Lage. Rauchgas hätte den beiden Kindern die Sinne rauben können.
Die Mädchen hätten sie geweckt und als sie ins Kinderzimmer blickte, sei das Bett schon in Flammen gestanden, sagt die Mutter. Geistesgegenwärtig schloss sie die Türe zum Brandraum, bevor sie die Feuerwehr alarmierte und mit ihren Kindern aus der Wohnung floh.
Die Feuerwehr hatte nun die Möglichkeit, eine Löschtaktik anzuwenden, mit der sie ein weiteres Ausbreiten des Rauchs in der Wohnung und im Haus verhinderte. Einsatzkräfte öffneten die Türe zum Kinderzimmer erst, nachdem sie einen Hochleistungslüfter in Position gebracht hatten. Dieser blies die heißen und giftigen Rauchschwaden zum Fenster hinaus, schließlich gingen Feuerwehrkräfte mit Atemschutz und Wasserstrahlen gegen die Flammen vor.
Die Löschtaktik ging auf: Ausgenommen der direkt betroffenen Familie musste kein Bewohner das Gebäude verlassen. Die Einrichtung des Brandzimmers ist zwar komplett zerstört, die restlichen Räume der Wohnung wurden aber nur schwach verqualmt. Die Familie kann sie voraussichtlich bald wieder beziehen.
Bis die polizeilichen Untersuchungen abgeschlossen sind, will die Mutter mit ihren Kindern bei Verwandten unter kommen. Ein Feuerwehrmann, der im Haus wohnt, nahm die Mädchen in der Brandnacht vorübergehend bei sich auf. Etwa eine Stunde nach Ausbruch des Feuers konnte er den Kindern, die vorsorglich von einem Notarzt untersucht worden waren, wenigstens eine gute Nachricht überbringen: Auch die beiden Katzen der Familie hatten den Brand unbeschadet überstanden. Eine galt zunächst als vermisst, hatte sich aber nur auf einem Küchenschrank verkrochen. Als man das Tier fand, zitterte es, war aber ebenso unverletzt wie die andere Katze.
Kritik übte Einsatzleiter Klaus Koch an der Beschilderung der Häuser im Buhlenweg. Die Nummer des nach hinten gesetzten Gebäudes sei von der Straße nicht zu erkennen gewesen, die Anfahrt der Retter dadurch verzögert worden.
Fotogalerie

13. April 2003 – Gegrillter Fisch auf dem Balkon

Foto: Oliver Hanser
Dass gegrillter Fisch nicht unbedingt als Wohlgeruch in Nachbars Nase steigt, mussten am Nachmittag Bewohner im fünften Obergeschoss eines Hochhause in der Max-Stromeyer-Straße erfahren. Eine Nachbarin hatte wegen der befremdlichen Gerüche die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Die Feuerwehrleute stellten jedoch rasch fest, dass beim Grillen auf dem Balkon alles mit rechten Dingen zuging und beließen daher den Fisch auf dem heißen Rost.


05. April 2003 – Rauchentwicklung an der Uni

Als am Samstag gegen 14.30 Uhr Handwerker an der Universität im Chemie-Gebäude auf Ebene L9 in einem Unterschrank Kunststoffrohre verschweißten, kam es zur Flammenbildung mit Rauchentwicklung. Versuche der Arbeiter mit Pulverlöschern die Flammen zu löschen, führten schließlich zur Auslösung der automatischen Brandmeldeanlage, welche die Freiwillige Feuerwehr alarmierte. Nach Belüftung und ausführlichen Kontrollen auf vier Ebenen konnten die Feuerwehrleute wieder einrücken.

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3 Galerien
15. März 2006 – Brand im eng bebauten Hinterhof
14. Mai 2006 – Flugunfall am Flugplatz #1/2
14. Mai 2006 – Flugunfall am Flugplatz #2/2

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Flug und Bild GbR - Hagelschaden in Trossingen
Feuerwehr Kreuzlingen – Tag der Feuerwehr am 16.09.2006
Aktueller Pegel

