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Übungen 2002

30. September – "Es funktioniert auch ohne EU"
09. September – Ziffern helfen bei der Orientierung
27. Juli – "Brutal anstrengende" Übungen zweier Feuerwehren
08. Juli – Übungen im Dreierpack
10. Juni – Technische Hilfeleistung unter erschwerten Bedingungen
03. Juni – Rettungsübung im "Haus am Briel"
10. Mai – Atemschutzübung in Schweizer Bunker
06. Mai – Wasser auch auf dem höchsten Dach der Stadt
15. April – Massive Menschenrettung nach Party

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30. September – "Es funktioniert auch ohne EU"

Gemeinsame Übung der Feuerwehren Kreuzlingen und Konstanz – Führungsgruppe schaute den Schweizern beeindruckt über die Schultern

Über eine Feuerleiter und die Drehleiter der FF Konstanz werden Personen "gerettet" und Löschangriffe vorgetragen.

(as) Gemeinsame Übungen der Feuerwehren Konstanz und Kreuzlingen haben schon langjährige Tradition und werden von allen Beteiligten hoch geschätzt. Mindestens einmal im Jahr wird einmal dies- und einmal jenseits des Grenzzauns der Ernstfall geprobt. "Das funktioniert auch ohne EU", ließ sich Peter Brandes - er hatte die Gemeinschaftsübung konzipiert - zufrieden und stolz vernehmen. Zwar löschen Schweizer wie Deutsche mit Wasser, doch die Vorgehensweise wie auch die Strukturierungen der Wehren weisen Unterschiede auf. Besonderes Augenmerk legte die Konstanzer Führungsgruppe auf die Kreuzlinger Einsatzleitung und nahm so manche Anregung für die eigene Arbeit mit nach Hause.

Der 1. (Altstadt) und 4. Zug (Litzelstetten) kamen am vergangenen Montagabend in der Kreuzlinger Nationalstrasse zum Einsatz und unterstützten die Kreuzlinger Wehr bei einem angenommen Grossbrand eines alleinstehenden, weitläufigen Gebäudes mit Fitness-Studio und Büros. Zahlreiche Personen mussten aus dem Gebäude gerettet werden, so die angenommene Lage. Diese Routineübung war jedoch etwas Besonderes, denn die Einsatzleitung lag bei der Schweizer Wehr, die Schadenslagen auf andere Weise koordiniert als die Konstanzer Nachbarn. Das interessierte die gerade im Aufbau befindliche Konstanzer Führungsgruppe, die den Eidgenossen über die Schulter schaute und wesentliche Anregungen für ihre eigene Arbeit erhielt.

Aufmerksamer Beobachter der Übung ist Dieter Quintus (rechts), Kommandant der Konstanzer Feuerwehr. Fotos: Aurelia Scherrer

"Nach einem über mehrere Jahre dauernden Reifeprozess fiel die Entscheidung, eine Führungsgruppe einzurichten", erklärte Peter Renker, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Konstanz. Bislang sei der Einsatzleiter ein "Einzelkämpfer". Die Führungsgruppe – die aus qualifizierten Gruppen- und Zugführern besteht – habe die Aufgabe, dem Einsatzleiter zuzuarbeiten und adäquate Unterstützung zu leisten. Das Tätigkeitsfeld reiche dabei von der Kommunikation mit den im Einsatz befindlichen Teileinheiten sowie der Zentrale, Zeichnung von Lagekarten, Einweisung nachalarmierter Einheiten, Dokumentation des Einsatzes bis hin zu Versorgung der Einsatzkräfte mit Material.

