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Begehrt waren Zitronenschnitze und Bananen am Zieleinlauf des elften Bodensee-Feuerwehr-Triathlons am 26. Juli 1998. Geduldig standen im Ziel die 269 Feuerwehrangehörigen an, um ihren geschundenen Körpern ein Minimum an Energie und Flüssigkeit zuzuführen. Zur äußeren Anwendung bot der Wasserstrahl aus einem Feuerwehrschlauch die willkommene Abkühlung. Auf Dopingkontrollen konnten die Veranstalter vom 6. Zug der Freiwilligen Feuerwehr verzichten.
Beim Start war der Bodensee am Egger Wassersportgelände 23 Grad warm, die Lufftemperatur betrug um die 25 Grad. Gerade noch Temperaturen, die einen Triathlon erträglich machen. So lief denn manch einer nach rund 600 Metern Schwimmen vor Egg, 38 Kilometer Radfahren im Hockgraben und Schweketental mit dem abschließenden Laufen über sechs Kilometer im Uniwald stöhnend durch das Ziel. Die Freude darüber, den inneren Schweinehund überwunden zu haben, sorgte bei den SportlerInnen und deren zahlreiche Begleitungen für eine ausgelassene Stimmung.
So auch bei Ulrich Kawula, Michael Heintges und Maik Lesniek von der Berufsfeuerwehr (BF) Duisburg. Obwohl alle drei von Ihrer Kollegin Heike Speckmann - sie ist erfolgreicher Stammgast - abgehängt wurden, strahlten sie um die Wette. Speckmann hatte die drei überredet mit ihr nach Konstanz zu fahren. Schon heute steht fest, daß sie nächstes Jahr wiederkommen.
Auch wieder dabei war Heinz Hellmuth von der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Mannheim; mit 72 Jahren der älteste Teilnehmer erreichte er Platz 264. Bisher hat er an allen elf Feuerwehr-Triathlons in Konstanz teilgenommen. Unbestätigten Gerüchten nach war dies seine letzte Teilnahme.
Tapfer bis zum Schluß hielt auch Petra Göbel von der FF Dreieich-Buchschlag durch. Als letzte des Teilnehmerfeldes erhielt sie nach genau 2 Stunden und 36 Minuten aufmunternden Applaus. Sie war damit nur 15 Sekunden langsamer als der Vorletzte.
Keine Probleme gab es für die Helfer und Helferinnen von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und dem Malteser Hilfsdienst (MHD), da es keine Unfälle oder Verletzungen gab. Von den 274 Startern mußten nur fünf wegen technischer Defekte an ihren Fahrrädern aufgeben. Auch die Organisatoren um Zugführer Arthur Löffler und Klaus Wehner hatten kaum Störungen zu vermelden. Daß das Notebook trotz vorheriger Test nicht so funktionierte wie in den Jahren zuvor, konnten sie mit einem Schulterzucken abtun: Schließlich werden immer parallel alle Zeiten von drei Zeitnehmern gestoppt und in Listen eingetragen.
Die als Titelverteidiger gestarteten Konstanzer erreichten einen guten dritten Platz. Überrascht hat die FF Hombrechtikon aus der Schweiz; sie errang den ersten Platz; wie das Jahr zuvor landete die BF Berlin auf dem zweiten. Überlegener Sieger wurde wie im Vorjahr Steffen Hartig von der FF Hainhausen in Hessen. Bei den Frauen - es waren dieses Mal vier am Start - gewann Heike Speckmann.