02. März 2003 – Blinder Alarm unterbricht Fasnachtszug

Trotz Regens sehen knapp 20 000 Zuschauer über 70 Narrengruppen

(fvb) Strömender Regen und ein blinder Feuerwehralarm an der Umzugsstrecke: Auch für den erfahrenen Organisator Kurt Köberlin war das gestern "ein etwas anderer Umzug". Trotz des schlechten Wetters waren laut Polizei knapp 20000 Zuschauer in die Altstadt gekommen, um die über 70 Narrengruppen mit 4 000 Teilnehmern zu sehen.
Pünktlich auf die Minute war der Umzug der Vereinigten Konstanzer Narrengesellschaften um 14 Uhr am Lutherplatz gestartet. Doch als die Narren durch die Zollernstraße zogen, löste im Keller des "Hohen Hauses" ein Feuermelder aus. Die Folge: Die Feuerwehr rückte mit einem Löschzug an. Der Umzug war kurz nach seinem Beginn für rund eine halbe Stunde unterbrochen, auch wenn sich das Meldersignal rasch als blinder Alarm entpuppte.
Der Melder hängt im Heizungskeller des Hauses. Da in dem Raum ein Fenster Richtung Zollernstraße aufstand, gab es schnell Gerüchte, künstlicher Rauch einer Fasnachtsgruppe habe den Alarm ausgelöst. Unter anderem die Jakobiner hätten für reichlich Qualm gesorgt, sagten Passanten. Auch die Feuerwehr hielt dies für möglich, konnte die Ursache aber letztlich nicht klären. Vorwürfe mache die Feuerwehr niemandem, erklärte ein Sprecher, es sei eben Fasnacht. Auch bei den Rettern überwog die Erleichterung, dass der Albtraum eines Feuers mitten im Umzug nicht wahr wurde.
Mit einiger Verspätung zog der von den Organisatoren an der Marktstätte gestoppte Zug weiter. Als sich Schlussmann Köberlin an der Lutherkirche auf den Weg machte, zeigte die Uhr schon kurz vor 16 Uhr - da hätte der Zug eigentlich fast beendet sein sollen. Doch Köberlin ließ sich die Laune nicht verderben. Ebenso gut gelaunt zeigten sich zumindest anfangs die knapp 20000 Zuschauer. Froh war, wer einen Regenschirm oder eine Kapuze hatte. Beliebt waren Dachvorsprünge und Hauseingänge. Klemens (21) und Matz (20) aus Wollmatingen hatten sich ein Sofa mit in die Kanzleistraße gebracht - und sahen den Zug auf Plüsch und unterm Schirm.
Die 70 Gruppen mussten dagegen mitten durch den Regen. Die meisten der 4000 Teilnehmer kamen aus der Region, aber auch aus der Schweiz und Freiburg waren Narren angereist. Die einheimischen Gesellschaften und Vereine verulkten zahlreiche kommunale Themen: Die Narrengesellschaft Zeppelin suchte mit großem Fluggerät einen Landeplatz. Die Hofpeter hatten ihren Wagen zu einem großen Bodensee-Dampfer mit kleinem Katamaran im Schlepptau gemacht. Motto: "Seehoheit für die Stadtwerke - alles gehört uns". Die Lausbube hatten in Anspielung auf das von der Stadt untersagte Touristenbähnle lauter kleine Lokomotiven gebaut. Die Altbadener Kellerasseln zogen mit Mietwagen-Chauffeur und Gastronom Jürgen Wiedemann auf einer Rikscha als "Seeteufel" los und boten Freifahrten nach Timbuktu an. Wiedemann verkündete auf seinem Hut frech: "Ein Herz für Dornstein". Dieser Taxi-Unternehmer ist bekanntlich größter Seeteufel-Kritiker im so genannten Konstanzer Taxi-Krieg.
Neben solchen Anspielungen gab es im Umzug wieder viele bunte Gestalten. Mit dabei waren die Traditionsfiguren der alemannischen Fasnacht ebenso wie Phantasiewesen oder Clown-Gruppen. Die Niederdiesler hatten gleich eine ganze Theke auf Rollen dabei; auch andere Gruppen verteilten neben Konfetti auch Suppe, Glühwein und Hochprozentiges.
Trotz solcher Stärkung zogen am Ende zunehmend mehr Besucher durchnässt und frierend vorzeitig nach Hause. Gegen Ende dürften deshalb deutlich weniger als die anfänglich knapp 20000 Zuschauer da gewesen sein, sagte Polizei-Einsatzleiter Joachim Brenke. Viel Arbeit hatten die 13 eingesetzten Beamten nicht mehr, als sich der Umzug auf der Laube Richtung Schnetztor auflöste.
Zwischendurch hatten eine Zuckerkranke und ein kurzzeitig bewusstloses Kind die Polizisten sowie einige der 30 Rotkreuz-Helfer beschäftigt. Doch aus Sicht der Polizei war es am Ende ein problemloser Umzug. Und Organisator Köberlin hatte angesichts von Regen und Verspätung einen tüchtigen Spurt eingelegt, so dass die Polizei die Laube schon gegen 17 Uhr wieder für den Verkehr freigeben konnte.