"Die Schweiz hat bereits seit Jahren, wie zahlreiche Deutsche Wehren auch, eine entsprechende Führungsgruppe zur Unterstützung des Einsatzleiters, und das haben wir schon immer bewundert", so Nikolaj Schutzbach, Pressesprecher der FF Konstanz und Mitglied der entstehenden Führungsgruppe. Als höchst interessant bezeichneten die Mitglieder der Konstanzer Führungsgruppe, welche voraussichtlich ab kommendem Jahr eingesetzt wird, die Organisation der Arbeit ihrer eidgenössischen Kameraden. Zwar sind die Feuerwehren auf beiden Seiten der Grenze grundsätzlich unterschiedlich organisiert, aber es gibt viele Hilfsmittel und Arbeitsweisen, die sich übernehmen lassen. Dies betrifft nicht nur die Darstellung von Lagen und Maßnahmen auf der Lagekarte, sondern auch Erfahrung in der Vorbereitung von Führungsmitteln, wie Organigrammen, Formularen und Übersichten. Peter Renker, der die Konstanzer Führungsgruppe derzeit leitet, wünschte sich in Anbetracht der ausgezeichneten Ausstattung der Schweizer Wehr für seine Gruppe "auch eine Markise am Einsatzleitwagen und eine blendfreie Beleuchtung für die Lagekarte".

Fotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)

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09. September – Ziffern helfen bei der Orientierung

Feuerwehr übte in der Schmieder-Klinik

Sieben "Verletzte", so die Übungsannahme, mussten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr bei einer Übung in der Konstanzer Schmieder-Klinik in der Eichhornstraße "retten". Dargestellt wurden die "Opfer" von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Atemschutztrupps retteten die vom Flammen und Rauch Bedrohten über Leitern oder durch ebenerdig gelegene Fenster.

Für die Züge 1 (Altstadt) und 4 (Litzelstetten) der Konstanzer Feuerwehr war dies ein Mal mehr Gelegenheit "sich mit der Tücke des Objektes vertraut zu machen", wie Einsatzleiter Andreas Knäble in der Übungsbesprechung anmerkte. Das Haus ist an einem Hang gebaut, was zur Folge hatte, dass bei einer Übung vor zwei Jahren unklar war, welches Geschoss als Erdgeschoss zu bezeichnen und dies von Außen nicht zu erkennen war. Dieses Problem hat die Klinikleitung beseitigt, indem sie auf Anregung der Feuerwehr fluoreszierende Geschossbezeichnungen an den Hauswänden hat anbringen lassen.

Verwaltungsleiter Björn Grimm erklärte, dass ihm die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ein "Gefühl der Sicherheit gibt". Schließlich habe er in seinem rund 200 Betten zählenden Haus eine "schwierige Klientel". Die Konstanzer Schmieder-Klinik widmet sich unter Anderem der Wiedereingliederung Schwerhirngeschädigter und der Allgemeinen Neurologische Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung. Grimm regte an, als nächstes gemeinsam eine Großübung zu planen und durchzuführen.

Ein recht bequemer Einstieg für die Feuerwehrleute, die auf der Vorderseite ins 1. Obergeschoss(!) eindrangen (oben). Am gleichen Fenster wurden 4 "Opfer" ins Freie "gerettet" (rechts).
Über die Drehleiter wird ein "Verletzter" gerettet. Dazu schnallten ihn Feuerwehrleute auf dem Rettungskorb fest. Schön ist an der Hauswand eine der Stockwerkbezeichnungen zu erkennen, die im Blitzlicht reflektiert.
Vorsichtig wird der Korb mit dem "Patienten" nach unten gebracht.
Feuerwehrleute nehmen den "Verletzten" am Boden vom Rettungskorb der Drehleiter herunter.
Verwaltungsleiter Björn Grimm und Einsatzleiter Andreas Knäble sind mit der Übung sehr zufrieden.

Fotos: Nikolaj Schutzbach

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27. Juli – "Brutal anstrengende" Übungen zweier Feuerwehren

Feuerwehren auf dem Wasser und bei Herosé – Böblinger zu Besuch am Bodensee

Gemischte Fahrzeugparade aus Böblingen und Konstanz bei der Übung auf dem Konstanzer Klein Venedig. Foto: Nikolaj Schutzbach

Gehörig ins Schwitzen kamen bei heißem Sommerwetter die Feuerwehrfrauen und -männer der Freiwilligen Feuerwehren aus Böblingen und Konstanz bei zwei großen Einsatzübungen. Während die erste gemeinsame Übung auf und am Wasser stattfand und dieses teilweise für Abkühlung sorgte, schmorten anschließend auf dem Heorsé-Gelände die Feuerwehrleute förmlich im eigenen Saft.

