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2003
15 Berichte
27. November 2003 – "Patientin" samt Trage in eine Silber-Gold-Folie eingeschlagenGrenzüberschreitende Strahlenschutzübung im Kantonsspital MünsterlingenRadioaktivität, ein Begriff der bei vielen Menschen Schaudern auslöst. Jedoch sind radioaktive Stoffe in der Medizin (Schilddrüse, Krebs) und in der Forschung gang und gäbe. Sie werden auf der Straße transportiert und in Labors vorgehalten.
Die Feuerwehren Weinfelden (CH) und Konstanz verfügen über Einheiten, die bei Strahlenunfällen Menschen aus dem Gefahrenbereich retten sowie radioaktive Strahlung detektieren (messen) und radioaktive Stoffe bergen können. Im Kantonspital Münsterlingen (CH) hatten beide Wehren Gelegenheit den Ernstfall zu proben.
In den Räumlichkeiten der Nuklearmedizin hatte sich eine Laborantin verletzt und dabei eine radioaktive Flüssigkeit über die Kleidung geschüttet; zudem waren Spritzen auf den Boden gefallen, so die Übungsannahme. Die Frau hatte sich alleine im Labor aufgehalten und musste dort bleiben. Der Zugang zum kontaminierten (verunreinigten, verseuchten) Bereich wurde verschlossen, um zu verhindern, dass sich radioaktiver Schmutz im Gebäude verteilt.
Gleich nach dem Unfall informierte der Pförtner die Alarmzentrale der Kantonspolizei in Frauenfeld. Diese alarmierte die Strahlenwehr der Feuerwehr in Weinfelden. Im Realfall ergäben sich kaum Einschränkungen im Klinikbetrieb, der betroffene Bereich würde verschlossen und die Radioaktivität so auf einem eng begrenzten Raum gehalten, erklärte Stephan Klöck, Leitender Medizin-Physiker und Strahlenschutzbeauftragter des Kantonspitals.
Zur Unterstützung ließ die Strahlenwehr den Gefahrgut-Zug der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz alarmieren. Einsatzleiter Andreas Lachmeier übertrug der Weinfelder Feuerwehr die Menschenrettung und die Erkundung an der Schadensstelle. Seinen Konstanzer Kollegen trug er auf, den Dekontaminations-Platz ("Reinigungs-Platz") aufzubauen und den Rettungstrupp zu stellen.
Während zwei Feuerwehrleute unter Atemschutz und mit Messgeräten zur "verletzten Person" in der Nuklearmedizin vordrangen, legten die anderen noch im Untergeschoss nahe der "Schadensstelle" Plastikfolien aus und grenzten die Einsatzbereiche mit Ketten und Schildern ab. Auch die Trage, die später die "Verletzte" aufnahm, wurde mit einer Folie geschützt. Jeder, der aus dem verstrahlten Bereich heraus kam, wurde in diesem Bereich "ausgemessen" und gegebenenfalls seiner Kleidung entledigt.
Als alles vorbereitet war, brachte der Atemschutztrupp die Laborantin – dargestellt durch eine bekleidete Puppe – heraus. Nach dem Ausmessen wurde die Kleidung aufgeschnitten und die Person vollständig entkleidet. Die Feuerwehrleute verpackten die Textilien dann in Plastiksäcke, die später speziell entsorgt wurden. Anschließend schlugen sie die "Patientin" samt Trage – nur der Kopf blieb frei – in eine Silber-Gold-Folie ein. Dies verhindert, dass Kontamination, die noch am Körper haftet, in der Umgebung verteilt wird. Als positiver Nebeneffekt wirkt diese Folie wärmeerhaltend. Nun konnte sie an den Notarzt und den Rettungsdienst übergeben werden.
Spitaldirektor Urs Kellenberger zeigte sich sehr angetan von der professionellen Vorgehensweise. Übungen mit der Feuerwehr gäbe es öfter, jedoch habe es zum erstem Mal eine Strahlenübung gegeben, sagte er. Für die Feuerwehren Weinfelden und Konstanz war diese Übung ein weiterer Meilenstein ihrer Zusammenarbeit, die in den letzten Jahren verstärkt wurde. Bisher lag der Schwerpunkt der gemeinsamen Übungen bei Unfällen mit chemischen Stoffen.
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15. November 2003 – Katastrophenschutzübung Terremoto 2003Bei der Katastrophenschutzübung stellte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz den Leiter sowie weiteres Personal für die Technische Einsatzleitung (TEL), die in der Leitstelle in Radolfzell Stellung bezogen hatte. Die Konstanzer Ölwehr wurde nach Radolfzell beordert, da nach dem Zugunglück im Bahnhof Öl in den Untersee lief. Die Konstanzer Rettungstaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wurden zur Rettung und Bergung zum Radolfzeller Hafen gerufen. Dort war ein Auto mit mehreren Personen ins Hafenbecken gestürzt.
