Fontainebleau 2000 - Triathlon
Fontainebleau 2000
Fontainebleau 2000 - Triathlon - Bildergalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)
Fotos von der Ankunf, den Feierlichkeiten und dem Rahmenprogramm in einer eigenen Bildergalerie. (ACHTUNG: Längere Ladezeit)
Freitag, 9. Juni 2000
Der Schlaf scheint Wunder gewirkt zu haben. Die Athleten haben beschlossen, dass sie die rund 42 Kilometer lange Laufstrecke von Port-sur-Yonne nach Fontainebleau in kürzerer Zeit als ursprünglich geplant hinter sich bringen. Nach einem Frühstück werden sie von Sens nach Port-sur-Yonne gebracht, wo gestern die Rad-Etappe endete. Sie starten um 4.10 Uhr morgens anstatt schon um 3 Uhr. Mit frischen Kräften geht's los.
Obwohl es schnell sehr heiß wird, sind die vier Läufer bestens drauf. Bernd Mau, der aus Solidarität auf das Rad gestiegen war, läuft nicht mit. Bald trennen sie sich. Jeder geht sein individuelles Tempo. Schade für Bernd Oser, dass er Probleme mit den Knien bekommt und seine gewohnte Schnelligkeit nicht erreichen kann.
So trifft Stefan Nauroth als erster schon um 8.10 Uhr in Fontainebleau ein. Nacheinander laufen Peter Eisenhauser, Bernd Oser und als letzter, aber nicht weniger erfolgreich, Sven Reuter um 10.10 Uhr ein.
Herzlichen Glückwunsch für diese tolle Leistung. Sie haben es geschafft, die Strecke Konstanz - Fontainebleau in weniger als 48 Stunden im Triathlon zu bewältigen. Ein besonderer Glückwunsch geht an das Geburtstagskind Peter Eisenhauer zu seinem 52sten.
Seitenanfang
Donnerstag, 8. Juni 2000
Um 0.45 Uhr ist für den an Durchfall erkrankten Wolfgang Foyer der Triathlon zu Ende. Am späten Abend hatte er für kurze Zeit pausiert und sich anschließend wieder aufs Rad gesetzt. Da der Durchfall nicht nachlässt und das Gesamtbefinden schlechter wird, gibt Foyer kurz nach Mitternacht auf. Bernd Mau, der eigentlich als Mechaniker dabei ist, schwingt sich als Ersatzmann auf das Fahrrad, damit die Truppe der Aktiven wieder aus fünf Mann besteht.
Insgesamt verlaufen die Nacht-Etappen sehr gut. Der Himmel ist klar, daher sinken die Temperaturen bis auf 7°C. Es gibt hin und wieder leichte Nebelbänke, die aber zum Glück keine große Behinderungen bringen. Die auf etwa eine halbe Stunde ausgelegten Pausen werden gekürzt, damit die Sportler nicht auskühlen.
Die Straßen sind meistens gut zu befahren, manchmal jedoch sehr holprig. Vorbeipreschende Lastwagen tragen nicht zum Gefühl der Sicherheit bei. Um 6 Uhr morgens sind 316 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt. Die vierte Verpflegungsstation liegt hinter ihnen. Es gab reichlich Gulasch mit Nudeln, zum Trinken Pfefferminztee. Unterwegs wird der Flüssigkeitshaushalt mit isotonischen Getränken oder Früchtetee ausgeglichen. Die Triathleten sind ihrem Zeitplan über anderthalb Stunden voraus. Technische Pannen hat es bis dahin nicht gegeben. Die Stimmung ist unter der Mannschaft, mit einer verständlichen Ausnahme, gut.
Um 14.40 Uhr starten die fünf Radler zur letzten Tagesetappe. Bis zu dieser letzten Verpflegungsstation sind 496 Kilometer zurückgelegt. Langsam bekommt die Mannschaft die Müdigkeit zu spüren. Nichtsdestotrotz ist die Stimmung ungebrochen hervorragend. Obwohl bisher vier starke Steigungen zurückgelegt sind, haben die Triathleten einen 2 Stunden Vorsprung gegenüber der Planung herausgefahren. Teilweise wird ein Schnitt mit 40 km/h gefahren. Auch die "Bullenhitze" - trotz einem leichten kühlen Wind - kann die Motivation nicht brechen. Erfreulich, dass es bis 15 Uhr keine einzige technische Panne gegeben hat.