Die erste Übung unter der Einsatzleitung des Konstanzer Zugführers Klaus Koch vor Klein Venedig hieß "Zusammenstoß zweier Sportboote". Das größere von beiden – dargestellt durch das SÖG (Selbstfahrendes Ölfanggerät) der Feuerwehr– schlug Leck und geriet in Schräglage als Wasser eindrang. Insgesamt sieben Personen wurden vermisst. Atemschutzträger kletterten in den Schiffsrumpf und suchten in den engen und unübersichtlichen Räumen nach den "Opfern". Parallel hierzu wurde das Feuer mit der Schnellangriffseinrichtung und mit einem Mittelschaumrohr des Feuerlöschbootes (FLB) bekämpft. Zwei Rettungstaucher retteten einen im Wasser schwimmenden Passagier. Ein Mehrzweckboot brachte die Verletzten ans Ufer, wo sie von Sanitätern des Malteser Hilfsdienstes (MHD) betreut wurden.

Gleichzeit fuhr durch Unachtsamkeit – so die weitere Übungsannahme – am Klein Venedig ein Autofahrer mit seinem Gefährt über die Uferböschung und versank im Wasser. Der Eingeschlossene wurde von zwei Rettungstauchern und Feuerwehrleuten befreit. Die Sanitäter wiederbelebten den "Ertrunkenen". Anschließend wurde mittels der Seilwinde des Rüstwagens Öl das Auto – es handelte sich um ein spezielles Übungsauto – an Land gezogen.

Währenddessen gingen die Maßnahmen bei der "Havarie" weiter. Die beiden Havaristen wurden gesichert und ausgelenzt. Da aus einem der Boote Treibstoff auslief, musste eine Ölsperre um die Schiffe gelegt werden.

Mit einem Kran wird eines der beiden Autos aus den Trümmern geborgen. Szene aus einer gemeinsamen Übung der Feuerwehren Böblingen und Konstanz auf dem Herosé-Gelände. Foto: Nikolaj Schutzbach

Deutlich spektakulärer gestaltete sich der zweite Übungsteil: Bei einer Explosion auf dem Herosé-Gelände stürzte ein Gebäude ein. Die Trümmer verschütten sieben Menschen – dargestellt durch Puppen – und zwei Autos. Als Folge der Explosion brach ein Feuer aus und es strömte Gas aus einer Leitung. Herumliegende Baumstämme erschwerten die Zufahrt. – Eine recht umfangreiche Vorgabe für beide Feuerwehren und die Malteser.

So gab es den für den Böblinger Einsatzleiter und Zugführer Volker Hauger jede Menge Aufgaben zu verteilen: Absuchen des unübersichtlichen Trümmerberges, die Rettung und Betreuung der "Opfer", die Brandbekämpfung und das Abschiebern einer lecken Gasleitung. In der eilends eingerichteten Verletztensammelstelle kümmerten sich Malteser und Feuerwehrleute gemeinsam um die Patienten, die im Ernstfall teilweise mit Rettungshubschraubern hätten abtransportiert werden müssen. Um die zwei unter Betontrümmern verschütteten Autos bergen zu können, setzten die Feuerwehrleute einen Kran ein.

In der Übungsbesprechung lobten die beiden Böblinger Zugführer Andreas Kopp und Volker Hauger die gute Zusammenarbeit der gemischten Mannschaft. "Es hat riesig Spaß gemacht obwohl es brutal anstrengend war", so die beiden Gäste. Aber auch selbstkritisches war zu hören. So kamen Fehler, die gemacht wurden zur Sprache, um sie beim nächsten Mal vermeiden zu können, betonte Hauger.

