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Fahrzeug- und Gerätebeschreibungen

Einzelne Fahrzeug- und Gerätebeschreibungen sind keineswegs vollständig. Hervorgehoben werden meist nur Details die von allgemeinem Interesse sind oder eine Besonderheit charakterisieren. Ebenso ist zu beachten, dass die Beladung einiger Fahrzeuge von der aktuellen Norm abweichen, entweder weil sie schon älter oder wegen Konstanzer Besonderheiten anders bestückt sind.

Siehe auch Fahrzeugübersicht.

Weitere Begriffe finden sich im Lexikon; beides soll im Laufe der Zeit zusammengeführt werden.

BezeichnungBeschreibung
DLK 23-12Drehleiter mit Korb, von dort aus fernsteuerbar, 23 m Höhe bei 12 m Ausladung, Maximalhöhe 30 m, am Korb kann auch eine Krankentragehalterung oder ein Wenderohr ("Wasserwerfer") angebracht werden, führt Sprungpolster (anstelle Sprungtuch) mit, für die Einsatzstellenbeleuchtung kann an der Leiterspitze ein Flutlichtstrahler angebracht werden, jede Drehleiter ist mit einem (tragbaren) Generator ausgestattet, moderne Drehleitern - wie 6/33 - werden mit Mikroprozessoren (Computer Controled, CC) gesteuert und überwacht.
MTWMannschaftstransportwagen für 8 Personen, bei uns VW-Busse.
ELW 1 (KdoF)Kommando-Fahrzeug (ehemals Einsatzleitwagen 1), kleines Führungsfahrzeug bei Einsätzen, ähnlich wie MTW.
ELW 1, BMW (KdoF)Kommando-Fahrzeug (ehemals Einsatzleitwagen 1), Kommando- und Dienstwagen des Kommandanten
ELW 1, Astra (KdoF)Kommando-Fahrzeug (ehemals Einsatzleitwagen 1), Fahrzeug für den Brandmeister vom Dienst und für den Vorbeugenden Brandschutz.
ELW 2Einsatzleitwagen 2, Fahrzeug für umfangreiche oder länger dauernde Einsätze, mit zusätzlichen Funkgeräten (Funktisch) und Besprechungsraum, diverse Funk- und Telekommunikationstechnik, ausziehbare Antenne am Heck.
GW-WasserGerätewagen Wasserrettung, Taucher können sich während der Anfahrt umziehen, wird auch bei der Eisrettung verwendet, gemeinsam mit der DLRG beschafft, bestückt und eingesetzt, ausgestattet mit Tauchanzügen- und -geräten für sechs Taucher, Hansa-Board für die Eisrettung, Anhänger mit motorisiertem Schlauchboot.
LF 16-TSLöschgruppenfahrzeug, Besatzung 9 Personen, Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1 600 l/min, Sonderausrüstung: Tank mit 1 200 Litern Wasser, beladen mit Schläuchen, Atemschutzgeräten, Schaummittel, TS 8.
LF 16Löschgruppenfahrzeug, Besatzung 9 Personen, Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1 600 l/min, 800 Liter Wasser, beladen mit Schläuchen, Atemschutzgeräten, Schaummittel, wassergetriebener Lüfter.
LF 8Löschgruppenfahrzeug, Besatzung 9 Personen, Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 800 l/min, beladen mit Schläuchen, Atemschutzgeräten, Schaummittel, TS 8.
LF 8/6neue Generation des LF 8 mit 600l Wassertank, Heckeinbaupumpe, TS 8/8, Hilfeleistungssatz, Beleuchtungssatz, Stromgenerator, Schnellangriff Wasser.
RW 2Rüstwagen 2, Fahrzeug für Technische Hilfeleistungen (Verkehrsunfälle, bei Unwetterschäden, ...), fest eingebauter 15-KVA-Generator, eingebaute Seilwinde, hydraulisches Rettungsgerät (Spreizer, Schere), Beleuchtungszubehör, Motorsäge, Holz, Lichtmast.
WLF 5500Wechselladerfahrzeug, Einsparung teurer Fahrgestelle bei selten benötigten Fahrzeugen, die Beladung wird in Wechselbehältern untergebracht, die an der Einsatzstelle abgesetzt werden und somit das Trägerfahrzeug für weitere Fahrten frei lässt, nicht geeignet als Fahrzeug des ersten Abmarsches.
WAB SchlauchWechselbehälter für Schlauchmaterial, für den Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecke, 1 960 Meter B-Schläuche aneinander gekuppelt, weitere B- und C-Schläuche, Tragkraftspritze (TS 8), feuerwehrtechnische Beladung, als Ersatz für Schlauchwagen (SW 2000) beschafft.
WAB MuldeWechselbehälter Mulde, kann als Kipplaster eingesetzt werden, u. a. ideal beim Abtransport von größeren Mengen Schutt, als Vielzweckladefläche einsetzbar.