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Fotos: Michael Hamann
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08. November 2003 – Auto im Seerhein untergegangenDurch einen Fahrfehler hatte auf der Alten Rheinbrücke ein Auto von der Straße abgehoben, das Geländer durchbrochen und war anschließend ins Wasser gestürzt. Zuvor hatte es noch einen Radfahrer mitgerissen. Zwei Personen waren eingeklemmt, eine untergegangen, eine lag am Ufer und zwei konnten sich schwimmend retten.
So stellte sich die Übungssituation dar, als die Ölwehr der Feuerwehr und die Rettungstaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eintrafen. Das Szenario war in Anlehnung an den Unfall wenige Wochen zuvor gestaltet worden, als eine Frau mit ihrem Auto beim Rheintorturm fast im Seerhein gelandet wäre und nur durch das dort vertäute Rettungsboot vom Abrutschen ins Wasser bewahrt worden war.
Das Ziel der Übung eine gemeinsamen Einsatzleitung zu bilden um die erforderlichen Maßnahmen (Rettung und Betreuung der Verletzten, Bergung des Fahrzeugs) zu koordinieren. Derartige Einsätze sind selten, jedoch nicht unwahrscheinlich. Mit einer solchen Übung wollen sich beide Hilfsorganisationen vorbereiten und eventuell vorhandene Schwachstellen aufdecken.
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20. Oktober 2003 – Hilferufe hallten über die ReichenaustraßeGemeinschaftsübung der Feuerwehren Konstanz und Kreuzlingen in Great Lakes( rin) Hinter Fenstern und auf Balkonen flackerten Fackeln, Hilferufe hallten bis über die Reichenaustraße. Die Feuerwehren Konstanz und Kreuzlingen haben am Montagabend die leer stehenden Fabrikhallen von Great Lakes für eine Gemeinschaftsübung genutzt. Über 100 Helfer waren im Einsatz, um den angenommenen Großbrand im fünfstöckigen Hauptgebäude zu bekämpfen und daraus 17 Menschen zu retten.
Die ersten Feuerwehrwagen vor Ort blieben auf Sicherheitsabstand zum Gebäude. Eine Vorhut klärte, als was sie den Übungsplatz anzusehen haben. Eine wichtige Frage, denn die Übungsleiter Klaus Koch und Bernd Oser hatten zwar das ehemalige Chemiewerk als Einsatzort ausgesucht, dort aber einen Großbrand in einem normalen Wohnhaus inszeniert.
Mit einfachen Mitteln wurde der Brandfall in Szene gesetzt: Im Treppenhaus waberte Theaternebel, mehrere Menschen im Haus hielten brennende Fackeln in der Hand. Sie deuteten so an, von Flammen eingeschlossen zu sein. Auf einem Balkon brannte es tatsächlich. Einer der Helfer hielt dort einen kleinen Strohhaufen am Kokeln.
Als besondere Herausforderung mussten sich Einsatzkräfte an mehreren Stellen erst den Weg freilöschen, bevor sie zu den von Flammen eingeschlossenen Menschen vordringen konnten. Atemschutzträger standen vor der schweißtreibenden Aufgabe, Menschen über mehrere Stockwerke ins Freie zu tragen. Theaternebel behinderte dabei die Sicht. Bewohner, die sich aufs Flachdach gerettet hatten, mussten mit der Drehleiter zu Boden gebracht werden. Mehrfach gingen am Gebäude Böller hoch. Sie zeigten Explosionen an, wie sie bei Großbränden in Wohngebäuden häufig vorkommen, etwa wenn eine Sprühdose überhitzt.
Um 19.35 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, gegen 20 Uhr war die erste Person aus dem Gebäude gerettet, etwa eine halbe Stunde später waren es alle 17 Menschen.
Klaus Koch zeigte sich mit der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte sehr zufrieden. Die Fahrzeuge seien klug so abgestellt worden, dass der Haupteingang für die Retter frei blieb und auch der Wagen mit der Drehleiter nicht behindert wurde. Auch die Entscheidung der Sanitäter, mit ihrem Lager auf die andere Seite der Reichenaustraße zu gehen, sei aus Platzgründen richtig gewesen.
Die Schweizer Feuerwehr bekam einen Gebäudeabschnitt zugewiesen, agierte hier eigenständig. Die Ergebnisse ihres Einsatzes übermittelte sie an einen Verbindungsmann mit deutschem Funkgerät. Der informierte die Konstanzer Kollegen. Da die Feuerwehren in Deutschland und in der Schweiz mit unterschiedlichen Systemen funken, hat sich bei gemeinsamen Einsätzen der Verbindungsmann etabliert.
Zwei- bis dreimal im Jahr üben Retter aus Konstanz und Kreuzlingen zusammen, fast immer lernen sie Neues hinzu, dieses Mal vor allem die Sanitäter. Bei der Erfassung geretteter Personen arbeiten die Kollegen aus Kreuzlingen und Konstanz mit unterschiedlichen Formularen. Ein Geretteter bekommt bei den Schweizern zunächst eine Nummer, der Name wird erst erfasst, wenn Zeit dazu ist. Die Deutschen dagegen setzen sofort auf den Namen, auch wenn es oft schwer ist, sich im Trubel des Geschehens um die richtige Schreibweise zu kümmern. Das Schweizer Nummernsystem überzeugte Dirk Allgaier von den Maltesern sofort. Er entschied sich spontan, es für die Übung zu übernehmen.