Das diesjährige Treffen war das zweite seiner Art zwischen beiden Feuerwehren. Letztes Jahr waren die Konstanzer Gäste der Feuerwehr Böblingen, die mit der Abteilung Dagersheim etwa 150 aktive Frauen und Männer in ihren Reihen hat. Böblingen und der Teilort Dagersheim haben zusammen etwa 52 000 Einwohner. Volker Hauger und Klaus Koch bekräftigten die Absicht, die Kontakte weiter auszubauen. Schließlich könne man immer wieder viel Neues voneinander lernen, sind sich beide Zugführer einig.

Fotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)

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08. Juli – Übungen im Dreierpack

Gleich im Dreierpack hielt die Freiwillige Feuerwehr Konstanz eine Übung an der Fachhochschule Konstanz ab: 18 Leute des dritten Zuges unter Einsatzleiter Klaus Koch sahen sich mit möglichen Bränden konfrontiert, die vom Keller über den ersten bis in den dritten Stock reichten.

Die Übungen fanden nicht gleichzeitig statt, so dass sich die Feuerwehrleute jeweils einer neuen Lage stellen mussten. So mussten zunächst aus dem Keller bei starker Rauchentwicklung sechs "Verletzte" unter Zuhilfenahme schweren Atemschutzgerätes bei Dunkelheit gefunden und gerettet werden.

Bei einem simulierten Brand im ersten Stock durfte die Rettungsmannschaft nicht die Treppenhäuser benutzen, sondern vier Eingeschlossene über Leitern sicher ins Freie bringen.

Die dritte Übung, die Bekämpfung eines Brandes im dritten Stock und im Dachgeschoss, war die aufwendigste. Auch hier lösten die Feuerwehrleute die von den Übungsleitern Nikolaj Schutzbach und Andreas König alle gestellten Aufgaben in Rekordzeit, professionell und sichtlich gut auf einander eingespielt.

Die Übungen, so realitätsnah wie möglich konzipiert, waren in der Tat so glaubhaft, dass Passanten wiederholt an einen tatsächlichen Brand glaubten. Auch eine Studentin glaubte, es sei ein richtiges Feuer ausgebrochen, und reagierte auf das Geschehen mit den Worten "Ich muss doch morgen eine Prüfung in dem Gebäude schreiben".

Dass viele weitere Passanten zeitweilig nicht wussten, ob es nun ernst sei oder eine Übung, war auch den Buben von der Jungfeuerwehr zu verdanken, die vom Theaternebel umwabert, sehr realitätsnah nach Hilfe schrieen.

Übung 1

Recht eng kann es hergehen, wenn Einsatzfahrzeuge mit (Falsch)parkern und Baustelen zusammentreffen.
Da geht's lang: Der Gruppenführer gibt seine Befehle. Im Bild links hält ein Feuerwehrmann den "verstörten" Hausmeister fest, der immer wieder ins Gebäude rennen will.
Eine Verletztensammelstelle ist eingerichtet.
Während sich eine Atemschutztrupp (links) bereit macht, ist ein Trupp mit Wiederbelebung (Mitte) des einen Dummys befasst.
"Rettung eines Opfers" im Rauch mittels Fluchtmaske. Diese befindet sich in der Büchse (links, mit dem teilweise gelben Deckel) und wird bei Übungen in der Regel nicht aufgesetzt.
Blick auf den einen Eingangsbereich, die Verletztensammelstelle und das Tanklöschfahrzeug.

Übung 2

Auch hier ist eines der "Opfer" außer Rand und Band und muss von einem Feuerwehrmann vor dem Herunterspringen bewahrt werden.
Ein Dachvorsprung erleichtert die "Rettung" aus dem verrauchten Raum.
Interessierte Zuschauer: Vielleicht unser hoffnungsfroher Nachwuchs?

Zur Übung 3 liegen leider keine Fotos vor.

