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Die Höhenrettungsgruppe

Die Ausrüstung mit Rollcontainern vor dem (bisherigen) Transportfahrzeug.

(hwr) Die Höhenrettungsgruppe wurde im Jahr 1998 gegründet, um auch unter extremen Bedingungen retten zu können. In unwegsamem Gelände oder außerhalb der Reichweite einer Drehleiter muss die Feuerwehr in der Lage sein, Menschen in Not helfen zu können, ohne hierbei das Leben oder die Gesundheit der Einsatzkräfte zu gefährden. Die herkömmliche Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehren ist hierfür nicht geeignet. Daher kommt bei der Höhenrettung Material aus der Bergrettung zum Einsatz. Im Laufe der vergangenen fünf Jahre haben die Höhenretter ihre Personalstärke kontinuierlich ausgebaut und weitere Einsatzkräfte ausgebildet. Erfahrungsaustausch mit anderen Höhenrettungsgruppen und Lehrgänge in verschiedenen Ausbildungseinrichtungen rundeten das Ausbildungsprogramm ab. Ergänzungen der Ausrüstung führten zu ständig erweiterten Einsatzmöglichkeiten der Einheit.

Abseilübung mit der Trage.

Organisatorisch ist die Höhenrettungsgruppe dem Rettungszug der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz zugeordnet. Der Rettungszug ist eine Ausbildungseinheit, in der Feuerwehrangehörige intensiv das Retten von Personen aus verschiedenen Lagen, den Einsatz von Leitern und Atemschutzgeräten üben. Die Rettung aus Höhen und Tiefen sowie der Einsatz an absturzgefährdeten Objekten rundet das Spektrum ab.

Das sichere Abseilen ist ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Rettung.

Im Zuge der Indienststellung eines neuen Löschfahrzeuges konnte für die Einsätze der Höhenrettungsgruppe kürzlich ein geländegängiges Fahrzeug bereit gestellt werden, das bis zu diesem Zeitpunkt für den Einsatz bei der Verkehrsunfallrettung verwendet wurde. Damit können die Höhenretter nun auch in unbefestigtem Gelände näher an das Einsatzgebiet heranfahren und damit ihre Eingriffszeiten verkürzen. Auch die Verladung der bisher in Rollcontainern bereitgestellten Gerätschaften ist damit hinfällig geworden.

Die Höhenretter sind mit Sitz- und Brustbund ausgerüstet. Sie tragen keine Feuerwehr-Einsatzjacke, sondern praktische Overalls. Gegen Steinschlag und Verletzung der Finger schützen sie sich mit Plastikhelmen und speziellen Bergsteiger-Handschuhen.

Typisches Einsatzszenario für die Höhenrettungsgruppe: Rettung einer Person vom Baukran. Fotos: Hendrik Roggendorf

Zum Einsatz kommen Statik- und Dynamikseile mit einer Zugkraft von 3,5 kN. Bandschlingen und Karabinerhaken halten eine Last von 2 500 kg. Statikseile kommen beim Abseilen unter Dauerlast zum Einsatz. Dynamikseile haben eine größere Dehnbarkeit und dienen daher der Absturzsicherung, etwa beim Besteigen eines Kranauslegers oder einer Gelände-Steilstelle.

Neben dem im Feuerwehrdienst allseits bekannten Rollgliss führt die Höhenrettungsgruppe stets eine Schleifkorbtrage mit. In dieser können verletzte Personen entweder im Gelände besser transportiert oder aus Höhen abgeseilt werden.

Höhenrettungseinsatz auf dem Baukran


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