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2006
11 Berichte
23. November 2006 – Führungs-Gruppe probte Orkanlage
10. November 2006 – Unterstützung aus den Nachbarstädten geholt
06. November 2006 – Rettung aus 3 Etagen
06. Oktober 2006 – Lastwagen kracht in Gefahrgutbehälter
02. Oktober 2006 – Lager mit Explosivstoffen geschützt
26. September 2006 – Wettfieber bei Feuerwehrübung
11. September 2006 – Atemschutznotfall bei Zimmereibrand
10. Juli 2006 – Großbrand in der Bodenseewerft
08. Juli 2006 – Auto verschwand im Seehrein
17. Juni 2006 – Seeunfall vor Dingelsdorf
16. Mai 2006 – Den Patienten Fluchthauben übergestreift



23. November 2006 – Führungs-Gruppe probte Orkanlage

Eine Lage vergleichbar mit der beim Orkan Lothar im Dezember 1999 hatte die Führungsgruppe zu bewältigen. Etliche Einspielungen mit umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern sorgte für viel Arbeit. Zusätzlichen Stress brachten sogenannte Blitzlagen wie Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen oder Brandmeldealarme in den verschiedensten Löschbereichen. Zwei Feuerwehrangehörige aus Stockach waren zu Besuch und nahmen Anregungen für die eigene Führungs-Gruppe mit.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-02-17 17:03:17

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23. November 2006 – Führungs-Gruppe probte Orkanlage

10. November 2006 – Unterstützung aus den Nachbarstädten geholt

Aufwändige Jahreshauptprobe Allensbacher Feuerwehr in den Schmieder-Kliniken

Es ist Freitag gegen 17:45 Uhr als in den Allensbacher Schmieder-Kliniken ein Feuer ausbricht. Der Rauch – dargestellt durch Theaternebel aus einer Maschine – breitet sich schnell im Flur des dritten Obergeschosses des Hauses Säntis aus, aufgehalten von den beiden geschlossenen Türen am Flurende, so dass die Treppenhäuser rauchfrei bleiben. Ein automatischer Rauchmelder an der Decke erspürt den Rauch und meldet dies an die Brandmeldezentrale (BMZ) beim Empfang.
Über diese Einheit werden automatisch und umgehend mehrere Dinge gesteuert: Die Leitstelle in Radolfzell wird informiert, die über Funkmeldeempfänger ("Piepser") und Sirenen alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Allenbach und der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes alarmiert. Gleichfalls alarmiert die BMA über Piepser die in den Häusern anwesenden Mitarbeiter, im Empfangsbereich leuchtet eine Anzeige in roter Schrift auf, die das Ereignis und den Ort anzeigt und am Schlüsseltresor vor dem Haupteingang blinkt eine rote Lampe.
Rund sieben Mitnuten später trifft das erste Allensbacher Feuerwehrfahrzeug ein. Noch auf der Anfahrt hat der Einsatzleiter Friedbert Singler die Drehleitern aus Konstanz und Radolfzell zur Unterstützung angefordert. Aus dem Schlüsseltresor, der sich nur öffnen lässt, wenn ein Brandalarm "ansteht", kann er den Generalschlüssel entnehmen. Zuvor muss er mit einem Schlüssel ein weiteres sehr stabiles Türchen öffnen.
Singler erkundet umgehend die Brandstelle und weist seine ersten Atemschutztrupps an, zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins dritte Obergeschoss vorzudringen. Während diese nach oben eilen, werden unten die ersten Löschleitungen verlegt. Kurz darauf treffen weitere Feuerwehrfahrzeuge ein und werden vom Einsatzleiter mit Aufgaben betraut.
Schnell wird klar, dass viele Patienten und Mitarbeiter, die von Jugendfeuerwehrangehörigen gespielt werden, von Feuer und Rauch bedroht sind. Einige von ihnen machen sich lautstark rufend auf den Balkonen bemerkbar. Friedbert Singler beordert daher der Allensbacher und der Konstanzer Drehleiter – letztere traf 16 Minuten nach der Alarmierung ein – in den Innenhof und die Radolfzeller zu einer recht engen Aufstellfläche zwischen zwei Gebäuden beim Haupteingang.
Die übers Treppenhaus und die Drehleitern geretteten Menschen werden dem Rettungsdienst übergeben, der eine "Verletztensammelstelle" eingerichtet hat. Dort halten sich auch drei Notfallseelsorger auf, um bei Bedarf Beistand zu leisten. Insgesamt werden 14 "Opfer" gerettet.
Von Verwaltungsleiter Peter von Skwarski ist zu erfahren, dass sich um diese Uhrzeit rund 80 Mitarbeiter in den Häusern aufhalten, die rund 230 Patienten pflegen, die teilweise bettlägrig sind. Die Mitarbeiter würden für solche Ereignisse geschult, erklärte er, weitere Mitarbeiter könnten bei Bedarf nach dem bestehenden Alarmplan hinzugerufen werden.
"Das war nicht das Kleine Einmaleins der Feuerwehr, sondern eine Gleichung mit mehreren unbekannten", sagte Helmut Richter beeindruckt, der als Stellvertretender Kreisbrandmeister die Übung beobachtet hatte, in der Nachbesprechung im Allensbacher Feuerwehrhaus. Er empfahl, sich bei solch umfassenden Lage Unterstützung von einer Führungs-Gruppe der Nachbarfeuerwehren zu holen.
Bürgermeister Helmut Kennerknecht hatte die Übung gleichfalls aufmerksam verfolgt. "Das ist wohl das anspruchvollste, was es geben kann", sagte er im Feuerwehrhaus. "Sie haben bei dieser riesigen Haurausforderung wieder das Beste gegeben", lobte der Bürgermeister.
Rund 80 Frauen und Männer der Hilfsorganisationen haben an der Übung teilgenommen, die wieder vom Film- und Videoclub Konstanz mitgeschnitten wurde.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-01-23 01:21:55