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18. Oktober 2003 – Internationale Ölwehrübung vor RomanshornDie Feuerwehren der drei Anrainerstaaten Deutschland, Österreich und der Schweiz am Bodensee haben am schweizerischen Südufer bei Romanshorn die Bekämpfung einer Ölpest geübt Bei der internationalen Übung wurde das Vorgehen nach der Kollision von zwei Schiffen geprobt, in deren Folge sich ein großer Ölteppich auf dem Wasser bildete.
Die rund 250 Einsatzkräfte hatten die Aufgabe, ein angrenzendes Natusschutzgebiet sowie eine Trinkwasser-Entnahmestation vor Verschmutzung zu schützen. Unter anderem mussten sie Ölsperren errichten und mit ihren Geräten die Umwelt gefährdenden Stoffe binden und absaugen. Nach wenigen Stunden war die fiktive Gefahr gebannt
Der Fachbereich Schadensabwehr der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee ( IGBK) lässt den Ernstfall alle zehn Jahre üben. Aus Deutschland nahmen die Feuerwehren aus Friedrichshafen, Konstanz, Überlingen, Radolfzell und Lindau teil.
Die insgesamt 10 Feuerwehrstützpunkte rund um den Bodensee können im Ernstfall auf Schwimmsperren mit einer Gesamtlänge von rund 10 000 Metern, auf rund 30 Einsatzschiffe sowie auf rund 600 Einsatzkräfte zurückgreifen. Ein eigenes Funksystem sichert die Kommunikation. Laufende Schulungen und Übungen stellen die Einsatzbereitschaft sicher.
Auf der Homepage der Feuerwehr Romanshorn gibt es einen Fotobericht.
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Foto: Feuerwehr Romanshorn
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13. Oktober 2003 – Von Neuer Rheinbrücke gestürzt
"Schwerer Verkehrsunfall auf der Neuen Rheinbrücke" lautete am Montagabend die Übungsannahme für eine gemeinsame Übung von Freiwilliger Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und vier Notärzten auf dem zur Zeit in Umbau befindlichen Straßenabschnitt. In den "Unfall" verwickelt waren 3 Autos, davon waren zwei auf einen Bagger geprallt, einer kam sogar auf dem Dach zum liegen. Das dritte Auto war von der Brücke gestürzt. Tatsächlich hatte die Übungsleitung wenige Stunden zuvor den alten Renault über den Brückenrand gestoßen; dabei hatte sich das Fahrzeug überschlagen und war auf dem Dach aufgeprallt. Durch den Rückstoß kam es wieder auf allen vier Rädern zum Stehen. Im Bild sind Feuerwehrleute, ein Notarzt (Mitte) und ein Rettungssanitäter (rechts) mit der "Rettung" der Fahrerin, die durch einen Feuerwehrhelm und eine Decke geschützt ist, befasst. nea/Foto: Oliver Hanser
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29. September 2003 – Brand in der Schreinerei OttDer 3. Zug übte in der Schreinerei Ott in der Riedstraße 10a. Angenommen wurde ein Brand, der im Heizungskeller entstanden war. 6 Personen – dargestellt durch Dummys – mussten die Übenden aus der Schreinerei retten.
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05. Mai 2003 – Verbandsübung am MarienhausVerbandsübung des 1. Und des 2. Zuges sowie der Führungsgruppe: Im Marienhaus an der Wallgutstraße Ecke Brauneggerstraße ist im Dachgeschoss ein Feuer ausgebrochen. In dem L-förmigen Altersheim werden mehrere Personen werden vermisst. Mit Hilfe einer Drehleiter und einer Steckleiter werden die "Opfer" gerettet, die sich teilweise auf das Dach "geflüchtet" hatten. Trupps unter Atemschutz gehen auch über das Treppenhaus zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung vor.
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11. April 2003 – Übung Gefahrgut-Zug mit 7. ZugFotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)
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05. April 2003 – Schiffskollision zweier Motorboote vor Staad
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03. April 2003 – Explosionsknall war weit zu hören
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31. März 2003 – Zugdienst des 7. Zuges mit Drehleiter
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31. März 2003 – Hydrantengang 3. Zug
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17. März 2003 – Übung des 3. Zuges mit der Führungsgruppe
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| Die Führungsgruppe stellt in den ersten Monaten des Dienstjahres ihre Arbeit in den Zügen vor. Hierzu gehören auch gemeinsame Übungen. Der 3. Zug übte mit der Führungsgruppe an der ehemaligen Sparkassen-Hauptstelle am Bodanplatz. Foto: Oliver Hanser
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07. März 2003 – Übung des Gefahrgut-Zuges im Gerätehaus WollmatingenFotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)
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