01. März 2003 – Brand im ehemaligen Sägewerk Bauer

In der Halle des ehemaligen Sägewerks Bauer standen unter anderem mehre landwirtschaftliche Fahrzeuge und eine Yacht. Die Feuerwehr konnte die meisten Geräte retten. Foto: Hendrik Roggendorf
Um 11.12 Uhr erhielt die Zentrale der Freiwilligen Feuerwehr die ersten Notrufe, dass es in einer Lagerhalle des ehemaligen Sägewerks Bauer in Wollmatingen brennen würde. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen stand der rückwärtige Teil der früher als Holzlager genutzten Halle in Brand. Der Feuerwehr gelang es durch den Einsatz des Wasserwerfers vom Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24-Tr, 6/21), zweier B-Rohre und von 5 C-Rohren die Flammen auf eine Gebäudehälfte zu beschränken.
Die Feuerwehrleute bewahrten die untergestellten landwirtschaftlichen Maschinen, eine Yacht und ein Auto vor der Vernichtung. Relativ großer Sachschaden entstand an einem Mähdrescher, der nahe der Brandausbruchsstelle gestanden hatte. Er konnte erst mit der Seilwinde des Rüstwagens herausgezogen werden. Rund 40 Tonnen gelagertes Stroh musste bis in die späten Abendstunden mühsam mit einem Radlader ins Freie gebracht und dort mit 2 C-Strahlrohren abgelöscht werden. Zwischendurch übernahm der 9. Zug (Dettingen) die Nachlöscharbeiten, bevor wieder der 7. Zug (Wollmatingen) zum Einsatz kam. Die Dettinger waren mit dem LF 8 (9/41) und dem MTW (9/19) von 16.30 Uhr bis gegen 21 Uhr an der Einsatzstelle.
Am Abend beleuchtete der Rüstwagen-Öl (RW 2-Öl, 7/59) die Einsatzstelle. Das Schlauchmaterial blieb liegen, damit die erwarteten Nachlöscharbeiten jeweils rasch wieder aufgenommen werden konnten.
Gegen 5.30 Uhr flackerten Glutnester auf. Die Ständige Wache mit dem Tanklöschfahrzeug (6/21) und die Wollmatinger mit ihrem Löschgruppenfahrzeug (7/45) bekämpften die Flammen. Im Laufe des Sonntags musste die Ständige Wache nochmals ausrücken, um aufflackerndes Feuer zu löschen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Über die Schadenshöhe ist noch Nichts bekannt.
Auch am Montagabend musste das Tanklöschfahrzeug nochmals zum Ablöschen kleinerer Glutnester ausrücken!
(rin) Die Polizei hat drei Kinder im Alter zwischen 9 und 11 Jahren als mutmaßliche Verursacher ermittelt. Die drei Jungen sollen einen Feuerwerkskörper gezündet haben. Der Böller ging funkenschlagend los und setzte Stroh in Brand, das in der Scheune lagerte. Die Kinder retteten sich unverletzt aus der Halle. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 100 000 Euro. In der Lagerhalle hatten sich nach Angaben von Nachbarn immer wieder spielende Kinder getummelt. Mehrfach, so berichtet der derzeitige Pächter, seien Geräte in der Scheune beschädigt worden. Um Unbefugten den Zutritt schwer zu machen, war die ursprünglich offene Halle mit Holzwänden verkleidet worden. Eindringlinge sollen sich aber immer wieder Zugang verschafft haben, indem sie Bretter heraus brachen.