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10. November 2006 – Unterstützung aus den Nachbarstädten geholt

06. November 2006 – Rettung aus 3 Etagen

Dienst mit Steck-, Schieb- und Drehleiter – Vorstellung des Übungsentwurfs

File-id: 1023
Foto: nea (06.11.2006)
Bei einer Übung des 3. Zuges galt es 10 Personen (9 Angehörige der Jugendfeuerwehr und den Dummy) aus dem Torkel-Gebäude am Benediktinerplatz zu retten. Das Gebäude liegt zwischen Landratsamt (LRA) und Polizeidirektion. Der u-förmige Bau beherbergt das Sozial- und Jugendamt, das Rechnungsprüfungsamt (RPA) und die Kämmerei (Stadtkasse). Die Übung beschränkte sich auf den westlich (Richtung LRA) gelegenen Gebäudeteil, der das Sozial- und Jugendamt beherbergt.
Ziel der im Rahmen des Zugdienstes abgehaltenen Übung war es, alle drei wichtigen Leitertypen der Feuerwehr (Steck-, Schieb- und Drehleiter) zum Einsatz zu bringen. Dafür wurden im 1. und 2. Obergeschoss und im Dachgeschoss des Westflügel je zwei "Opfer" platziert, die ab dem Eintreffen des ersten Fahrzeugs an den geöffneten Fenstern lautstark um Hilfe riefen. So konnten die 2 Mann der Drehleiter der zuerst eintreffenden "Wache" bei der ersten umfassenden Erkundung einige Einsatzschwerpunkte sofort erkennen. Um eine (für eine Übung) sinnvolle Raumaufteilung zu erhalten, wurde darauf geachtet, dass die anleiterbaren Punkte räumlich auseinander lagen (1. OG und Dachgeschoss auf Seite LRA, sowie 2. OG Richtung Innenhof/Parkplatz/Karl-Großhans-Weg).
Um einen raschen Durchmarsch der über das Treppenhaus vorgehenden Trupps von vornherein zu unterbinden, wurden diesen mehrere Hindernisse in den Weg gelegt. So sollte verhindert werden, dass die an den Fenstern um Hilfe rufenden Personen mittels Fluchthauben über das Treppenhaus gerettet werden, ohne dass die Leitern zum Einsatz kämen. So gab es eine Brandstelle im 1. OG im Übergang zum Gebäudeostteil. Gekennzeichnet wurde diese Stelle mit Schildern ("Offenes Feuer", "Beginn" und "Ende"). Das Treppenhaus stand jedoch nicht in Flammen. Da die Trupps nicht ohne zu löschen an dieser ausgedehnten Brandstelle vorbei durften, war hier ein Aufenthalt gegeben, über dessen Länge der Trupp selbst entscheiden konnte.
Im 1. OG lag eine bewusstlose Person im Flur, so dass das Vordringen nach erfolgreicher Brandbekämpfung erneut zum Stillstand kam. Auf dem Podest zwischen 1. und 2. OG lag eine weitere bewusstlose Person. Im Dachgeschoss gab es eine weitere kleinere Brandstelle (Schild "Offenes Feuer") auf dem Flur in Richtung Giebel. Im 1. OG und im DG sorgten je ein Rauchgenerator für Sichtbehinderung.
Dieses Konzept, das Carsten Stiebler und der Autor ausgearbeitet haben, ging auf, da wie vorgesehen, die 6 an den Fenstern stehen Personen tatsächlich über die Leitern gerettet wurden. Eine weitere Herausforderung stellten die doch teilweise recht schmalen Fenster dar.