WAB Tankdient zur Beförderung von 6000l Wasser, ausgerüstet mit einer fest angeschlossenen TS 8/8, Standrohr, Schlauchmaterial geringen Umfanges sowie C- und B- Strahlrohren. Für Einsatzstellen ohne ausreichende Löschwasserreserven.
Im Vergleich zu einem entsprechenden Tanklöschfahrzeug (TLF 24/48, ca. 530.000 DM) liegen die Beschaffungskosten von rund 50.000 DM und die Unterhaltungskosten erheblich niedriger.
WAB AuffangbehälterWechselpritsche (von Jerg-Ottenbacher, Preis rund 22 000 Mark) mit Auffangbehältern für gefährliche Flüssigkeiten. Es handelt sich hierbei um einen zerlegbaren Auffangbehälter mit einem Volumen von knapp 50 000 l, drei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von je knapp 1 000 l sowie drei Kunststofftanks in Norm-Paletten mit einem Fassungsvermögen je circa 800 l. beschafft. Die Abmessungen des Abrollbehälters sind so gestaltet, dass im aufgesattelten Zustand problemlos bei Bedarf ein Mehrzweckboot mitgeführt werden kann.
TLF 16/25Tanklöschfahrzeug, Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1 600 l/min, 2 500 Liter Wasser, Fahrzeugbesetzung 6 Personen.
TLF 16/24-TrTanklöschfahrzeug mit Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1 600 l/min, 2 500 Liter Wasser, Fahrzeugbesetzung 3 Personen, Ersteinsatzfahrzeug der Ständigen Wache; umfangreiche Zusatzbeladung, wie Lichtmast, Ölbindemittel, Werkzeug.
TLF 1100Tanklöschfahrzeug, auch KleinTLF genannt, Pumpe für Hoch- (40 bar) und Normaldruck (8 bar), 1 100 Liter Wasser, 100 Liter Schaummittel, ursprünglich für Brände in Tiefgaragen (Augustinerplatz) beschafft, bewährt sich inzwischen bei folgenden Einsatzarten: Brände im linksrheinischen Stadtgebiet, Notöffnungen, Verkehrsunfällen, Fahrzeugbränden. Wegen seiner auffallenden Silhouette im Feuerwehrjargon auch "Krokodil" oder "Sammy" genannt.
VRWVorausrüstwagen, zur Technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, mit hydraulischem Rettungsgerät (Spreizer, Schere, Stempel); wird in Konstanz zusammen mit dem TLF 1100 als taktische Einheit bei Verkehrsunfällen eingesetzt.
Klein-LkwKleinlastwagen, im Gegensatz zum AB-Mulde hat dieser Lkw eine ebene nach drei Seiten abkippbare Ladefläche.
GW-AS/MessGerätewagen für Atemschutz und Messtechnik, für Einsätze mit einem hohen Bedarf an Atemschutzgeräten, für chemische oder atomare Unfällen (Gefahrgut) mit den erforderlichen Messgeräten ausgestattet, Ergänzung zum GW-G.
GW-GGerätewagen Gefahrgut, für Unfälle mit chemischen oder radioaktiven Stoffen, beladen mit Schutzanzügen, Pumpen, Auffangbehältern, Ergänzung zum GW-AS/Mess.
Lkw-Öl/See (GW-T)Gerätewagen Transport (speziell für die Ölwehr), Kran, ebene Pritsche mit Kleincontainern, Ölbindemittel, ölwehrtechnische Beladung, steht einsatzbereit beladen und führt auf einem Trailer eines der MZB mit, durch den Kran auch für Bergungseinsätze geeignet.
MZB auf TrailerMehrzweckboot auf Trailer (Anhänger), für Ölwehreinsätze und Menschensuche auf dem See, Anschluss einer Tragkraftspritze (TS 8) ist möglich.
ÖlsperrenanhängerAuf zwei Trommeln werden je 10 zusammengekuppelte Ölsperren á 10 Meter befördert. Diese werden von der Trommel abgezogen und auf Gewässern zum Eingrenzen von auf dem Wasser schwimmenden Schadstoffen, in erster Linie Mineralöl, eingesetzt.
RW 2/ÖlRüstwagen 2 für die Ölwehr, kleiner 1-Tonnen-Kran, Generator, ölwehrtechnische Beladung, zum Einsatz des Sanimat erforderlich.
SanimatLeichtflüssigkeitsabscheider für die Ölwehr: In der Kammer setzt sich das mit Mineralöl kontaminierte Wasser nach oben ab, das saubere Wasser bleibt im unteren Bereich und kann dort abgepumpt werden, zum Betrieb sind der RW 2-Öl bzw. Teile seiner Beladung erforderlich.
Feuerlöschboot (FLB)
Feuerlöschboot (FLB)
Foto: Martin U. Scheerer
