Übungen 1997
08.09.97 - "Explosion" in der Biologie
19.06.97 - "Brand" im Seniorenheim
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8. September - "Explosion" in der Biologie
Übung der Konstanzer und Kreuzlinger Feuerwehren
Übungsannahme: Explosion in der Biologie. So lautete die Aufgabenstellung für die Feuerwehrfrauen und -männer des 6. Zuges der Konstanzer und der Kreuzlinger Freiwilligen Feuerwehren. Elf "Verletzte" sind von Balkonen und aus Gängen auf den Ebenen 7 und 8 zu retten. Das "Feuer", das sich rasch über die Gebäude M (Biologie) und L (Chemie) der Universität Konstanz ausbreitet in unter Kontrolle zu bringen und anschließend zu löschen. Das Chemikalienlager mit einem Tank mit flüssigem Stickstoff mußte mit einem Hydroschild vor der "Hitze" geschützt werden. Ein Löschwasserrückhaltebecken verhindert im Ernstfall, daß verseuchtes Löschwasser unkontrolliert in die Kanalisation gelangt.
Zahlreiche Atemschutzträger dringen über Treppenhäuser und zwei Drehleitern eine Konstanzer und die Kreuzlinger zu den Verletzten vor. Die engen Fluchtbalkone erschweren es den Rettern, die Verletzten zu versorgen und sie auf den sicheren Erdboden zu bringen. Problematisch ist für die eingesetzten Kräfte die Orientierung innerhalb und außerhalb der Gebäude. Während draußen vom dritten Obergeschoß die Rede ist, sprechen die Feuerwehrleute im Inneren von der "Ebene 8". Hilfreich wäre so ein Ergebnis der anschließenden Manöverkritik wenn von außen sichtbar an den Balkonbrüstungen meterhohe Buchstaben und Ziffern angebracht wären, die über Gebäude und Ebene auskunft gäben. Eine vergleichbare Beschriftung findet sich am Hauptgebäude des Konstanzer Klinikums.
Peter Hörmann, Leiter der Uni-Werkstätten, nannte zum besseren Verständnis für das Gefahrenpotential den rund 70 Feuerwehrleuten davon rund 40 aus Kreuzlingen einige Zahlen: An einem normalen Universitätstag halten sich rund 13 000 Menschen unsere Nachbarstadt jenseits des Grenzzaunes hat 17 500 Einwohner an der Universität auf, über 2 000 Brandmelder mit Schwerpunkten in er Chemie, Biologie und den Bibliotheken wachen über die Sicherheit, und rund 2 000 Handfeuerlöscher stehen für den Ernstfall bereit, um einen Entstehungsbrand zu löschen.
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19. Juni - "Brand" im Seniorenheim
Alarmübung der Feuerwehr - Realistische Inszenierung
Donnerstag abend gegen 19 Uhr: Mit Martinshorn und Blaulicht flitzen Feuerwehrautos durch die Stadt. Gemeldet ist ein Brand im Seniorenheim Talgarten. Aus Fenstern im fünften Obergeschoß dringt Rauch. Rund zwanzig Personen - vorwiegend ältere Menschen - sind vom Rauch eingeschlossen. Dies ist die Situation, die die nichtsahnenden Feuerwehrleute bei der inszenierten Alarmübung antreffen.
Innerhalb weniger Minuten sind neun Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz und ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes an der "Einsatzstelle". Über die Drehleiter in der Talgartenstraße steigen vier Atemschutzgeräteträger auf die Terrasse des fünften Obergeschosses. An der Spitze der Drehleiter in der Schützenstraße wird der Rettungskorb befestigt und mehrere "Opfer" aus dem Rauch (Theaternebel) in Sicherheit gebracht. Parallel dazu bauen die Feuerwehrleute einen Löschangriff auf. In die Steigleitung wird Löschwasser eingespeist. Nach der Menschenrettung kann sofort mit der Brandbekämpfung begonnen werden. Rasch sind die "Flammen" gelöscht.
Zahlreiche - ahnungslose - Passanten verfolgten aufmerksam das Geschehen. Einige von ihnen zeigten sich sehr hilfsbereit und nahmen sich den schauspielernden Opfern an. Ausgesprochen überrascht waren sie, wenn die Geretteten plötzlich aufstanden und quicklebendig wurden. Die Hilfskräfte sind im Ernstfall über jede Hilfe dankbar.
Brände in Altersheimen stellen die Helfer vor besonders schwere Aufgaben. Verwirrte und Gehbehinderte sind dabei keine Seltenheit. Spektakuläre Brände in Altenheimen - auch mit Todesopfern - hat es in den letzten Monaten mehrfach gegeben. Kommandant Dieter Quintus zeigte sich über den Verlauf der Übung sehr zufrieden.
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