Lagerhalle geht in Flammen auf

Brand in Wollmatingen am ehemaligen Sägewerk Bauer

(rin) Eine Lagerhalle des ehemaligen Sägewerks Bauer ist am Samstag bis aufs tragende Holzskelett abgebrannt. 40 Tonnen Stroh gingen in Flammen auf, eine Segeljacht und mehrere landwirtschaftliche Geräte wurden vor dem Feuer gerettet. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 100 000 Euro. Die Beamten ermitteln in Richtung Brandstiftung. Sichtbares Zeichen des Unglücks war eine riesige Rauchwolke, die Stunden über Wollmatingen hing.
Der Scheunen-Brand beschäftigte über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr bis in die späten Abendstunden des Samstags und auch noch am Sonntag. Denn im Stroh flackerten immer wieder neue Flammen auf. Der Einsatz hatte am Samstag kurz nach 11 Uhr begonnen. Als die Feuerwehr im Mühlenweg eintraf, brannte ein Teil der hölzernen Halle lichterloh. Helfer mit Atemschutz hielten die Flammen im hinteren Teil der Scheune. Im vorderen Bereich zogen sie mit Hilfe von Seilwinden einen Mähdrescher sowie eine Strohballenmaschine ins Freie, fuhren sie zwei Traktoren aus der Halle und verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf eine Motorjacht. Bevor sie explodieren konnte, schafften Feuerwehrleute auch eine Gasflasche aus der Scheune.
Die Feinarbeiten beim Löschen zogen sich über Stunden hin. An die hundert Mal stieß ein Traktor ins Hallenwrack vor, um brennendes Stroh auf eine Schaufel zu laden und zu einer Wiese vor der Scheune zu fahren. Dort wurde das qualmende Stroh ausgebreitet und kontrolliert gelöscht. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr Konstanz halfen auch Hallenpächter Kilian Stadelhofer sowie sein 65 Jahre alter Vater Hubert mit, ein über viele Jahre aktiver Feuerwehrmann, der heute der Altherrenmannschaft angehört.
Die Polizei ermittelt in Richtung Brandstiftung. In der Halle, so berichten Nachbarn, hätten sich immer wieder Kinder und Jugendliche aufgehalten, manchmal, um zu spielen, manchmal, um dort heimlich zu rauchen. Im Oktober habe sie eine ganze Gruppe von Kindern aus der Scheune gescheucht, erinnert sich Gabriele Wall, die in Sichtweite zur Scheune wohnt, wo ihr Boot lagert. Seit Eindringlinge die Polster der Jacht aufgeschnitten hatten, habe sie gezielt danach gesehen, wer sich an der Halle herumtreibe.
Nebenerwerbslandwirt Kilian Stadelhofer, der die Halle seit einem Jahr gepachtet hat, berichtet, mehrfach seien Fahrzeuge in der Scheune beschädigt worden. Die Eindringlinge seien auch gekommen, als das ursprünglich offene Lager durch Holzwände gesichert wurde.
Um sich Zugang zu verschaffen, seien immer wieder Bretter weggerissen worden, erzählt eine Verwandte des Geschädigten. Auch am Brandttag wollen Augenzeugen Kinder und Jugendliche in der Scheune gesehen haben.
Fotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)


25. Februar 2003 – Auto prallte auf Lastwagen: 4 Tote

Herzlicher Dank

Die schwer verletzte Beifahrerin ließ nur wenige Tage nach ihrem Unfall aus dem Krankenhaus ihren Dank an die Helfer, die bei ihrer Rettung dabei waren, ausrichten.
Die Unfallstelle bei Allensbach auf der B 33: Vorne links der VW Passat, den es nach dem Zusammenprall mit den Lastwagen (rechts oben im Hintergrund) auf die Leitplanke geschoben hat. Die Feuerwehren aus Konstanz und Allensbach befreiten mit hydraulischen Rettungsgeräten aus dem Auto eine lebensgefährlich verletzte Frau sowie vier Tote. Foto: Hendrik Roggendorf
(nea) Auf der B 33 auf Höhe der zukünftigen Anschlussstelle Allensbach-Mitte prallte ein aus Richtung Radolfzell kommender VW Passat mit der linken Vorderseite auf einen entgegenkommenden Lastwagen. Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Dekra war das mit 5 Personen besetzte Auto gegen 13.45 Uhr aus bisher nicht geklärter Ursache in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Vier der Autoinsassen waren sofort tot. Die Feuerwehren Konstanz und Allensbach befreiten die lebensgefährlich verletzte Beifahrerin mit hydraulischen Rettungsgeräten. Die Frau wurde von Notarzt und Rettungsdienst ins Klinikum Konstanz gebracht. Den unter Schock stehenden Fahrer des Lastwagens brachte ein Rettungswagen ins Krankenhaus von Radolfzell. Die Bundesstraße 33 war mehrere Stunden lang gesperrt. Die Polizei leitete den zäh fließenden Verkehr durch Allensbach.