In dem Giebelzimmer im Dachgeschoss, das als Seminarraum genutzt wird, befand sich ein weiterer Jugendlicher als Opfer. Er befand sich bewusstseinsgetrübt, jedoch gehfähig, auf einem über 2 Meter hohen Podest, das nur über eine feststehende, senkrechte Leiter zu erreichen ist. Von dort ist durch eine Tür ein Zugang in den oberen Teil des Dachstuhls mit der Lüftungsanlage. Dorthin wurde der Dummy platziert. Wie erwartet wurden diese beiden "Opfer" zuletzt gefunden und gerettet beziehungsweise geborgen.
Nach der Drehleiter rückte im realistischen(!) Zeitabstand das LF 16/12 an, das von der Übungsleitung abgerufen wurde. Kurz danach traf der Kombi 6/19 mit Hans-Jürgen Oexl als Brandmeister von Dienst ein. Nach einer weitere realistischen Zeitspanne, rief die Übungsleitung das LF 8 ab. Der Kombi war nicht mit Mannschaft besetzt worden – schließlich sollten die tragbaren Leitern zum Einsatz kommen.
Hans-Jürgen Oexl teilte die Einsatzstelle in zwei Abschnitte ein: DL und LF 8 auf Seite Landratsamt (Rettung/Brandbekämpfung über DL und Steckleiter) und das LF 16/12 beim Parkplatz (Rettung/Brandbekämpfung über Schiebleiter und Treppenhaus). Er veranlasste "virtuell" unter Anderem weitere Dinge: Alarmierung weiterer Löschbereiche, Festlegung des Aufstellungsortes für die Führungs-Gruppe und der Verletztensammelstelle sowie die Zu- und Abfahrt für den Rettungsdienst. Einsatzleiter Oexl führte mangels tatsächlich vorhandener Führungs-Gruppe auf einem Stück Papier eine Lageskizze, die ihm und den Gruppenführern die Orientierung deutlich erleichterte. Auch bei dieser Übung wurde wieder einmal deutlich, wie schwer es ist, eine zuverlässige Anzahl der geretteten Personen zu erhalten. Aufgrund doppelter Meldungen und Übergaben von Verletzten zählte er zwischenzeitlich 12 anstatt maximal 10.
Für die knapp 20 Zugsmitglieder keine leichte Aufgabe, aber im Rahmen einer Zugsübung durchaus zu bewältigende Aufgabe. Die Vielzahl an Aufgaben sorgte für einen entsprechenden Stress. Verzichtet wurde auf die Einspielung eines Atemschutznotfalles, die es bei einem stärkeren Personalbestand gegeben hätte.
Durch die Zentrale wurden Polizei und Leitstelle über die Übung vorab informiert. Rauch – und vor allem schreiende Menschen – ziehen Schaulustige an, die nicht einschätzen können, ob es sich um einen Ernstfall oder eine Übung handelt. Eine Brandmeldeanlage besitzt das Torkel-Gebäude nicht. Dank der engagierten Mitarbeit von Wolfgang Schwarz vom RPA konnte eine spannende Übung innerhalb kurzer Zeit verwirklicht werden. Erfreulich auch, dass wir bei den beteiligten Amtsleitern auf großes Entgegenkommen gestoßen sind.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-11-08 01:50:30

