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2003
30 Berichte
31. Dezember 2003 – Für den Fall der Fälle
13. Dezember 2003 – "Feuerwehr-Rambo" im Limboschritt
11. Dezember 2003 – 2. Funklehrgang 2003
09. Dezember 2003 – Klagen über "Feuerwehr-Rambos"
06. Dezember 2003 – "Médaille pour mérite exceptionnel" verliehen
30. Oktober 2003 – Sicherheit in Kellerlokal verbessert
25. Oktober 2003 – Spontane Einladung in den Gemeinderat
17. Oktober 2003 – Maschinistenlehrgang
04. Oktober 2003 – Im Trüben gefischt
20. Juli 2003 – Spannendes Duell zwischen Prag und Tábor
10. Juli 2003 – Sicherheitstest für Kellerlokale
05. Juli 2003 – Spielmannszug errang Pokal beim Landeswertungsspiel
05. Juli 2003 – "Tiere aus Gehege ausgebrochen"
28. Juni 2003 – Beim Wettkampf erfolgreich
24. Juni 2003 – Trockene Witterung lässt Gefahr von Flächenbränden steigen
21. Juni 2003 – Feuerwehr gegen Sonnenbrand
19. Juni 2003 – Feuerwehr-Express absolviert erste Deutschland-Fahrt
17. Juni 2003 – Kühles Nass für trockene Natur
14. Juni 2003 – Fahrzeugschau und Vorführungen auf der Marktstätte
14. Juni 2003 – Feuerwehr stellt Fahrzeug-Neuheiten vor
05. Juni 2003 – Jugendfeuerwehr reist nach Fontainebleau
15. Mai 2003 – Vorführungen und Info-Stand bei der GEWA
14. Mai 2003 – Spraydosenexplosionskäfig erfolgreich getestet
10. Mai 2003 – Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz im Geschichtsschulbuch
17. April 2003 – Das verflixte 65. Jahr
31. März 2003 – "Abschied" vom LF 16
05. Februar 2003 – Frank löscht Sparflamme
29. Januar 2003 – Wieder einfacher Feuerwehrmann
07. Januar 2003 – 100 000ster Besuch auf der Homepage
01. Januar 2003 – Neuer Stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart



31. Dezember 2003 – Für den Fall der Fälle

Silvester: Für die einen eine Riesen-Fete, für die anderen ein beinahe alltäglicher Arbeitstag

(as) Silvester ist für die meisten Menschen ein besonderer Festtag, denn mit Partylaune wird das alte Jahr verabschiedet und das neue Jahr willkommen geheißen. Doch gibt es auch viele, die an diesem Tag auf Festivitäten verzichten und stattdessen arbeiten. Und dies nicht zuletzt im Dienste des Nächsten.
Dieter Uecker arbeitet an Silvester in der Zentrale der Feuerwache in der Steinstraße.
"Gestiefelt und gespornt" (v.l.): Thomas Riehle, Helge Hamann und Dieter Uecker arbeiteten von Silvester bis zum Neujahrsmorgen. Fotos: Aurelia Scherrer
In der Feuerwache in der Steinstraße taten in der Silvesternacht die Hauptamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr ihren Dienst. Von 7 Uhr morgens des letzten Tages des alten Jahres bis um 8 Uhr am Neujahrsmorgen hielten Dieter Uecker, Helge Hamann und Thomas Riehle die Stellung. Ihnen machte es nichts aus, auf eine Party zu verzichten. "Sonst hätte ich den Beruf nicht wählen dürfen", konstatierte Uecker, der bereits seit sechs Jahren zu den hauptamtlichen Kräften zählt und an diesem Abend als Zentralist eingesetzt war. "Es ist ein Tag wie jeder andere, nur dass wir mit einem verstärkten Notrufaufkommen rechnen."
Doch am frühen Silvesterabend herrschte noch Ruhe in der Feuerwache. Dafür hatten die drei Herren schon Besuch vom Leiter des Personalamtes. "Er kommt immer an Heiligabend und an Silvester bei uns vorbei", überbringt Glückwünsche und für jeden ein Präsent, das ist eine liebgewordene Tradition, die bei den Feuerwehrleuten hoch geschätzt wird, berichtete Thomas Riehle. Auch wenn es im Prinzip ein ganz normaler Arbeitstag war, hatten sich die drei Feuerwehrmänner doch etwas Besonderes einfallen lassen. Sie gönnten sich ein gemeinsames Abendessen in Form eines Raclette. Bei der Feuerwehr gibt es eine weitere Tradition: Wenn nicht gerade ein Einsatz läuft, dann wird nach Mitternacht zum Telefon gegriffen, um anderen Dienststellen, wie Polizei und Rettungsdienst, ein gutes Neues zu wünschen.
Nach 19 Uhr saß Rettungsassistent Florian Bernet noch im Büro des Malteser Hilfsdienstes in der Friedrichstraße. Eigentlich hätte er schon Dienstschluss gehabt, aber er hatte noch "Papierkram" zu erledigen. Anschließend ging es nicht auf eine Fete. Bernet hatte Rufbereitschaft bis zum Neujahrsmorgen um 8 Uhr, an den sich gleich der normale Dienst anschloss. So besuchte er seinen Kollegen Dominik Steck, der in nächster Nähe zur Friedrichsstraße wohnt. Dies fand Florian Bernet recht praktisch, denn wenn der Funkmeldeempfänger alarmieren würde, wären sie schnell bei ihrem bereitstehenden Rettungswagen. "Die Rufbereitschaft hat sich über Jahre bewährt", so Bernet. Wenn alle Fahrzeuge des DRK im Einsatz sind, wird der Malteser Hilfsdienst angefordert.
Der Partyverzicht macht Florian Bernet nichts aus. Ihm bereitet die Arbeit Freude, denn "man kann den Menschen helfen und die Malteser sind ein netter Haufen; ich habe sehr nette Arbeitskollegen". Die findet er nicht nur beim Malteser Hilfsdienst, denn am Silvesterabend besuchten Bernet und Steck auch die Kollegen beim DRK.
Auch auf der Allmannshöhe in der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) wurde gearbeitet. Das Aufgabenspektrum ist vielfältig. Ein wichtiger Arbeitsbereich ist das Bearbeiten und Aufklären von elektromagnetischen Unverträglichkeiten, insbesondere Funkstörungen aller Art. Gerade im Bereich Prüf- und Messdienst ist die Außenstelle Konstanz wegen des geleisteten Nacht- und Wochenenddienstes äußerst wichtig. Sieben Standorte in Deutschland verfügen über einen Prüf- und Messdienst, von denen nur drei Nacht- und Wochenenddienste leisten. "Funkstörungen bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst haben höchste Priorität", erläuterte Roland Effinger, der am Silvesterabend Dienst tat.
"Störungen sind nicht vorhersehbar", stellte Effinger fest. Jeder Tag stecke voller Überraschungen. Für die Mitarbeiter der RegTP gelte es, auftretende Störungen zu orten, eine Interimslösung zu finden und die Störung rasch zu beheben, um einen reibungslosen Funkverkehr zu gewährleisten. Mit Hilfe fernbedienbarer Messgeräte "können wir schon mal sehen, was auf der Frequenz los ist". Mit viel Geduld und Beharrlichkeit und beinahe detektivischem Gespür werde der Ursache auf den Grund gegangen und das Problem, zum Teil direkt vor Ort, gelöst. Normalerweise ist die RegTP-Aussenstelle Konstanz für Baden-Württemberg zuständig. "An Feiertagen wie auch an Silvester sind wir unter anderem zusätzlich für Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie die neuen Bundesländer mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern zuständig", so Effinger.