Einsatzbericht

Als erstes Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz rückte der Vorausrüstwagen (VRW, 6/50) aus. Ihm folgten unter anderem das Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24-Tr, 6/21) und der Rüstwagen (RW 2, 6/52) sowie ein Mannschaftstransportwagen (MTW, 6/19). Die Anfahrt dieser Fahrzeuge wurde mehrfach durch hirnlose Fahrzeuglenker gefährdet, die im Stau stehend wendeten. So musste der Maschinist des VRW zwei Vollbremsungen (trotz Sonderechte) ausführen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Nach dem der VRW diesen Bereich passiert hatte trafen die nachfolgenden Fahrzeuge 6/52 und 6/21 auf die gleiche Problematik, ja sogar Lieferwagen versuchten im Stau zu wenden und blockierten somit den Anfahrtsweg für die Rettungskräfte.
Bei Ankunft des VRW, war das Tanklöschfahrzeug der FF Allensbach (1/21) bereits vor Ort; dessen Besatzung hatte die Schnellangriffsleitung beim Unfallauto in Stellung gebracht sowie die Ersterkundung durchgeführt. Nach Erkundung durch den Einsatzleiter Klaus Wehner und nach Rücksprache mit den Allensbacher Kollegen ergab sich folgendes Bild:
Das Auto – ein VW Passat – war vorne im Bereich des Motorraumes zertrümmert, das Dach großflächig abgerissen sowie nach hinten links zurückgeklappt, so dass ein freier Einblick in das rückwärts auf der Leitplanke hängende Auto möglich war. Im Auto war auf dem Beifahrersitz eine Frau zu sehen. Diese war bedingt ansprechbar und eingeklemmt; von Beinen und Leib war bis etwa zur Brusthöhe nichts zu sehen. Der Kopf des Fahrers war durch den Aufprall auf dem Kühlergrill des Lastwagens vom Rumpf getrennt worden und hatte dort eine sichtbare Eindellung hinterlassen. Leichenteile waren etwa über eine Strecke von 20 Metern verstreut. Im Fond waren zwei Leichen zu erkennen, deren Rümpfe nach links geneigt waren. Eine weitere Leiche wurde kurze Zeit später im Fond entdeckt, nach dem die abgeschlossenen Rettungsmaßnahmen an der Beifahrerin eine weitere Erkundung erlaubten.
Der Einsatzleiter besprach mit dem Notarzt und der Polizei die ersten Maßnahmen. Der Notarzt legte der Verletzten einen Zugang während die Feuerwehrleute die hydraulischen Rettungsgeräte zur Befreiung vorbereiteten.
Nachdem die Frau vom Notarzt versorgt worden war, entfernten die Feuerwehrleute die Beifahrertüre mittels Spreizer und Schere. Zudem schnitten sie einen Rest des Dachholmes zwischen der rechten A- und B-Säule ab. Da die Füße der Verletzten kaum eingeklemmt waren, reichte ein Nach-Hinten-schieben des Sitzes aus, um die Frau mit dem Rettungsbrett möglichst schonend befreien zu können.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen am Passat gab es noch weitere Aufgaben zu erledigen. Die zahlreich mit Kind und Kegeln herbei strömenden Gaffer mussten verscheucht sowie die Leichen abgedeckt werden. Das Fahrzeug wurde auf auslaufendes Öl und Benzin kontrolliert, Ölbindemittel ausgestreut sowie die Batterie abgeklemmt.
Die Erkundung des etwa 100 Meter entfernt zum Stehen gekommenen mit Aushub beladenen Lastwagens – Einsatzleiter Wehner schätzt seine Masse auf 26 bis 28 Tonnen – ergab zu einem sehr frühen Zeitpunkt keine weiteren Gefahrenschwerpunkte. Der unter Schock stehende Fahrer war schon vom Rettungsdienst versorgt worden. Der Lastwagen selbst bildete eine stabile Lage, so dass vorerst keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren. Der Aufprall hatte beide Vorderräder aus ihrer Verankerung gerissen. Die Leitplanke hatte erfolgreich verhindert, dass der Laster die Böschung hinabgestürzte.
Zur Bergung des Lastwagens wurde ein spezialisiertes Privatunternehmen an die Einsatzstelle gerufen. Obwohl sich der Diesel-Tank in einer ungünstigen Lage befand, konnte das Unfallfahrzeug ohne Probleme geborgen werden.
Am Passat wurde vor der Fahrzeug-Bergung das Dach noch ganz vom Fahrzeug getrennt damit das Fahrzeug zum Abtransport verladen werden konnte.
Die Ermittlungen von Polizei und DEKRA ergaben recht schnell den Grund für den verheerenden Zusammenstoß, da Eindrücke im Fahrzeugbelag eindeutige Schlussfolgerungen zuließen. Nach diesen Spuren war klar, dass der VW auf die Gegenfahrbahn geraten war und dies zur Kollision führte.
Fotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)