Das 23 Meter lange Schiff wurde aus Beständen der DDR gekauft. Es wurde - ebenso wie das Friedrichshafener Schwesterschiff dem Stand der Technik angepasst und dient der Sicherstellung des Brandschutzes, der Menschenrettung und Reinhaltung des Gewässers. Organisatorisch ist es der Ölwehr zugeordnet. Sein Liegeplatz ist beim Rheinstrandbad an der Spanierstraße. Am 16. September 1995 wurde das FLB anlässlich des Umwelttages auf den Namen "LBD Heinz Schäfer" getauft.
Während den Sommermonaten patrouilliert das Feuerlöschboot an Wochenenden auf dem Untersee bis Stein am Rhein und auf dem Obersee bis Kreßbronn. Im Wechsel mit Friedrichshafener Kollegen wachen mindestens vier Feuerwehrangehörige (Schiffsführer, Maschinist und zwei "Matrosen") als Besatzung über die Sicherheit von Tausenden Menschen auf dem See. Ihre Aufgabe ist die Menschenrettung bei Unfällen und Bränden sowie die Brandbekämpfung und Hilfeleistung in Unglücksfällen. Bei aufkommendem Sturm patrouilliert das FLB in Abstimmung mit der Wasserschutzpolizei in einem Seeabschnitt, um vom Sturm überraschten Schiffen zur Hilfe kommen zu können.
Die beiden Schiffe wurden 1973 gebaut in der VEB Yachtwerft Berlin-Köpenick und in Ost-Berlin stationiert. Dort hatten sie die Bezeichnungen FLB 23-5 (heute das Konstanzer) und FLB 23-6 (heute das Friedrichshafener).
Mehr Infos zu den ehemaligen DDR-Feuerlöschbooten gibt es unter:
FLB 23-1 - Das Löschboot der Jugendfeuerwehr Hamburg oder FF Hamburg-Stellingen und "Jugendfeuerwehr" - "Löschboot" auswählen.
Siehe auch FLB aus Werft zurück und FLB in alter Farbgebung.
SÖGSelbstfahrendes Ölfang-Gerät, ein Spezialboot zur Ölschadensbekämpfung auf dem Bodensee. Verfügt über verschiedene Aufnahmemöglichkeiten für Mineralöle beziehungsweise deren Gemische mit Bindemittel. In Tanks, die sich in den beiden Rümpfen des Katamarans befinden, kann aufgenommenes Öl zwischengelagert werden.
Neben dem Konstanz sind in Friedrichshafen und Lindau zwei weitere SÖG stationiert. Das Lindauer verfügt über einige Ausstattungsmerkmale nicht; so fehlt zum Beispiel der Monitor.
Am 04. Mai 2001 wurde das SÖG in die Werft gebracht. Die Rückkehr erfolgte am 17. August 2001.
FunkmeldeempfängerSeit dem Jahr 1995 werden die Feuerwehrangehörigen ausschließlich über Funkmeldeempfänger (Feuerwehrjargon: "Piepser") alarmiert. Alle Angehörigen der Wehr sind mit tragbaren Geräten ausgerüstet. Neben einigen Geräten vom Typ "Pageboy II", die lediglich auf einer Schleife kodiert werden können, werden Geräte vom Typ Bosch FME 85 (2-Schleifen-Geräte) sowie Bosch FME 86 (4-Schleifen-Geräte) und zahlreiche neue Geräte der Typen "Swissphone Memo" bzw. Bosch FME 87 (4-Schleifen-Geräte), die im Rahmen einer kreisweiten Beschaffungsaktion gekauft wurden, verwendet. Mehrschleifengeräte sind für solche Feuerwehrangehörige erforderlich, die nicht nur in ihrem Löschbereich zu Brandeinsätzen, sondern in den Sondereinheiten Ölwehr oder Gefahrgutzug aktiv sind bzw. zu technischen Hilfeleistungen alarmiert werden. Einige Führungskräfte können über eine sogenannte Kommandoschleife oder über Personenruf alarmiert werden.
Funkmeldesystem (FMS)Mit dem FMS kann der Sprechfunkverkehr der Feuerwehren im Landkreis Konstanz stark reduziert werden. Als Ergänzung wurde ein PC beschafft, der die Verarbeitung der FMS-Signale übernimmt und an den Einsatzleitrechner übergibt. Die bisher in den Fahrzeugen verwendeten Hörer wurden durch solche mit einer speziellen Tastatur ersetzt. Derzeit wird dieses System im ganzen Landkreis eingeführt. 160 Fahrzeuge kommunizieren dann mit digitalen Datentelegrammen mit der Leitstelle Konstanz in Radolfzell.
So reicht ein Druck auf eine Taste und in Sekundenbruchteilen ist das Signal übertragen, ausgewertet (nach Herkunft und Fahrzeugtyp) und im Einsatzleitrechner mit der Uhrzeit eingetragen. So entsteht automatisch ein Einsatzprotokoll, das nur noch durch Lagemeldungen ergänzt werden muss.

Siehe auch Fahrzeugübersicht.

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