13. Dezember 2003 – "Feuerwehr-Rambo" im Limboschritt

Foto: Hendrik Roggendorf
(hwr) Wie traditionell seit Jahren schon nahm die Freiwillige Feuerwehr Konstanz mit einer Delegation auch am diesjährigen Schlussabend der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzlingen teil. Dabei wurde der Konstanzer Kommandant Klaus Dieter Quintus im Unterhaltungsteil mehrfach gefordert. Gemeinsam mit einem Kreuzlinger Kameraden galt es zunächst, mit spärlichen Insignien als Schweizer maskiert, ein Alphorn-Echo zu intonieren. Zum Erstaunen der Konstanzer Delegation wie auch der Gastgeber gelang es ihm tatsächlich, dem Instrument Töne zu entlocken. Doch damit nicht genug: Unter fachkundiger Anleitung von Alleinunterhalter Markus Salin galt es für den 1,98 Meter langen Kommandanten anschließend, eine Limbo-Polonäse unter einem Alphorn hindurch durch den Saal anzuführen. Im "Schlepptau" dabei: Der Kreuzlinger Stadtrat Gerry Lehmann, Kommandant Werner Ilg sowie eine ganze Reihe von Angehörigen der Kreuzlinger Wehr.
Die "Samichläuse" wussten später nicht nur von Fehltritten der Kreuzlinger Kameraden, sondern auch von der Beilattacke des Konstanzer Kommandanten auf einen verkehrsbehindernd abgestellten Geldtransporter auf der Konstanzer Marktstätte zu berichten.
Dabei zeichnete sich bei den Kreuzlinger Kameraden ein Generationswechsel der besonderen Art ab: Fourier Bruno Frey nahm mit der Soldauszahlung 2003 seine letzte Amtshandlung vor. Sein Amt gibt er zum Jahresende altershalber an Rene Senn ab, der sich künftig um die Sekretärs- und Verwaltungsaufgaben der Feuerwehr kümmern wird. Bruno Frey, der seit über vierzig Jahren der Feuerwehr Kreuzlingen angehört, hatte das Amt in den vergangenen 15 Jahren ausgeübt und wird sich nun im Alter von 66 Jahren vermehrt blaulichtfreien Hobbys zuwenden.
Siehe auch:
Maroni-Alarm
Klagen über "Feuerwehr-Rambos"

11. Dezember 2003 – 2. Funklehrgang 2003

Gruppenbild
Die Teilnehmer der Funklehrgangs. Foto: Helge Hamann
Vom 11. bis zum 13. Dezember 2003 fand bei der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz wieder ein Funklehrgang statt. 4 Kameraden aus Allensbach und 16 Kameraden/innen aus Konstanz nahmen teil. Die Ausbilder waren Martin Romer, Jens Jurkschat und Helge Hamann.
Download des Original-Fotos.

Galerien

2 Galerien
07. Februar 2007 – Angebranntes Essen in Studentenbude
17. Februar 2007 – Qualmende Elektroinstallation zerstörte Wohnungen
Flug und Bild GbR - Hagelschaden in Trossingen
Feuerwehr Kreuzlingen – Tag der Feuerwehr am 16.09.2006
Aktueller Pegel
Hochwasservorhersagezentrale Ba-Wü
Hochwasser-Vorhersage-Zentrale Baden-Württemberg (Backup-Server)

09. Dezember 2003 – Klagen über "Feuerwehr-Rambos"

Eingeschlagene Scheibe an Geldtransporter mit Folgen – Kommandant: Keine andere Wahl

Ein Fehlalarm in einem Kaufhaus an der Markstätte hat Folgen. Die Feuerwehr wurde jüngst alarmiert, weil Rauchschwaden von einem Maroni-Stand zum Rauchmelder im Kaufhaus zogen und Alarm auslösten (wir berichteten). Drei Feuerwehrwagen mussten sich zwischen den Weihnachtsmarkt-Ständen hindurch über die Markstätte kämpfen. Ein Geldtransporter stand im Weg. Die Feuerwehrleute schlugen eine Scheibe an dem Fahrzeug ein. Nun beschwert sich Konrad Szorg, Geschäftsführender Gesellschafter des Transportunternehmens, über die "Feuerwehr-Rambos"
Der Schaden betrage rund 6 000 Euro, so das Unternehmen. Denn neben der Scheibe seien hohe Kosten für einen Leihwagen entstanden. Ihn ärgere aber vor allem die Reaktion von Feuerwehr-Kommandant Dieter Quintus, schreibt Szorg. So habe der oberste Feuerwehrchef über die Fahrer des Geldtransporters geschimpft und Anzeigen angekündigt. Zudem sei es zu Beschwerden an höchster Stelle gekommen. Der Kommandant habe sich wohl austoben wollen, zumal es auf dem Weihnachtsmarkt viele Zuschauer gebe.
Dieter Quintus kann die Aufregung nicht verstehen. Das Rechtsamt der Stadt habe den Fall in der Tat angezeigt. Die Marktstätte kann von 6 bis 10 Uhr befahren werden. Für den Geldtransporter gebe es eine Sondergenehmigung für die Zeit von 10 bis 12 Uhr. Der Zwischenfall spielte sich aber nachmittags ab. Zudem gebe es die Auflage, dass eine Person im Fahrzeug bleiben müsse, erläuterte Quintus.
Für den Kommandanten ist der Fall klar: Bei einem Einsatz kann er nicht lange fackeln. "Fünf Minuten sind ne Ewigkeit." Man habe einige Minuten auf die Fahrer gewartet. Dann schlug man mit der Axt die Scheibe einer Tür ein. "Das ist nicht der erste Wagen, den wir auf diese Art und Weise aufbrechen." Die Feuerwehr weist immer wieder darauf hin, dass bei einem Brand in der eng bebauten Altstadt jede Minute kostbar ist. Anwohner hätten sich anderntags für das schnelle Handeln bedankt.
Aus Sicht von Konrad Szorg gab es andere Möglichkeiten. Gegenüber vom Geldtransporter hätte man ein kleines Vorzelt mit wenig Aufwand wegschieben können, argumentiert er. Dieter Quintus kontert: Es habe keine Alternative zum Einschlagen der Scheibe gegeben. Hätte der Fahrer des Geldtransporters seinen Wagen nur einen Meter weiter nach vorne gestellt, wären die drei Einsatzfahrzeuge durchgekommen, sagte er.
Die Feuerwehrleute mussten das Fahrzeug nicht wegschieben. Denn kaum war die Scheibe kaputt, kam der Fahrer. Es wäre ihnen zudem nicht gelungen, den Geldtransporter zu bewegen. Das sei nicht möglich, berichtete Konrad Szorg. Der Wagen sendet Funkalarme und sperrt Bremsen, Elektrik und Treibstoff selbst.
Josef Siebler, Südkurier
Siehe auch: Maroni-Alarm

06. Dezember 2003 – "Médaille pour mérite exceptionnel" verliehen

Foto: Christian Rößler
Beim einem Besuch anlässlich der traditionellen Feierlichkeiten zum Barbarafest (Sainte Barbe) bei der Feuerwehr Fontainebleau (Frankreich) erhielten Kurt Noll und Michael Koch die "médaille pour mérite exceptionnel" (Verdienstmedaille) verliehen. Die beiden Feuerwehrmänner wurden damit geehrt für Ihre langjährigen Verdienste um die Partnerschaft der beiden Feuerwehren.
Siehe auch: Sainte Barbe 2003