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06. November 2006 – Übung: Rettung aus 3 Etagen

06. Oktober 2006 – Lastwagen kracht in Gefahrgutbehälter

Übung des Gefahrgut-Zuges bei Agrana – Besichtigung bei Lebensmittelverarbeiter

Das Unternehmen

Das Unternehmen Agrana ist in der Lebensmittelbranche tätig. Die Konstanzer Niederlassung ist aus der Deutsch-Schweizerischen Früchteverarbeitung (DSF) hervorgegangen. Sie liegt zwischen Lilienthal- und Byk-Gulden-Straße. Hier werden hauptsächlich die meist tiefgefroren angelieferten Früchte zu Fruchtzubereitungen für Joghurts verarbeitet. Dabei werden die Früchte mit Zucker, Bindemittel und Geschmacksstoffen versetzt. Im Konstanzer Labor werden auch neue Geschmacksrichtungen entwickelt. Die Früchte stammen aus allen Teilen der Welt. Auch die Lieferung der Fruchtzubereitungen erfolgt in die ganze Welt.
Zur Reinigung und Desinfektion der Transportbehälter betreibt Agrana eine Reinigungsanlage. Die Gefäße werden mit Säuren und Laugen ausgespült. Die Gebindegrößen betragen bis zu 800 Liter. Die Gefahrstoffe werden in speziellen Lagern im Keller unterhalb der Waschanlage aufbewahrt. Der Betrieb hat eine eigene Abwasseraufbereitungsanlage. Zufahrten aufs Betriebsgelände gibt es von beiden Straßen aus. Von Montag bis Samstagmorgen wird in drei Schichten gearbeitet. Zwei Schichten produzieren, in der dritten (nachts) wird gereinigt. Auf dem Hof erfolgt auch die Anlieferung der Gefahrgutgebinde sowie das Zwischenlagern bis zu Einlagerung in die entsprechenden Lager.

Die Übung

Gegen 19 Uhr fährt ein Lastwagen mit Gefahrgut in den Hof ein. Als er einem Fußgänger ausweicht, prallt er gegen mehrere Tankgebinde (600 bis 800 l) auf Paletten, die im Hof zwischengelagert sind. Einige Tanks mit Säuren und Laugen – auch auf dem Fahrzeug – werden beschädigt, einer läuft aus. Es treten helle Dämpfe aus, in der Luft ist ein stechender Geruch zu bemerken. Ein Mensch wird unter einem Fass eingeklemmt, ein weiterer bricht am Tor zusammen. Beide sind bewusstlos.
Vom Betrieb aus wird die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Der Gefahrgut-Zug rückt aus. Mit ihm werden laut Alarm- und Ausrückeordnung die Löschbereiche Wollmatingen (Brandschutz) und Allmannsdorf (Dekontamination) sowie die Führungsgruppe alarmiert. