Die Löschbereiche, ihre Züge und Gerätehäuser
Löschbereiche werden zum Teil nach natürlichen Grenzen (Seeufer, Rhein) oder als isolierte Stadtteile (z. B. Litzelstetten) definiert. Die anderen Trennungslinien bilden markante Straßenzüge. Die Aufteilung in Löschbereiche ermöglicht eine Aufteilung des Stadtgebiets in Zuständigkeitsbereiche für die einzelnen Züge; So kann bei einer Einsatzmeldung ohne Schwierigkeiten der zuständige Zug alarmiert werden.
Zum anderen gestattet diese Aufteilung die Zuordnung der einzelnen Feuerwehrangehörigen zu den jeweiligen Zügen nach dem Wohnort. Dies erlaubt bei Alarm möglichst kurze Anfahrtswege zu den Gerätehäusern. Zudem ergibt sich in der Regel eine bessere Ortskenntnis im eigenen Löschbereich. Die Aufgabenstellung in den Löschbereichen und für die Züge 1 bis 9 ist im Wesentlichen gleich.
Bei Brandeinsätzen werden immer die jeweiligen Mannschaften der Löschbereiche alarmiert. Bei Technischen Hilfeleistungen (z. B. Verkehrsunfall) kommt speziell geschultes Personal aus den Löschbereichen Altstadt oder Petershausen zum Einsatz. Bei Einsätzen auf dem See, Gefahrgutunfällen oder Wasserrettungen wird extra ausgebildetes Personal der Sondereinheiten alarmiert.
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Eine inzwischen historische Aufnahme: Die "Eckhauber"-Flotte vor dem Gerätehaus Schulhaißstraße mit LF 16-TS, DL 30 und TroTLF 16. Das LF ist inzwischen verschrottet, die DL 30 wurde an eine Gebäudereinigungsfirma und das TroTLF in den Sudan an den Khartumer Flughafen verkauft. Foto: Hans-Jürgen Oexl.
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Altstadt
Dieser Löschbereich umfasst das gesamte linksrheinische Stadtgebiet bis zur Grenze. Die Züge 1 und 2 sind dort zugeteilt. Im Alarmfall besetzen sie die Fahrzeuge des Gerätehauses Schulthaißstraße. Dort sind auf vier Stellplätzen ein Kommandowagen (KdoW), ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) und eine Drehleiter (DLK 23-12) untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich zudem Sanitärräume und ein Umkleideraum. Ein Mannschaftsraum im ersten Obergeschoss rundet das Raumprogramm ab. ===> Foto-Galerie
Petershausen
Blick auf die Feuerwache am 6. Juli 1982.
Schematische Fahrzeugaufstellung in der Fahrzeughalle.
Dieser Löschbereich umfasst neben dem Ortsteil Petershausen auch das Industriegebiet. Die Züge 3 und 6 sind dort zu Hause. Im Alarmfall besetzen sie die Fahrzeuge der Feuerwache in der Steinstraße. Hier arbeiten auch die Angehörigen der Ständigen Wache. Gebaut wurde die Feuerwache 1967 und löste die damalige Wache am Stephansplatz ab. Die Fahrzeughalle wurde im Jahr 1997 um zahlreiche Stellplätze im Erdgeschoss sowie Räume im Kellergeschoss erweitert. Es gibt hier neben den Fahrzeugen und dem Schlauchturm weitere Einrichtungen:
Keller
Schlauchwaschanlage mit Bestückungseinrichtung für den Schlauchturm, die Armaturenwerkstatt, Lagerräume, Atemschutzwerkstatt, Schutzanzug-Werkstatt, Trainingsraum, Mannschaftsraum.
Erdgeschoss
Zentrale (Notrufe, Funkverkehr, EDV-Plätze, Telefon, etc.), Fahrzeughalle mit einem Fahrzeugwaschplatz, die Kfz-Werkstatt mit zwei Stellplätzen, Aufenthaltsbereich mit Küche.
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Die Feuerwache in der Steinstraße aus der Luft gesehen. Foto: Oliver Hanser
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Obergeschoss
Großer Saal, drei Unterrichts- und Aufenthaltsräume (zwei davon werden gemeinsam mit der Theodor-Heuss-Realschule genutzt), die Büros, die Funkwerkstatt und ein EDV-Raum, ein Abstellraum und die Kleiderkammer.
Fahrzeuge
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Das Feuerlöschboot (FLB) in voller Fahrt. Foto: Bernd Oser.