30. Oktober 2003 – Sicherheit in Kellerlokal verbessert

Ergebnisse einer Räumungsübung zeigen positive Wirkung

Feuerwehrmann Uwe Jordan (vorne) und Michael Tritt, Inhaber des Kellerlokals "Heile Welt", begutachten die neu gebaute Treppe des Notausstiegs, die einen zu engen Lichtschacht ersetzt Foto: Nikolaj Schutzbach
Der enge Notausstieg durch einen Lichtschacht ist inzwischen einer komfortablen Treppe gewichen. Nach Umbauarbeiten im Kellerlokal "Heile Welt" in der Hussenstraße ist der Fluchtweg sicherer geworden.
Im Juli hatten Feuerwehr- und Baurechtsamt gemeinsam mit der Fachhochschule einen Räumungsübung durchgeführt, um nachzuweisen, dass die bisherigen Fluchtwege durch Lichtschächte nicht ausreichten. Über 70 Testpersonen hatten bei diesem Versuch im Juli über sieben Minuten benötigt, um über den Lichtschacht ins Freie zu gelangen.
Uwe Jordan, bei der Feuerwehr zuständig für den Vorbeugenden Brandschutz (VB), und Klaus Holzer, beim Bürgeramt der Stadt unter anderem für das Gaststättenrecht zuständig, sind sehr zufrieden über die Reaktion der betroffenen Hauseigentümer, die sich kooperativ zeigten. So hätten die Meisten mindestens mit der Planung für einen Umbau begonnen.
In der "Heilen Welt" steht der Umbau kurz vor dem Abschluss. Die Außentreppe – auf der bequem zwei Personen nebeneinander laufen können – ist fertig, lediglich innen fehlt noch eine drei-stufige Metalltreppe und draußen ein Geländer. "Mit so einer Maßnahme, wird die Sicherheit der Gäste in Kellerlokalen deutlich verbessert", zeigte sich Uwe Jordan mit den getroffenen Maßnahmen zufrieden.
Siehe auch: Sicherheitstest für Kellerlokale


25. Oktober 2003 – Spontane Einladung in den Gemeinderat

Umbauarbeiten, Finanzkritiken und Zukunftspläne – Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr

Der jüngste Tambourmajor, eine Einladung in den Gemeinderat und die feierliche Verabschiedung des Fördervereinsvorsitzenden: der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr im Saal des Zentrums für Psychiatrie Reichenau war nicht arm an Höhepunkten. Kritische Töne gab es zu verschärften Vorschriften und der angespannten Finanzlage von Kommandant Dieter Quintus und Oberbürgermeister Horst Frank.
"Wir wappnen uns für die Zukunft", in den letzten Jahren sei die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Kreuzlingen und Weinfelden sowie die Ausbildung verstärkt worden, sagte Quintus. Noch weniger Geld vom Land ab kommenden Jahr, verschärfte Prüfungs- und Ausbildungsvorschriften lassen weitere Herausforderungen erwarten. "Es ist noch nicht geklärt wie wir das schultern sollen", klagte der Kommandant. OB Horst Frank warf dem Land Versäumnisse vor; es werde verfahren nach dem Motto: "die Feuerwehren werden's schon machen". Es sei der Punkt erreicht, wo es heißen muss: "Jetzt ist Schluss!" Trotzdem setzen er und Quintus wie in der Vergangenheit auf intensive Gespräche innerhalb der Stadtverwaltung und auf Kreisebene. Der Oberbürgermeister versprach, bei Bedarf die Möglichkeit zu nutzen, im Haushalt außerplanmäßig einzugreifen. Beide zeigten sich erfreut darüber, dass in den letzten Jahren die wichtigen Neu- und Umbauten der Gerätehäuser ausgeführt worden sind.

Ehrungen

15 Jahre
Lars Chudzinski, Matthias Hartje, Markus König, Markus Nägele, Uwe Schildnitz, Thomas Schönenberger, Oliver Woll
25 Jahre
Jürgen Gensle, Martin Honsel, Hans-Peter Hummel, Bärbel Keller, Peter Kern, Werner Meßmer, Franz Moser, Gerhard Müller, Berthold Riedle, Burkhard Romer, Ulrich Wehner
40 Jahre
Peter Restle
Ehrennadel in Gold für 30 Jahre
im Spielmannszug, verliehen von der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände e. V.: Rolf Beron
Vom Land bekomme die Stadt zwei Millionen Euro weniger; die Kassenlage sei – wegen eines großen Unternehmens – noch relativ gut, so Frank. Der OB warb auch für das Konzerthaus, das ein weiteres Standbein schaffen würde, um nicht von einer einzigen Firma abhängig zu sein.
Die Feuerwehr sei zudem abhängig von Unterstützung durch Konstanzer Unternehmen, so dankte Dieter Quintus Werner Knöpfle, der als Inhaber eines ADAC-Abschleppdienstes Übungsfahrzeuge zur Verfügung stellt sowie Ralf Schieß (Kanal- und Rohrreinigung), der Radlader und andere Baugeräte bereitstellt.
Das im Frühjahr in Dienst gestellte neue Löschfahrzeug warte noch auf seine Feuertaufe, berichtete der Feuerwehr-Chef. Doch auch so habe es sich bisher im Übungsdienst und kleineren Einsätzen gezeigt, dass es sich bei der 320 000 Euro teuren mit neuester Technik ausgestatteten Investition um eine zukunftssichere Beschaffung handle, die auch eine umfassende Ausbildung erfordere. Das Vorgängerfahrzeug leistet inzwischen in Kroatien seinen Dienst.
Derzeit wird ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehrfrauen und -männer im Gerätehaus Schulthaißstraße Wirklichkeit: Der Umbau der Sozialräume nähert sich seinem Ende. Dieser falle umfassender aus, als es ursprünglich geplant worden sei, infomierte Quintus. Die dort beheimateten Feuerwehrleute investierten zudem viel ihrer eigenen Freizeit um die Elektroinstallation und den Einbau einer Treppe selbst auszuführen.
Den Kameradschaftsabend nahm Dieter Quintus zum Anlass, Alois Sieber, den Vorsitzenden der Fördervereins gebührend zu verabschieden. Sieber hatte aus gesundheitlichen Gründen um seine Entlassung gebeten. Er hatte seit der Gründung der Vereines im Jahr 1982 diesem vorgestanden. Mehrfach lang anhaltender Beifall zeigte, wie hoch die engagierte Arbeit des Fördervereinsvorsitzenden von den Feuerwehrleuten geschätzt wird. Dem Dank schloss sich auch OB Frank an, der diese Einrichtung für sehr wichtig hält: Durch sie es möglich schnell zu helfen, was auch der Motivation förderlich sei.
Für die musikalische Umrahmung sorgte das Musikkorps der Polizei unter der Leitung von Thomas Deggelmann. Einlagen gab es vom Spielmannszug und seiner Jungend. Der Auftritt der Spielmannszug-Jugend unter der Leitung des 14-jährigen Daniel Koch, dem jüngsten Tambourmajor in Baden-Württemberg, begeistere OB Horst Frank so, dass er die Kinder und Jugendlichen spontan in die nächste Gemeinderatssitzung einlud um dort aufzutreten. Daniel Koch ist auch stellvertretender Stabführer des Spielmannszuges, und darf seit dem Kameradschaftsabend Schulterklappen mit kurzen Fransen tragen. Bereits als 12-Jähriger hat Daniel Koch mit dem Dirigieren begonnen.
Fotogalerie
Ehrungen
Kommandant Dieter Quintus (links) mit den Feuerwehrangehörigen, die für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst geehrt wurden. Peter Restle (rechts), geehrt für 40 Jahre aktiven Dienst, hält ein "B-Strahlrohr". Das Strahlrohr und die Schlauchleitung sind klassische Hilfsmittel der Feuerwehrfrauen und -männer. Bild: Aurelia Scherrer
Ehrungen
Seit 30 Jahren ist Rolf Beron (vorne rechts) im Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr engagiert. Kommandant Dieter Quintus überreicht ihm die Ehrennadel in Gold, verliehen von der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände e. V. Bild: Aurelia Scherrer

17. Oktober 2003 – Maschinistenlehrgang

Das Gruppenbild gibt’s auch zum Download. Fotos: Oliver Hanser

04. Oktober 2003 – Im Trüben gefischt

Jährliche "Seeputzete" der DLRG-Rettungstaucher erstmals mit Unterstützung der Feuerwehr Kreuzlingen – 44 Fahrräder vom Seegrund gehoben

