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04. Juli 2000 - Brand im Restaurant Pinocchio

Rauschwaden dringen aus dem Restaurant
Rauschwaden dringen aus dem Restaurant. Die Feuerwehr hat sich inzwischen drei Zugänge geschaffen. Foto: Aurelia Scherrer

Bei einem Brand im Restaurant Pinocchio an der Oberen Laube entstand am Dienstag Morgen ein Gebäude- und Inventarschaden von rund 300 000 Mark. Um 7.21 Uhr hatte eine Bewohnerin die Feuerwehr alarmiert. Sie hatte im ersten Obergeschoss bemerkt, wie Rauch aus dem darunter liegenden Lokal drang. Die 14 Hausbewohner – darunter auch Kinder – konnten alle rechtzeitig das Haus verlassen. Sechs von Ihnen können nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren. Verletzt wurde niemand. Als Brandursache machten die Brandermittler der Kriminalpolizei einen technischen Defekt an der Stromversorgung in der Zwischendecke aus.

Die Freiwillige Feuerwehr ging mit Atemschutzträgern über drei Zugänge in das Gebäude vor. Je eine Schlauchleitung verlegten sie durch die Eingangstüre und durch ein Fenster, die eingeschlagen werden mussten. In die Wohnung im ersten Obergeschoss gelangten sie mit Hilfe einer Steckleiter.

Nach weniger als einer halben Stunde konnte Einsatzleiter Dieter Quintus "Feuer aus" melden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis gegen 10.30 Uhr hin, da in der Decke Glutnester vorhanden waren und diese erst mühselig freigelegt werden mussten. Dazu setzten die Helfer mehrere Sägen ein.

Da sich die in Konstanz vorgehaltene Wärmebildkamera der Konstanzer Wehr zu der Zeit in Reparatur befand, ließ Quintus eine solche aus der Schweiz anfordern: Aus dem thurgauischen Weinfelden brachten zwei Feuerwehrleute eine Kamera an die Einsatzstelle.

Türe einschlagen
Ein Atemschutztrupp schlägt mit einer Axt das Glas der Eingangtüre ein. Foto: Aurelia Scherrer
Angriffsweg Fenster
Angriffsweg Fenster. Foto: Aurelia Scherrer
Rauchsäule aus Fensteröffnung
Eine Rauch- und Wasserdampfsäule quillt aus der Fensteröffnung hinter der Hecke. Foto: Aurelia Scherrer

Im Haus musste der Strom abgeschaltet werden. Vom Generator des Rüstwagens wurden daher tragbare 500-Watt-Scheinwwerfer mit Strom versorgt und an der Brandstelle aufgestellt.

Erheblich verwüstet ist das Lokal, auch die darüber liegende Wohnung ist schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Nach Angaben der Polizei haben deren sechs Bewohner eine vorrübergehende Unterkunft bei Verwandten und Bekannten erhalten.

Während des Einsatzes sperrte die Polizei die Laube stadtauswärts für den Durchgangsverkehr. Es kam zu zusätzlichen Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet. Auch hatte die Feuerwehr wegen des um diese Zeit starken Berufsverkehrs erhebliche Mühe an die Einsatzstelle zu gelangen. Sie war mit rund zwei Dutzend Frauen und Männern im Einsatz.

Fahrzeugaufstellung
Fahrzeugaufstellung vor dem Restaurant: (von links) Tanklöschfahrzeug (6/21), Drehleiter (6/33), Rüstwagen (6/52) und Kleintransporter (6/14) aus dem ein Rollbehälter mit Pressluftatmern ausgeladen wurde. Foto: bodenseebilder.de
Blick ins Innere
Erheblich verwüstet ist der Schankraum. Die Decke musste teilweise geöffnet werden, um Glutnester abzulöschen. Foto: bodenseebilder.de

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