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Zwei Tanklöschfahrzeuge (TLF 1100 und TLF 16/24-Tr), Drehleiter (DLK 23-12 CC), zwei Löschgruppenfahrzeuge (LF 16/12, LF 8), Rüstwagen (RW 2), Wechselladerfahrzeug (WLF) mit Abrollbehälter Schlauch (AB-Schlauch), AB Pritsche, Gerätewagen-Wasserrettung (GW-Wasser) mit Schlauchboot auf Trailer, GW-Transport mit Mehrzweckboot (MZB) auf Trailer, Mannschaftransportwagen (MTW), Werkstattwagen, Wasserwerfer-Anhänger, Tiertransportanhänger, Systemanhänger für Rollcontainer, ABC-Erkundungsfahrzeug, GW-Gefahrgut, Kommandowagen (KdoW) und Transport-Lkw (GW-T Öl), Lkw mit Ladebordwand, und Einsatzleitwagen (ELW 2).
Sonstiges
Im weiteren Sinne gehören auch die Liegeplätze bei der Neuen Rheinbrücke (FLB) und am Yachthafen Seestraße (SÖG) zu diesem Löschbereich.
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Blick in die Zentrale.
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Der Arbeitsplatz Brandmeldeanlagen in der Zentrale Steinstraße. Fotos: Martin U. Scheerer
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Wollmatingen
Dieses Gebiet schließt sich an den Löschbereich Petershausen Richtung Westen an. Das Gerätehaus mit sieben Stellplätzen befindet sich an der Litzelstetter Straße Ecke Benedikt-Bauer-Straße. Der Neubau ist im Juli 2001 eingeweiht worden. Neben einem LF8 (LF 16-TS) steht ein MTW zur Verfügung. Im Haus sind auch Fahrzeuge und Geräte der Ölwehr untergebracht. Das sind RW 2-Öl, Ölsaminat (bis 2010), Mehrzweckboot, das zweite Wechselladerfahrzeug mit AB-Wasser und AB-Auffangbehälter sowie die historische Drehleiter. In einem Lagerraum im ersten Obergeschoss befindet sich ein Lager. Die WAB Container und Mulde sind derzeit ebenfalls in Wollmatingen untergebracht.
Allmannsdorf
Dieser Löschbereich ist die Heimat des 8. Zuges und schließt sich Richtung Norden an den Löschbereich Petershausen an. Er umfasst neben Allmannsdorf auch Staad und Egg. Das Gerätehaus bezogen sie 1956 in der Nestgasse. Es wurde 1727 das erste Mal urkundlich erwähnt. In der achtziger Jahren renovierte der 8. Zug das Haus zusammen mit der Jugendfeuerwehr und den Allmannsdorfer Vereinen. Untergestellt sind dort ebenfalls ein LF 8 und ein MTW auf einem Stellplatz. Neben einem Unterrichts- und einem Aufenthaltsraum ist dort die Werkstatt der Jugendfeuerwehr untergebracht.
Litzelstetten
Der Löschbereich umfasst zunächst die geographische Gemarkung Litzelstetten. Zum Löschbereich Litzelstetten gehört auch die Insel Mainau. Der 4. Zug hat im Kuckucksweg sein Gerätehaus. Dort stehen ein LF 8/6 und ein MTW auf zwei Stellplätzen.
Siehe auch: Ein Dorf und seine Wehr
Dingelsdorf
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Dettingen
Der 9. Zug bildet die Mannschaft im Löschbereich Dettingen zu dem auch Wallhausen gehört. Ein TLF 16/25, ein LF 8 und ein MTW stehen im Gerätehaus in der Kapitän-Romer-Straße. Das Gerätehaus verfügt über drei Stellplätze. Der Stellplatz für den MTW konnte durch die Nutzung einer von der Polizei bis zu diesem Zeitpunkt genutzten Garage gewonnen werden. Die Ausfahrt für den MTW ist jedoch so eng, dass das Fahrzeug nur mit eingeklappten Spiegeln in die Halle gefahren werden kann.
Die Zugführer der Züge und Sondereinheiten
Amtsperiode: 2008 bis 2012
| Einheit | Zugführer/in | Stellvertreter/in |
| 1. Zug | Andreas Knäble | Matthias Hirt |
| 2. Zug | N. N. | Markus Fischer |
| 3. Zug | Hans-Jürgen Oexl | Andreas König |
| 4. Zug | Winfried Romer | Edgar Weiß |
| 5. Zug | Arthur Merk | Andreas Wilhelm |
| 6. Zug | Lars Chudzisnki | Albert Liebe |
| 7. Zug | Thomas Reuter | Reinhard Seifer |
| 8. Zug | Müllner Michael | Thorsten Ketterer |
| 9. Zug | Berthold Riedle | Andreas Schwabedissen |
| Ölwehr | Helge Hamann | Sven Reuter (bis Ende 2009), Bend Oser (ab Februar 2010) |
| Gefahrgutzug | Klaus-Peter Wehner | Carsten Stiebler |
| Rettungszug | Klaus Mirsch | Thomas Noll |
| Führungs-Gruppe | Hendrik Roggendorf | Thomas Irmer |
| Spielmannszug | Michael Koch | Dirk Mutter |
| Altersabteilung | Konrad Schatz | Erich Cramer |
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