(as) "Wenn alle Räder, die wir in den letzten Jahren gehoben haben, noch auf dem Seegrund liegen würden, könnte kein Schiff mehr durch den Seerhein fahren", konstatierte Karlheinz Deters von der DLRG-Ortsgruppe Konstanz während der laufenden Seeputzete. 14 DLRG-Rettungstaucher waren zwei Stunden im Unterwassereinsatz und förderten in dieser kurzen Zeit Müll zu Tage - darunter allein 44 Fahrräder - mit dem zwei Mulden gefüllt wurden.
Rege Betriebsamkeit herrschte trotz Regen und Sturmwarnung am vergangenen Samstag im Konstanzer Trichter und dem Seerhein bis zur neuen Rheinbrücke. Die Rettungstaucher der DLRG-Ortsgruppe Konstanz veranstalteten wieder die traditionelle Seeputzete mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW), der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz und erstmals der Feuerwehr Kreuzlingen. Insgesamt 32 Ehrenamtliche, darunter 14 Rettungstaucher, opferten ihre Freizeit, um einen ganzen Vormittag lang unentgeltlich den Seerhein zu entmüllen. Und das war auch bitter nötig, wie das diesjährige Müll-Ergebnis belegte.
Foto: Aurelia Scherrer
Systematisch suchten die Taucher das Flussbett zwischen den drei Rheinbrücken ab und befestigten ihre Funde an Bojen, die von den Bootsbesatzungen der DLRG, der Feuerwehren Konstanz und Kreuzlingen und dem THW herausgefischt wurden. Und das war trotz des niedrigen Wasserstandes – der Konstanzer Pegel maß gerade einmal 2,65 Meter – sehr anstrengend, denn laut Aussage eines Rettungstauchers war die Strömung gleichwohl sehr stark. Mit 15 Grad Celsius hatte das Wasser noch angenehme Tauchtemperatur, nur die Sicht hätte etwas besser sein können. Zwar begegneten die Froschmänner, im Gegensatz zu den Tauchern im Sealife Centre, keinen beißfreudigen Muränen, aber Bernd Oser konnte immerhin von "angrifflustigen Krebsen" berichten. Auch Schwärme junger Kretzer habe er gesichtet, konstatierte der versierte Rettungstaucher. Soweit der positive Nebeneffekt für die Unterwasser-Müllmänner und –Frauen, denn das Bergen von mutwillig ins Wasser geworfenen Gegenständen ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig.
Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit der Feuerwehr Kreuzlingen, die erstmals bei der Seeputzete im Seerhein mithalf. Die DLRG hat derzeit nämlich ein Bootsproblem. Das sturmtaugliche Rettungsboot liege seit März auf der Werft, wo es für 12.000 Euro repariert wird, erläuterte Rolf Gruber, Erster Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Konstanz. Allerdings sind die Kosten in die Höhe geschnellt. Weitere 2.500 Euro müssen noch für ein neues Getriebe investiert werden. "Das ist das erste Mal seit über zwanzig Jahren, dass wir im Sommer kein Rettungsboot dauerhaft im Wasser hatten, sondern nur unser mobiles Rettungsboot verfügbar war", so Gruber.
Aus der Patsche half die Freiwillige Feuerwehr Kreuzlingen, die seit vielen Jahren mit der Konstanzer Feuerwehr verbunden ist und die im jährlichen Turnus gemeinsame Übungen durchführen. Es handle sich dabei um "lang gepflegte Beziehungen", erläuterte Feuerwehrmann und gleichzeitig DLRG-Rettungstaucher Christian Rössler. Die Kreuzlinger Wehr habe auch gleich das Ölwehrboot mitsamt zwei Mann Besatzung zur Verfügung gestellt. Die Schweizer Feuerwehrmänner Peter Brandes und Rolf Ginger waren auch sofort mit Feuerreifer bei diesem ehrenamtlichen Einsatz mit von der Partie. Als wichtige und wertvolle Erfahrung empfand Brandes diese Übung. Da die Kreuzlinger Feuerwehr selbst über keine eigenen Taucher verfügt, war es für die Schweizer Floriansjünger umso interessanter, mit dieser Einheit eng zusammenzuarbeiten. "Es ist wahnsinnig, was weggeworfen wird. Ohne derartige Aktionen hätten wir hier den größten Abfallberg", stellte Peter Brandes fest, um wieder in See zu stechen und schmunzelnd anzumerken: "Ich warte immer noch darauf, dass wir eine Geldkassette finden..."
Ein derartiger Schatz wurde leider nicht gehoben. Vielmehr fiel die Bilanz noch trauriger aus, als in den Vorjahren. Einsatzleiter Reinhard Weber zählte 44 Fahrräder, drei Einkaufswagen, zahlreiche Einkaufskörbe, alte Eimer, ein altes Röhrenradio, eine riesige Stahlleiter, "einen Feuerwehrgurt, aber ohne Mann" und diverse andere Dinge, wie Flaschen, die insgesamt zwei Müll-Container füllten.
Fotogalerie

20. Juli 2003 – Spannendes Duell zwischen Prag und Tábor

Ausführlicher Bildbericht mit Platzierungen zum 16. Bodensee-Feuerwehr-Triathlon

10. Juli 2003 – Sicherheitstest für Kellerlokale

Räumungsübung in einer Kellerkneipe – Gemeinsame Aktion von Feuerwehr, Baurechtsamt und Fachhochschule

Können Kellerlokale zu einer tödlichen Falle werden? Diese Frage interessierte Verantwortliche der Stadtverwaltung, die Feuerwehr sowie die Lehrbeauftragten der Fachhochschule Konstanz und ihre Architekturstudenten. Bei einer Räumungsübung in einer Kellerkneipe sind sie dieser Frage nachgegangen.
Uwe Jordan – beim Feuerwehramt zuständig für den Vorbeugenden Brandschutz – hatte die Idee zu diesem Experiment. Anlass waren für ihn die zwei schlimmen Unfälle im Frühjahr in Diskotheken in den USA, wo es jeweils viele Tote gegeben hatte. In einem Fall hatte es sich lediglich um ausgelöstes Pfefferspray gehandelt, das zu einer tödlichen Panik geführt hatte. In einigen Konstanzer Kellerlokalen ginge es so eng zu, "dass es mir das Kopfzerbrechen bereitet", erklärte Jordan.
Axel Mothes, Leiter des Baurechtsamtes und Lehrbeauftragter für Architektur an der FH Konstanz, erläuterte den Studierenden, dass die seit den 70-er Jahren bestehenden Lokale nach dem Baurecht den sogenannten Bestandsschutz genießen. Aber um überhaupt etwas erreichen zu können, müsse der Nachweis geführt werden, dass Leib und Leben der Gäste gefährdet sind, betonte Mothes, und es gehe auch nicht darum, die Lokale zu schließen.
Weiter erläuterte der Baurechtsamts-Chef, dass solche Lokalitäten mindestens zwei Fluchtwege benötigen. Der erste notwendige Fluchtweg sei das Treppenhaus, der zweite kann ein Lichtschacht sein, der über eine Treppe oder Leiter begehbar ist. Jordan ergänzte, dass es möglicherweise reichen würde, den zweiten Fluchtweg zu verbreitern.
Dass schon kleine Brände schlimme Folgen haben können, schilderte Feuerwehrmann Uwe Jordan. So habe vor mehreren Jahren in diesem Lokal – glücklicherweise nach Feierabend – ein kleiner Kerzenständer aus Kunststoff – etwa so groß wie ein Joghurt-Becher – gebrannt. Die Feuerwehrleute hätten in dem dichten schwarzen Qualm die Hand nicht vor den Augen gesehen. Sie hätten zudem eine dreiviertel Stunde gebraucht, bis sie in den verwinkelten Räumen die Brandausbruchsstelle gefunden hätten.
Bei dem geplanten Räumungsexperiment hätten die Teilnehmer mehrere entscheidende Vorteile gegenüber einem Realfall, erklärte der Brandschutzexperte. Sie seien alle vorbereitet und hätten zudem noch keinen Alkohol getrunken. Jordan rief die Studentinnen und Studenten auf, keine – sonst bei anderen Übungen gewünschte – schauspielerische Ader zum Vorschein zu bringen. Im Ernstfall müsse mit erheblichem Gedrängel gerechnet werden. Bei Panik führt Gedrängel zu Stürzen, die Menschen könnten nicht mehr aufstehen und würden einfach überrannt. Diese Hindernisse führten nicht selten zu weiteren Stürzen und blockierten den – einzigen – Rettungsweg.
Für die Übung nehme er an, dass durch eine äußere Einwirkung ein Brand im Treppenhaus ausgebrochen sei, erklärte Jordan. Dargestellt werde der Rauch durch Theaternebel. Die "Gäste" müssten nun selbst den Rettungsweg finden. Ein explodierender Feuerwerkskörper gab das Signal.
Nur wenige Sekunden dauerte es, bis der erste "Gast" aus dem Lichtschacht in den tageshellen Innenhof kletterte. Das Gitter über dem Schacht klappte immer wieder herunter, bis es einer der "Geretteten" mit einem Holzstock sicherte. Ob im Ernstfall jemand daran denken würde?
Die 74 Testpersonen, unter ihnen auch Professor Stephan Romero, Dekan des Fachbereiches Architektur und Gestaltung der Fachhochschule, und Klaus Holzer, beim Bürgeramt der Stadt unter anderem für das Gaststättenrecht zuständig, benötigten sieben Minuten und 15 Sekunden um die Disco zu räumen. Der Pächter der Kellerkneipe sagte, die Zahl der Testpersonen sei realistisch. Wenn viel los sei, wären bis zu 90 Leute im Lokal, so der Wirt. Sieben Minuten seien eine lange Zeit, wenn man bedenkt wie rasch sich der tödliche Brandrauch ausbreitet, betone Uwe Jordan, nur wenige Atemzüge reichten, um bewusstlos zu werden.
In den nächsten Wochen werden die Beteiligten intensive Gespräche führen, um für alle Beteiligten sinnvolle Lösungen zu erarbeiten – zum Beispiel die Verbreiterung des Lichtschachts; schließlich muss dem Sicherheitsbedürfnis der Gäste, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gaststättenbetreiber und den rechtlichen Anforderungen Genüge getan werden.
Siehe auch: Sicherheit in Kellerlokal verbessert
Fotogalerie 1/2
Fotogalerie 2/2