Thomas Riehle schnappt sich zu aller Gaudi tagsüber eines der Ersatzräder und radelt etwa 40 Kilometer weit mit. Irritation gibt es kurz vor einer geplanten Verpflegungsstellen: an einer Abzweigung entscheidet sich der eine Teil für links, der andere für rechts. Nach kurzer Konfusion und der darauf erfolgten raschen Lageerkundung wird die richtige "Einsatzstelle" ausgemacht.
Zwei Personen aus der Begleitmannschaft sollen unbestätigten Gerüchten nach einen Kurs in "Wie schließe ich eine Gasflasche an" erhalten. Der eine von ihnen ist Elektriker, der andere bekleidet in der Konstanzer Feuerwehr einen relativ hohen Rang. Sie wurden dabei ertappt, wie sie die beiden Kochstellen an der Propangasflasche anschließen wollten. Dies geschieht über einen 3-fach Verteiler, deren Abgänge mit je einem Zünder ausgestattet sind. Damit überhaupt gezündet werden kann, muss vorher ein Sicherungsknopf betätigt werden. Nachdem die beiden vorgenannten einen Hilferuf ausstießen "Der Verteiler ist kaputt!", eilte der extra mitgeführte Installateur herbei, und klärte souverän die Situation, indem er einfach den Sicherungsknopf betätigte.
Kurz nach 17 Uhr erreichen die Triathleten Port-sur-Yonne, müde und glücklich. Wie abgesprochen, holen die Inliner die Räder ab und bringen diese nach Fontainebleau. Anschließend fahren die Triathleten zurück nach Lens und nächtigen im Feuerwehrgerätehaus. Dort richten sie auf Gymnastik-Matten ihr Lager ein. Nach dem Duschen und Essen geht's ab ins Bett. Kurz nach 20 Uhr sind alle Sportler in der Falle; um 2 Uhr - mitten in der Nacht - heißt es "aufstehen!"
Insgesamt 563 Kilometer sind mit dem Rad zurückgelegt worden. Dafür haben sie 20,21 Stunden reine Fahrzeit - also ohne die Pausen - benötigt. Daraus errechnet sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,9 km/h. Es hat keine technische Panne gegeben!
Seitenanfang
Mittwoch, 7. Juni 2000
|
|
Die Triathleten kurz vor dem Start: Stefan Nauroth, Bernd Oser, Sven Reuter, Wolfgang Foyer und Peter Eisenhauer (v.l.n.r.).
|
Punkt 12 Uhr mittags springen die 5 Schwimmer beim Liegeplatz FLB in den kühlen Seerhein. Gut geschützt durch Neopren-Anzüge und mit Flossen bewaffnet geht es los. Ein Mehrzweckboot, an Bord auch der Kameramann des see-tv, begleitet die Schwimmer über die 8 Kilometer Strömung abwärts bis Ermatingen. Gleich nach der Fahrradbrücke muss das Motorschiff "Munot" aus seinem üblichen Fahrwasser ausscheren und die Sportler mit ihrem Begleitboot, das mit Blaulicht Vorrang genießt, vorsichtig umfahren.
Das Wasser ist optimal, alles verläuft bisher einwandfrei, berichtet Klaus Koch, als der letzte Triathlet um 14.15 Uhr an Land steigt.
Kurze Zeit später geht es weiter auf den Fahrrädern. Etwa alle 3 Stunden, was einer Distanz von rund 80 Kilometern entspricht, wird pausiert. Nach 21 Uhr erreicht uns wieder ein Zwischenbericht. Der 2. Rastplatz ist erreicht. In Wittersdorf, so heißt der Ort, gibt's Spaghetti mit Hackfleischsoße. "Wir liegen optimal im Zeitplan", lautet Klaus Kochs Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse.
Unangenehm ist der Aufenthalt für einen der Triathleten auf dem Rad geworden: Er leidet an einer unangemessenen Verdünnung seines Stuhlgangs. Durch geeignete Medikamente, die ihm zwischenzeitlich verabreicht wurden, hofft das Team auf seine Besserung. Bisher hat jener sich nicht von sein Rad getrennt, sondern er fährt weiter.
Seitenanfang

Webmasters EMail und Homepage.
|