Auto von Lastwagen zerdrückt

Vier Menschen starben bei Verkehrsunfall auf B33 bei Allensbach

(rin) Beim seit Jahren schwersten Verkehrsunfall im Raum Konstanz sind gestern vier Menschen im Alter zwischen 60 und 73 Jahren getötet worden. Auf der B33 bei Allensbach war ein mit fünf Personen besetztes Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und von einem Lastwagen überrollt worden. Drei der Opfer kommen aus Singen, eines aus Konstanz.
Die Todesopfer saßen als Fahrer und Mitfahrer in einem silbernfarbenen VW Passat. Es ist in Friedrichshafen zugelassen und wird für Sammeltransporte in Krankenhäuser genützt. Ziel der Unglücksfahrt von Singen aus war das Klinikum in Konstanz.
Wie es zum tragischen Unfall in einer langgezogenen Rechtskurve kurz hinter einer Baustelle bei Allensbach kam, ist noch ungeklärt. Die Strecke war trocken, die Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben.
Dennoch kam das vollbesetzte Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, direkt unter die Reifen eines Lastwagens. Sie walzten den Motorraum und Teile des Fahrgastraums nieder. Gewicht und Schubkraft des Lastwagens dürften das Auto regelrecht ausgehebelt haben. Es kam mit den Hinterrädern auf einer Leitplanke zu liegen.
Ein Reifen des Lastwagens riss beim Unfall ab, der Wagen schlitterte noch rund 100 Meter über die Straße, bis er an einer Leitplanke liegen blieb. Der Fahrer erlitt einen Schock. Im anderen Wagen waren vier der fünf Personen auf der Stelle tot. Nur die 72-Jährige auf dem Beifahrersitz wurde lebend, aber sehr schwer verletzt aus dem Wagen gerettet. Drei der Todesopfer saßen auf der Rückbank. Es waren dies zwei Frauen – 73 und 60 Jahre alt – sowie ein 67-jähriger Mann. Der ebenfalls getötete Fahrer – ein 70-Jähriger – wohnte in Konstanz.
Eine rund 100 Meter lange Spur der Wrackteile ließ ahnen, welche Kräfte beim Zusammenstoß der Unglücksfahrzeuge gewirkt haben. Das Lenkrad des Unglücksautos wurde etwa 50 Meter ins Freie geschleudert.
Drei Stunden dauerte es, bis die Feuerwehrkräfte aus Allensbach und Konstanz sowie die Polizei die Unfallstelle frei geräumt hatten. Der Verkehr aus beiden Richtungen wurde durch den Ortskern von Allensbach umgeleitet.
An den Engstellen der Ortsdurchfahrt, die Lastwagen nur schwer nehmen konnten, und an den Fußgängerampeln der Gemeinde staute sich der Verkehr immer wieder auf. Die Polizei sprach von zähflüssigem Verkehr. Die Autoschlange habe sich meist langsam bewegt.
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23. Februar 2003 – Küchenbrand in Dettingen

Alarmierung des 9. Zuges gegen 10 Uhr in die Kapitän-Romer-Straße. Beim Eintreffen des TLF war starke Rauchentwicklung aus einem kleinen Fenster im Erdgeschoss eines alten Fachwerkhauses zu erkennen. Ein Atemschutz-Trupp unternahm mit einem C-Strahlrohr einen Innenangriff. Personen waren keine mehr im Haus, allerdings kam die Information eines Passanten, dass sich im Haus Munition sowie Schwarzpulver befinden solle. Nach Rücksprache mit dem Hausbesitzer waren diese jedoch nicht im Bereich der Küche gelagert, wo die Brandausbruchsstelle lag. Kurz darauf kam die Meldung "Feuer schwarz". Da die Brandursache schnell ermittelt werden konnte, wurde ein Teil der betroffenen Kücheneinrichtung ins Freie befördert. Bei der Kontrolle der Einsatzstelle gegen 13 Uhr mittels der Wärmebildkamera wurde dann noch ein Glutnest entdeckt. Unter Atemschutz öffneten Feuerwehrleute mit einer Kettensäge die Decke und löschten die Glut ab.
Autor: Berthold Riedle