Fluchtverhalten

Zahlreiche recht anspruchsvolle Studien befassen sich mit dem Fluchtverhalten von (größeren) Menschenansammlungen in und aus geschlossenen Räumen. Als Quelle diente ein Artikel aus der c't 21/2000 S.66.
Boids (Flocks, Herds, and Schools: a Distributed Behavioral Model)
Panic: A Quantitative Analysis (Hier "Pedestrian Simulations" und "Major Crowd Disasters" auswählen. Ersteres zeigt in grafischen Simulationen wie sich Menschenmassen an Ausgängen stauen, letzteres bietet Video-Clips von Massenpaniken.)

Links zu Diskotheken-Unglücken

Chicago

Chicago: Disco hatte keine Betriebserlaubnis mehr
Massenpanik in der Chicagoer Discothek "E2"

Rhode Island USA

Zahl der Toten bei US-Diskobrand auf 85 gestiegen
Brandinferno bei US-Rockkonzert
Nachtclub war unzureichend gesichert
Tödliches Inferno nach Pyro-Show
Mindestens 96 Tote bei Rockkonzert

Caracas

Zahl der Toten nach Caracas-Brand erhöht sich auf 50
Mindestens 47 Tote bei Disko-Brand in Caracas

05. Juli 2003 – Spielmannszug errang Pokal beim Landeswertungsspiel

Das Landeswertungsspiel absolvierte der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz mit Bravour und höchster Auszeichnung. Als Tagesbester erhielt die Musikerschar den begehrten Sieger-Pokal. Foto: privat
(as) Glücklich und höchst motiviert kamen die jungen Musiker im Alter von 10 bis 17 Jahren des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz von den Landeswertungsspielen im Rahmen des baden-württembergischen Landes-Feuerwehrtages in Ulm wieder zurück in die Heimat. Michael Koch, Leiter des Konstanzer Spielmannszuges, ist stolz auf seine Jugendlichen, welche die Stadt Konstanz würdig vertreten haben. "Es hat von allen Seiten Lob gehagelt", so Koch, der dabei vor allem an das Platzkonzert vor rund 3 000 Zuschauern denkt. Beim Landeswertungsspiel, bei dem es nicht nur auf die Virtuosität, sondern auch auf das Auftreten (Kleidung, Haltung, Ausrichtung der Musikinstrumente und zahlreiche weitere Details) ankam, erhielt der Spielmannszug mit dem 14-jährigen Tambour Daniel Koch die Urkunde in Gold mit Auszeichnung und zudem als Tagessieger einen Pokal. "Der Bundeswertungsrichter hat sie besonders gelobt wegen des harmonischen Zusammenspiels, dem gleichstimmigen Lyraspiel und weil sich die Trommler zugunsten der Flöten sehr zurückgenommen haben", berichtet Michael Koch. Die siegreichen Kinder und Jugendlichen hätten sich anschließend vor Freude in den Armen gelegen, wird kolportiert. Und: In der Disziplin "marschieren" belegte der Konstanzer Spielmannszug bei 18 teilnehmenden Zügen den 9. Platz.


05. Juli 2003 – "Tiere aus Gehege ausgebrochen"

In der Zeit vom 3. bis zum 5. Juli 2003 hat in Konstanz wieder ein Funklehrgang stattgefunden. 14 Teilnehmer kamen aus Konstanz und 4 Teilnehmer von der WF ZP Reichenau. Zur gemeinsamen Ausbildung wurden am Samstag Übungen mit Fahrt nach Koordinaten und anschließenden Übungseinsätzen sprechfunkgerecht durchgeführt wie Gebäudebrand, Sturmschaden, Technische Hilfe usw.
Eine besondere Übungslage (mit sehr vielen Funkgesprächen) ist: "Fahren sie nach Koordinate NT 03278765; Übungsannahme: Mehrere Tiere aus Gehege ausgebrochen und befinden sich auf der Fahrbahn. Unterstützen Sie die dort bereits eingesetzten Kräfte." Dieser Übungseinsatz wurde diesmal zur Tatsachen-Meldung… ;-)) (siehe die 3 mittleren Fotos).
Zur gemeinsamen Besprechung traf sich der Lehrgang sich bei der Koordinate NT 04499038 (Übungsannahme: Brennt Ökonomiegebäude) auf Hof Höfen (siehe letztes Foto).
Alle Teilnehmer haben bestanden. Die Ausbilder waren Martin Romer, Jens Jurkschat und Helge Hamann.
Text: Helge Hamann
Fotogalerie
Foto-Download

28. Juni 2003 – Beim Wettkampf erfolgreich

 
(hwr) Erfolgreich schloss die Freiwillige Feuerwehr Konstanz die Leistungswettkämfpe beim 50. Kreisfeuerwehrtag ab. Eine Gruppe der Leistungsstufe "Bronze" sowie eine in der Klasse "Silber" konnten die begehrten Leistungsabzeichen entgegen nehmen. Sie sind der Lohn für die mehrwöchige Vorbereitung auf die Wettkämpfe. In dieser Zeit übten die Teilnehmer zusätzlich zum regulären Übungsdienst auf das Ereignis hin. Von 45 teilnehmenden Gruppen erreichten sechs das Leistungsziel nicht, unter ihnen auch eine weitere Konstanzer Silbergruppe. Sie überschritten die erlaubte Zeit für die Vornahme des Löschangriffs. Die Wettkämpfer sind jedoch fest entschlossen, beim Nachholtermin am kommenden Freitag in Rielasingen-Worblingen die Leistungswettkämpfe doch noch erfolgreich zu absolvieren.

  Fotos: Oliver Näcke

24. Juni 2003 – Trockene Witterung lässt Gefahr von Flächenbränden steigen

Vorsicht beim Umgang mit offenem Feuer

(hwr) Das hoch-sommerlich, trockene Wetter der vergangenen Wochen erhöht auch die Gefahr von Wald- und Flächenbränden ganz erheblich. Böden und Pflanzen sind zunehmend trocken. Dies bedeutet: erhebliche Brandgefahr!
Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz ruft daher zum vorsichtigen Umgang mit offenem Feuer auf. Insbesondere sollten Raucher davon absehen, ihre Zigarettenkippen acht- und gedankenlos im Freien wegzuwerfen. Löschen Sie die Zigarettenglut sorgfältig aus, bevor Sie die Kippe in ein hierfür vorgesehenes Gefäß entsorgen.
Auch Kindern sollten in diesen Tagen besonders auf die Gefahren hingewiesen werden, die vom Umgang mit Streichhölzern und Feuerzeugen ausgehen. Feuer vernichtet Pflanzen und zerstört damit den Lebensraum zahlreicher Tiere und Insekten. Auch Tiere kommen bei Flächenbränden oft zu Schaden.
Manches Holzfeuer wurde durch Wind auch bereits so stark angefacht, dass unkontrollierter Funkenflug Wiesen, Wald und Felder in Brand setzte. Weggeworfene Glasscherben sorgten mit dem sogenannten "Brennglaseffekt" für verheerende Brände.
Neben diesen einfachen Verhaltenstipps bittet die Feuerwehr um eine einfache, aber sehr wichtige Hilfe: Parken Sie bei Ausflügen in die Natur nicht auf Feld- und Waldwegen! Halten Sie die Zufahrtswege frei! Denn wenn es brennt, muss die Feuerwehr mit ihren Löschfahrzeugen über diese Wege zu den Einsatzstellen anfahren. Verkehrsbehindernd abgestellte Kraftfahrzeuge kosten wertvolle Zeit.

21. Juni 2003 – Feuerwehr gegen Sonnenbrand

500 000 Liter Wasser für den Hörnle-Rasen

(hwr) Um den Rasen am Freibad Horn vor dem Austrocknen zu bewahren, wässerten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz am vergangenen Samstag die Flächen des größten Konstanzer Freibades. In zweieinhalbstündiger Arbeit entnahmen die Feuerwehrleute mittels dreier Pumpen rund 500 000 Liter Wasser aus dem See und verteilten es mit drei leistungsstarken Wasserwerfern auf der Fläche. Die Feuerwehr verschaffte zahlreichen Kindern eine unverhoffte Abwechslung. Sie schauten der Arbeit der Einsatzkräfte interessiert zu und nutzten die Wasserfontänen für eine Abkühlung. Unter Leitung von Klaus Menge waren 9 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen im Einsatz.

19. Juni 2003 – Feuerwehr-Express absolviert erste Deutschland-Fahrt

Ziel: Heimat-Landkreis von DFV-Präsident Gerald Schäuble

(hwr) Das erste Ziel der Patenlok des Deutschen Feuerwehrverbandes, die am 17. Juni 2003 in Hamburg offiziell vorgestellt wurde, war der Heimat-Landkreis von DFV-Präsident Gerald Schäuble. Am 19. Juni 2003 erreichte die Lok an der Spitze eines Intercity-Zuges aus Hamburg-Altona den Grenzbahnhof Konstanz am Bodensee. Damit hatten viele tausend Menschen entlang der Bahnstrecke erstmals Gelegenheit, die auf der Lok prangende Botschaft des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Deutschen Bahn AG zur Kenntnis zu nehmen: Der Deutsche Feuerwehrverband begeht in der Zeit vom 30. Juni bis 06. Juni 2003 in Ulm sein 150-jähriges Jubiläum, verbunden mit dem 9. Landesfeuerwehrtag Baden-Württemberg.
Aus Anlass dieses runden Geburtstages und der Verbundenheit mit Deutschlands Feuerwehren hat die Deutsche Bahn AG dem Deutschen Feuerwehrverband die Lokomotive der Baureihe 101 für Werbezwecke zur Verfügung gestellt. Die Beklebung wurde vom Neusser Folienhersteller 3M gesponsert. Die Motive wurden von der Bonner Grafikerin Angelika Haupenthal gestaltet. Ihm liegt ein Kunstwerk der Weseler Malerin Marlene Lipski zu Grunde.
Bild: Hendrik Roggendorf

17. Juni 2003 – Kühles Nass für trockene Natur

Feuerwehr appelliert zu vorsichtigem Umgang mit offenem Feuer

Fotos: Hendrik Roggendorf
(hwr) Die große Hitze der vergangenen Wochen geht nicht spurlos an der Natur vorbei. Parks, Wiesen und Flächen sind stark ausgetrocknet. Gerade ungeschützte Grünflächen wechseln ihre Farbe in diesen Tagen vom saftigen Grün hin zu trockenem Braun.
So geht es derzeit auch dem Sportplatz am Konstanzer Schänzle. Der Rasenplatz hat sich von seiner natürlichen Farbe längst verabschiedet und ist braun geworden. Mit zwei Wasserwerfern bemühte sich die Freiwillige Feuerwehr Konstanz am Dienstagabend, die Pflanzen auf dem Schänzlesportplatz im Paradies vor dem Vertrocknen zu retten.
Mit drei Pumpen entnahmen die Feuerwehrleute rund 4.500 Liter Wasser pro Minute aus dem Seerhein. Über fünf Schlauchleitungen wurden zwei Wasserwerfer gespeist, mit denen das Wasser flächendeckend über den Sportplatz verteilt wurde. Diese Gerätschaften kommen ansonsten bei Großbränden zum Einsatz, wenn große Wassermengen zur Bekämpfung des Feuers benötigt werden.
Die Freiwillige Feuerwehr appelliert angesichts der trocknen Witterung an die Bevölkerung, beim Umgang mit offenem Feuer in der Natur äußerst vorsichtig umzugehen. Felder, Wiesen und Waldgebiete sind ausgetrocknet. Gerade Unterholz und Wiesenflächen können durch eine unachtsam weggeworfene Zigarettenkippe in Brand geraten. Auch die Zufahrten zu den Wäldern und den Ufergebieten von See und Flüssen müssen freigehalten werden, damit die Einsatzkräfte mit den Fahrzeugen die Waldwege und Löschwasser-Entnahmestellen erreichen können.
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14. Juni 2003 – Fahrzeugschau und Vorführungen auf der Marktstätte

Mit einer Fahrzeugschau und drei Vorführungen präsentierte die Freiwillige Feuerwehr drei neue Fahrzeuge (siehe hierzu den Vorbericht). Bei zwei kommentierten Vorführungen "Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person" zeigten die Frauen und Männer der Feuerwehr die Befreiung mittels den hydraulischen Rettungsgeräten aus einem zertrümmerten Auto, die der Abschleppdienst Knöpfle zur Verfügung gestellt hatte. "Opfer" und Anrufer kamen jeweils aus dem Publikum. Drei der vier Mitwirkenden waren übrigens Frauen.
Den Einsatz von Hebekissen zeigten die Feuerwehrleute am Lastwagen der Ölwehr, dessen Vorderachse mit einem Kissen angehoben wurde. Anschließend zeigten die Frauen und Männer der Feuerwehr, wie mit zwei Kissen gleichzeitig der Lastwagen auf der Fahrerseite hochgehoben werden kann.
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14. Juni 2003 – Feuerwehr stellt Fahrzeug-Neuheiten vor

Ausführlicher Vorbericht

05. Juni 2003 – Jugendfeuerwehr reist nach Fontainebleau

Extra-Seite

15. Mai 2003 – Vorführungen und Info-Stand bei der GEWA

Bericht mit Fotogalerien

14. Mai 2003 – Spraydosenexplosionskäfig erfolgreich getestet

Fotos: Philipp Siebrecht
Der von Philipp Siebrecht gebaute Explosionskäfig wurde auf einem privaten Firmengelände erfolgreich getestet. Dabei stellten das Testteam fest, dass schon die Beschickung mit 5 (leeren) Spraydosen zu deutlichen Knalleffekten und Feuerbällen führt. Der Käfig soll anlässlich der GEWA am 17. Mai 2003 erstmals vor Publikum eingesetzt werden.
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10. Mai 2003 – Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz im Geschichtsschulbuch