Text und Fotos: Adrian Ciupuliga, Pressesprecher der Fachhochschule Konstanz

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10. Juni – Technische Hilfeleistung unter erschwerten Bedingungen

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03. Juni – Rettungsübung im "Haus am Briel"

Verwinkeltes Haus mit psychisch Kranken ist Herausforderung für Freiwillige Feuerwehr

Rettungsschlitten
Ein "Verletzter" wird im Rettungsschlitten über die Drehleiter gerettet. Viele Hände sind nötig um den schweren Schlitten zu tragen.

Dass Erweiterungsbauten, die über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten entstanden sind, besonders hohe Ansprüche an Feuerwehrleute stellen, konnte der 6. Zug der Freiwilligen Feuerwehr bei einer Übung im "Haus am Briel" erfahren. Dieses Haus ist eine Einrichtung des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, der dort psychisch Kranke betreut.

Angenommen wurde ein Brand in der Werkstatt im Erdgeschoss; Rauch hatte sich zudem über ein Treppenhaus in einigen Gebäudeteilen verteilt. Vier "Verletzte" – dargestellt von Jugendfeuerwehrlern – waren zu retten. Beim Durchsuchen der künstlich verrauchten Räume, stellen die Atemschutzträger fest, dass das Haus sehr verwinkelt aufgebaut ist. "Ohne Sicherungsleine, die dir den Rückweg weist, brauchst du hier nicht rein", bemerkte ein Feuerwehrmann nach der Übung.

Lustige Erlebnisse

Einsätze und Übungen der Feuerwehr haben manchmal ihre lustige Seiten. Zwei Ereignisse sorgten bei einer Übung beim "Haus am Briel" für Lacher: Zum einen die Reaktion einer Hausbewohnerin, als ein Feuerwehrmann sie über die Drehleiter "retten" wollte: "Wenn's brennt dürfen Sie mich retten – aber heute nicht". Anders dagegen eine Frau, der sonst jeder Schritt zuviel ist: Sie wagte sich zum Erstaunen der Betreuer auf den Rettungsbalkon und in den schwankenden Korb der Drehleiter, um mit diesem sicher auf den Boden zu schweben.

Da seit dem letzten Jahr einige sicherheitstechnische Ergänzungen im Gebäude eingebaut worden waren, gestaltete sich die "Rettung" von Personen aus dem obersten Stockwerk einigermaßen einfach: Dort können die Bewohner auf einen Rettungssteg klettern und über Leitern von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Eine Feuerwehr-Zufahrt ermöglicht die Zufahrt der großen Drehleiter.

Tagsüber halten sich bis zu 50 Personen in den Gebäuden auf; nachts sind es bis zu 35, wovon bis auf eine Nachtbereitschaft alles Patienten sind, erklärte der Leiter der Einrichtung, Andreas Effinger, in der Übungsbesprechung. Die Patienten seien psychisch Kranke, die im Rahmen einer Wiedereingliederung im "Haus am Briel" wohnen und arbeiten. Sie sollen Selbstständigkeit im täglichen Leben durch einen geordneten Tagesablauf erlernen sowie mobilisiert und motiviert werden. Arbeit finden sie im hauseigenen "Essen auf Rädern" deren Großküche rund 400 Essen täglich ausliefert oder in der arbeitstherapeutische Werkstätte wo sie Lohnarbeiten ausführen, zum Beispiel den Postversand von Massensendungen vorbereiten.

Eine hausinterne Brandmeldezentrale (BMZ) überwacht mehrere Rauchmelder, die an den Flurdecken installiert sind. Diese Zentrale steuert zudem Flucht- und Brandschutz-Türen, erläuterte Effinger. Aber er kann sich auch mehr vorstellen: dass die BMZ direkt mit der Feuerwehr verbunden wird, um einer raschere Reaktion im Ernstfall zu ermöglichen.