17. Januar 2003 – Schmorbrand an einer Waschmaschine

Gegen 15 Uhr, kam es in einer Wohnung in der Schneckenburgstraße wegen eines Defekts an einer Waschmaschine zu einem Schmorbrand. Starke Rauchentwicklung war die Folge. Ein Atemschutztrupp der Freiwilligen Feuerwehr löschte mit dem Hochdruckfeuerlöscher rasch die Flammen. Anschließen trugen Feuerwehrleute das defekte Gerät ins Freie. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 1 000 Euro.

02. Januar 2003 – Melderalarm Rosenau

Während der Sturmeinsätze und dem Zimmerbrand in Litzelstetten mussten die Frauen und Männer des Löschbereichs Petershausen zu einem Melderalarm in das Altenwohnstift Rosenau eilen. Dort hatte aufgewirbelter Staub zur Auslösung der automatischen Brandmeldeanlage geführt. Ein Einsatz war nicht erforderlich.

02. Januar 2003 – Zimmerbrand Litzelstetten

Atemschutztrupps durchsuchen die Brandwohnung. Foto: Bernd Oser
Während der Sturmeinsätze kam es am Abend kurz nach 20 Uhr zu einem Brand im St.-Katharinen-Weg in Litzelstetten. Der 38 Jahre alte Bewohner eines Ein-Zimmer-Appartements im ersten Obergeschoss hatte Kerzen im Wohnraum unbeaufsichtigt gelassen und war ins Badezimmer gegangen. Als der Kerzenständer umfiel, entzündete dieser Teile des Mobiliars. Wegen der Geruchsentwicklung wurde er auf das Feuer aufmerksam. Der Mann versuchte die Flammen mit einer Decke zu löschen, die jedoch – weil offensichtlich dafür ungeeignet – ebenfalls in Flammen auf ging. So blieb ihm nur aus der Wohnung zu flüchten und die anderen Hausbewohner und die Feuerwehr zu alarmieren.
Als die ersten Feuerwehrleute an der Einsatzstelle eintrafen, drang Rauch aus der Wohnung und es waren Flammen zu bemerken. Einsatzleiter Kommandant Dieter Quintus ließ je ein Strahlrohr über eine 3-teilige Schiebleiter und das Treppenhaus vornehmen. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Der Bewohner blieb unverletzt. In dem Appartement und am Treppenhaus entstand vor allem wegen des Rauches nach Einschätzung des Kommandanten erheblicher Sachschaden. Nach Schätzungen der Polizei beträgt der Sachschaden rund 35 000 Euro.
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Letzte Änderung: 2007-09-14 21:21:55

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02. Juli 2006 – Geschickt gefahren und wiederholt gekämpft
18. Juni 2006 – Zwei Kilometer vorm Ziel überholt

02. Januar 2003 – Sturmeinsätze

Am Abend hatte die Freiwillige Feuerwehr zahlreiche Sturmeinsätze zu bewältigen. Neben zahlreichen umgestürzten Bäumen waren auch Gefahren durch Dachziegel und Gerüste zu beseitigen. In der Zasiusstraße flogen Dachziegel von einem Häuserdach und beschädigten parkende Autos. Ziegel, die im Schneefang hängen geblieben waren bargen die Feuerwehr mit Hilfe einer Drehleiter. Eine große Werbetafel musste in Egg demontiert werden, da diese auf die Straße zu stürzen drohte. An der Hussenpassage musste das Fanggerüst der Dachdecker gesichert werden, da sich Teile davon im Sturm gelöst hatten.
Ein Dachziegel durchschlug die Heckscheibe dieses Autos in der Zasiusstraße,… … in der durch den Sturm zahlreiche Ziegel eines Daches gelöst wurden. Fotos: Oliver Hanser

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15. März 2006 – Brand im eng bebauten Hinterhof

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