Das Titelbild der "Zeitlupe 3", das Schulgeschichtsbuch, das im Schroedel Verlag erscheint.
Fotos des Konstanzer Feuerwehrmannes Dominik Kozlowski haben den Weg in ein Geschichtsschulbuch gefunden. In der im Schroedel Verlag erscheinenden "Zeitlupe 3" sind auf Seite 127 drei Fotos abgebildet, die anlässlich der Fahrt per Inlinern von Konstanz nach Fontainebleau entstanden sind. Die Redaktion des Schulbuchverlags aus Hannover war letztes Jahr bei Recherchen zum Thema Städtepartnerschaften auf die Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz aufmerksam geworden und hatte um Erlaubnis zum Abdruck einiger Fotos gebeten.
Die Zeitlupen-Bücher richten sich an Schülerinnen und Schüler von "Regionalen Schulen", Gesamt- und Hauptschule. Es wird wohl leider nicht kaum an Konstanzer Schulen verwendet werden, da es nicht als für Baden-Württemberg geeignet gekennzeichnet ist.
Die "Zeitlupe 3" im Schroedel-Verlag


17. April 2003 – Das verflixte 65. Jahr

Kurt Noll 41 Jahre bei der Feuerwehr – Altersregelungen zwangen ihn zum Ausscheiden

(rin) Er zählte langsam bis 30, dann ging er mit dem Kopf hoch. Einen Tick zu früh: Im brennenden Sägewerk Bauer zündeten Schwelgase, schleuderten ihm Flammen und glimmendes Sägemehl entgegen. Das Gemisch fraß sich unter die Schutzmaske in die Haut am Hals. Damals - in den 60er-Jahren - war Kurt Noll noch ein junger Feuerwehrmann und das erste Mal im Einsatz verletzt. Doch von der Drehleiter wollte er nicht steigen. Erst als ihm die Kameraden das Wasser abdrehten, kam er herunter und ließ sich behandeln.
Jetzt sind es nicht die Kameraden, sondern Altersregelungen, die ihm das Wasser abdrehen. Nach insgesamt 41 Jahren Einsatzarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr in Konstanz muss Kurt Noll aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Er ist 65 Jahre alt geworden. Nach den gesetzlichen Regelungen darf er nun nicht mehr aktiver Feuerwehrmann sein - auch wenn Noll eine Kondition hat, um die ihn viele Jüngere beneiden. Noch vor wenigen Tagen kroch der Durchtrainierte, beladen mit Atemschutzmaske und Atemluftflaschen, über das Schiff des Konstanzer Münsters und erklomm die vielen Stufen des Turms. Es war seine letzte Übung. Als er die obere Turmetage erreicht hatte, empfingen ihn die Kameraden mit einem Überraschungsfest, und reichten Noll die von ihm geliebte Wasserpfeife.
Fotos: Claudia Rindt
"Gewöhnungsbedürftig" nennt Noll die Lage, in die ihn sein 65. Geburtstag gebracht hat. Auf einen Schlag enden seine Karrieren im Beruf und bei den Rettungsdiensten: 40 Jahre gehörte Noll dem Rettungszug der Konstanzer Feuerwehr an, elf Jahre war er ein streitbarer stellvertretender Kommandant, fast 20 Jahre führte er den ABC-Zug, von den 15 Triathlons der Feuerwehr hat er 14 mitbestritten, 32 Jahre war er Rettungstaucher bei der DLRG. Jetzt ist er Ruheständler.
Im April 1956, am Tag seines 18. Geburtstags, hatte sich Noll auf der ehemaligen Wache am Stephansplatz den Aufnahmeschein für die Feuerwehr geholt. Es war der frühest mögliche Termin - damals gab es noch keine Jugendfeuerwehr. Seinen ersten Einsatz hatte der junge Noll schon einige Wochen zuvor, während der Fasnachtszeit. Auf dem Weg zu einem Ball im Konzil sah er im oberen Stock Flammen aus einem Haus in der Niederburg schlagen und alarmierte über einen Melder die Feuerwehr.
Es war die Zeit, in der Brände im ältesten, damals heruntergekommenen Stadtteil von Konstanz, noch verheerende Ausmaße annehmen konnten. Es gab dort noch keine Brandschutzmauern und branddämmende Baustoffe. Die Meldewege ohne Funkgerät und mit nur wenigen Telefonen waren lang. Damals waren die Einsatzkräfte froh, dass der junger Zivilist Noll seine Hilfe anbot. Er stand im Treppenhaus knapp unterm Dachstuhl und zog Schläuche nach.
Seitdem haben viele hundert Alarme Noll aus dem Nachtschlaf gerissen. Er kämpfte gegen Großfeuer beim Brand des Gaswerks, des Hohen Hauses und des Hotels "Gerda". Er baute den ABC-Zug zusammen mit Klaus Wehner zum Musterzug im Ländle auf. Die auf einen atomaren Schlag ausgerichtete Ausbildung wurde um Gefahrgutfälle, wie sie im zivilen Leben vorkommen, erweitert. Den größten Einsatz hatte der Zug, als der Reaktor von Tschernobyl durchbrannte und die radioaktive Fracht bis nach Süddeutschland zog.
Als seine "schlimmsten Einsätze" hat Noll alle die in Erinnerung, bei denen Kinder ums Leben kamen. "Das bewegt einen noch lange Jahre." Wie vielen Menschen er selbst das Leben gerettet hat, weiß Noll nicht, und eigentlich will er es auch gar nicht wissen. Alle in der Feuerwehr arbeiteten gemeinsam am Ziel, Menschen zu retten, da spiele es keine Rolle, wer den entscheidenden Handgriff getan habe, sagt er.
Der Ruheständler Noll hat sich vorgenommen, nun nicht mehr um 4.54 Uhr, sondern erst um sieben Uhr aufzustehen und endlich die 13 Tagebücher zu lesen und die 2000 Dias anzusehen, die er als Jugendlicher von seiner über sechs Jahre dauernden Weltreise mitbrachte.
Als 20-Jähriger war er von Konstanz aus losgegangen, was durchaus wörtlich zu verstehen ist: Noll reiste vor allem zu Fuß. Viele Zehntausende Kilometer sei er wohl unterwegs gewesen.
Momentan allerdings plant Noll schon neue Reisen: Mit seiner Tauchergruppe will er wieder einmal durch die Sahara fahren. Die Route, so versichert er, liege weit ab von der, auf der eine Reihe Touristen verschwanden. Dann möchte er mit seiner Frau nach Tibet und Nepal. Und wenn ihm noch etwas Zeit bleibt, trainiert er weiter auf seinem Rennrad.
Auch wenn seine Frau und seine zwei inzwischen erwachsenen Kinder allzu oft zurückstecken mussten, auch wenn die Nachteinsätze oft schwer an der Kondition zehrten, auch wenn die Gefahren einer Druckzündung in den modernen hochisolierten Wohnungen zuletzt stieg - Noll fällt der Abschied vom aktiven Dienst in der Feuerwehr schwer: "Wenn es ginge", so sagt er, "würde ich weiter machen oder nochmals von vorn anfangen."
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31. März 2003 – "Abschied" vom LF 16

Einige Kameraden nahmen Abschied vom LF 16 (6/44). Am Tag darauf stand sein Nachfolger an diesem Platz.
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05. Februar 2003 – Frank löscht Sparflamme

Feuerwehr warnt vor Kürzungen: Kein Geld für Schläuche, Benzin und Ausbildung mehr?

Oberbürgermeister Horst Frank, Kämmerer Hartmut Rohloff, Kommandant Dieter Quintus und Ehrenkommandant Rudolf Santo vor Beginn der brisanten Versammlung im Gespräch. Foto: Frank van Bebber
(fvb) Nach Kritik und Warnungen aus der Feuerwehr hat Oberbürgermeister Horst Frank eine erste Sparvorgabe für die freiwillige Feuerwehr zurückgezogen. Die städtische Kämmerei hatte vorgeschlagen, den Etat 2003 um 40000 Euro zu kürzen. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr versprach Frank, er werde sich beim Gemeinderat für die Feuerwehr einsetzen.
Bevor Frank zu Wort kam, hatte Feuerwehr-Kommandant Dieter Quintus in der Wache an der Steinstraße eine "Liste der Grausamkeiten" vorgestellt: Sollten die Pläne der Kämmerei umgesetzt werden, könnte demnach bald Geld für Schläuche, Diesel und Ersatzteile fehlen. Zu den nötigen Sofortmaßnahmen rechnete Quintus, ab Mai die Ausbildung der Feuerwehrleute zu stoppen, überregionale Übungen abzusagen und den Aufbau eines städtischen Einsatzstabes für größere Unglücke zu verschieben. Kein Geld wäre mehr da für Kontakte in die Partnerstädte und zur Ausbildung von Fahrern für die Feuerwehrautos.

Koste es, was es wolle

Freiwillige Feuerwehr heißt in Konstanz: 285 Männer und Frauen sind jederzeit bereit, ehrenamtlich ihr Leben zu riskieren, um ein anderes zu retten. Und wer in Flammen eingeschlossen oder im Auto eingeklemmt ist, der ruft: Rettet mich, koste es, was es wolle! Ein Politiker hätte sein Handwerk nicht verstanden, würde er ausgerechnet hier freiwillig mit dem Sparen beginnen. Die Feuerwehr hat gute Gründe gegen die Einschnitte und kann diese auch noch anschaulich darstellen. Kein Wunder also, dass OB Frank die Sparvorgaben zurückzog, ehe der Widerstand der Retter richtig erwacht war. Schnell schob er den Räten die heikle Sache zu, hatten doch ohnehin sie die neue Sparrunde im Haushalt eingeläutet. So bedenkenswert dieses Handeln wegen guter Argumente der Feuerwehr ist, am Anfang einer Spardebatte kann es fatale Folgen haben. Das Schlupfloch für die Feuerwehr kann zum Scheunentor für alle Sparopfer werden. Wer finanzpolitische Grausamkeiten so schnell einsammelt, nimmt ihnen den Druck. Und in den nächsten Wochen werden noch viele Gruppen gute Gründe vorbringen, warum gerade sie nicht sparen können: Oder sind Schulen und Kinderhäuser nicht ebenso wichtig wie Feuerwachen? Ist das lange und stille Leid Behinderter, Kranker und Pflegebedürftiger weniger drängend als die schrille Not beim Feueralarm?
Frank van Bebber
Damit würde die Feuerwehr teils hinter gesetzliche Vorgaben zurückfallen, warnte Quintus. Es handle sich um eine grobe Fehlentwicklung. Da nicht an den Noteinsätzen gespart werden könne, müsse er im Übungsdienst kürzen. Langfristig drohe "die Zeit, wo jeder zum Zugdienst bitte fünf Liter Diesel mitbringt". Vorbei sei dann aber auch die Zeit, in der die Feuerwehr etwa beim Seenachtfest zu Sonderpreisen arbeite. Einige der über 200 anwesenden Feuerwehrleute verwiesen auf ihren Dienst, der rein freiwillig sei. "Wir brauchen doch unsere Ausbildung", sagte einer der Männer und fragte, "wer übernimmt die Verantwortung, wenn später etwas schief geht?" Quintus sagte: "Die Verantwortlichkeit liegt bei Gemeinderat und Oberbürgermeister, wenn wir reduzieren."
Oberbürgermeister Frank erklärte im Laufe der Diskussion: "Das hat mich beeindruckt." Die Botschaft sei angekommen, "das kann es auch nicht sein". Mehrfach verwies Frank darauf, es sei der Rat, der mehr sparen wolle. Der Kämmerer habe den Haushalt entsprechend durchgerechnet, "um dem Gemeinderat das vorzustellen". Es handle sich nicht "um das letzte Wort". Frank versprach der Feuerwehr ein weiteres Gespräch mit dem Kämmerer. Anschließend werde er im Rat für die notwendigen Mittel für die Feuerwehr eintreten und nichts vorlegen, was demotivierend wirke oder die Qualität der Feuerwehr beschädige. Im Zweifel sei es seine Pflicht, zu erklären, die Vorgaben des Rates könnten nicht erreicht werden. Mit Hinweis auf die "Liste der Grausamkeiten" sagte Frank: "Vergessen Sie die Liste."
Die Feuerwehr hat einen Gesamtetat von 1,6 Millionen Euro. Davon sind allerdings mehr als Vierfünftel Umlagekosten, die für zentrale Dienstleistungen der Stadtverwaltung, für Miete und Gebäudeunterhalt verplant sind. An ihnen kann die Feuerwehr nichts ändern. Frei verfügbar für Ausrüstung, Ausbildung, Kleidung und laufende Kosten bleiben der Feuerwehr bislang um die 300000 Euro im Jahr. 2002 betrug die Summe 291078 Euro. Die Feuerwehr selbst setzte für dieses Jahr 302800 Euro an. Die Kämmerei wollte den Betrag dagegen auf 261600 Euro kürzen.
Kämmerer Hartmut Rohloff verwies bei der Feuerwehr darauf: "Wir haben globale Vorgaben umzusetzen." Ziel sei es, die Stadt auf Dauer lebensfähig zu halten. "Wir jammern hier auf hohem Niveau", sagte er und verwies auf zurückliegende Investitionen wie das Gerätehaus in Wollmatingen.

29. Januar 2003 – Wieder einfacher Feuerwehrmann

Peter Restle gab Funktion als Zugführer auf

Ortsvorsteher Albert Griesmeier überreichte ein Abschieds- und ein Willkommensgeschenk an zwei verdiente Feuerwehrleute. Nach 20 Jahren trat Peter Restle als Zugführer zurück, zum Nachfolger wurde Berthold Riedle (von rechts) gewählt. Foto: Martina Keller-Ullrich
(mek) 20 Jahre lang haben die Feuerwehrleute in Dettingen auf das Kommando von Peter Restle gehört. Auf eigenen Wunsch gab er nun seine Funktion als Zugführer auf. Insgesamt ist er seit 40 Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr Dettingen aktiv, die heute offiziell Zug 9 heißt. Doch ganz will Peter Restle nicht aufhören, als einfacher Feuerwehrmann bleibt er weiter dabei.
Als Nachfolger wurde Berthold Riedle gewählt, der sich bereits seit 25 Jahren bei der Dettinger Feuerwehr engagiert, fünf Jahre lang war er stellvertretender Zugführer.
Während der Sitzung des Ortschaftsrates bedankte sich Ortsvorsteher Albert Griesmeier bei Peter Restle für seine Arbeit. Die Feuerwehr kommt nicht nur bei Bränden zum Einsatz, sie sei vielmehr "Mädchen für alles" und habe in den vergangenen Jahren "großartiges geleistet", sagte der Ortsvorsteher.
Insgesamt gehören 37 Aktive zur Dettinger Feuerwehr, davon vier Frauen. Im Notfall bekommen sie Unterstützung von der Hauptfeuerwache in Konstanz oder von den umliegenden Ortschaften. Außerdem werden die Wehrleute bei Veranstaltungen zur Hallenwache eingesetzt oder übernehmen den Sicherheitsdienst im Stadttheater.


07. Januar 2003 – 100 000ster Besuch auf der Homepage

Unsere Homepage verzeichnete heute den 100 000sten Besuch. Der Internetauftritt der Freiwillige Feuerwehr Konstanz ist seit dem 5. Juni 1998 online. Derzeit verzeichnen die Seiten rund 1 000 Besuche innerhalb einer Woche.

01. Januar 2003 – Neuer Stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart

Mit der Übernahme der Führung des 5. Löschzuges legte Arthur Merk zum 1. Januar 2003 seine Funktion als Stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart nieder. Sein Nachfolger ist Sascha Reuter, der den Stadtjugendfeuerwehrwart Lars Chudzinski in dessen Amt unterstützt.


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