Einsteigen
Eine Bewohnerin des "Hauses am Briel" steigt in den schwankenden Rettungskorb der Drehleiter.
Nach unten
Die Bewohnerin schwebt im Korb nach unten. Maschinist Reinhold Mayer bedient die Drehleiter mittels Joysticks.
Einsteigen
Andreas Effinger (links) zeigt den Feuerwehrleuten die Therapeutische Werkstätte.
Nach unten
Feuerwehrleute werfen einen Blick in die Großküche von Essen auf Rädern. Andreas Effinger (links) hatte dort den Feuerwehrleuten ein leckeres Vesper mit Würsten, frischen Tomaten und Rettich vorbereit.
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10. Mai – Atemschutzübung in Schweizer Bunker

Bericht der FF Reichenau

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06. Mai – Wasser auch auf dem höchsten Dach der Stadt

Auch auf dem Dach des Telekom-Hochhauses in Konstanz steht der Feuerwehr genügend Löschwasser zur Verfügung, so das Ergebnis einer Übung des ersten Zuges. Mittels LF 8/6 speisten die Altstädter die über 60m hohen Trockensteigleitungen ein, die in beiden Treppenräumen des Gebäudes bis unter das Dach führen. Über ein Pistolenstrahlrohr wurde das Wasser anschließend über das Dach abgegeben. Hierbei war noch so viel Druck auf der Leitung, dass zwei Mann benötigt wurden, um das Strahlrohr kontrolliert führen zu können. Bei der Gelegenheit besichtigten die Einsatzkräfte auch die Antennenanlagen auf dem Dach des Gebäudes, über die Funkdienste aller Art abgewickelt werden.

Zwei Feuerwehrleute müssen das Pistolenstrahlrohr wegen den hohen Drucks halten.
Fahrzeugaufstellung und Löschwassereinspeisung: Das LF 8/6 unten links pumpt das Wasser in die Steigleitung.
Riesenantennen auf dem Dach des Telekom-Hochhauses.
Die Feuerwache (Gebäude-Rückseite) nimmt die Bildmitte ein.

Text und Fotos: Hendrik Roggendorf

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15. April – Massive Menschenrettung nach Party

Verbandsübung in der Werner-Sombart-Straße 40. Um 19:30 Uhr bekamen die Frauen und Männer des 3. Zuges den Einsatzbefehl "Brandeinsatz in einem Ökonomiegebäude". Die Fahrzeuge TLF 16/24-Tr (6/21), DLK 23/12 CC (6/33), LF 16 (6/44) und MTW (6/19) machten sich auf den Weg. Bei Ankunft standen die ersten Personen schreiend an den Fenstern. Eine Person wollte sich abseilen und eine andere warf ihre gepackten Koffer aus dem Fenster. Sofort gab es eine Nachforderung "2. Alarm für Löschbereich Wollmatingen". Unverzüglich rückte der 7. Zug mit den Fahrzeugen LF 16-TS (7/45) und MTW (7/19) an. Später rückte noch der RW 2 (6/52) an, damit die Einsatzstelle beleuchtet werden konnte.

Der erste Atemschutztrupp-Trupp versuchte in die oberen Etagen vorzudringen. Unterwegs fand der Trupp schon die erste bewusstlose Person. Über Steckleitern und die Drehleiter "retteten" die Feuerwehrleute mehrere "Opfer". Es wurde eine Verletztensammelstelle eingerichtet. 13 Verletzte und eine brennende Gasflasche wurden aus dem Anwesen gebracht. Es waren mehrere Trupps im Haus eingesetzt. Trotz einiger Fehlern war die Übung sehr interessant.

Das Drehbuch: Es wurde in einem Ökonomiegebäude (Wohnhaus mit Scheune) eine Party mit vielen Gästen veranstaltet. Während der Veranstaltung brach ein Feuer in der Scheune aus und viele junge Leute waren eingeschlossen. Solche Gebäude sind immer sehr interessant da es viele versteckte Nischen und Situationen gibt.

Autor: Roman Kimmig

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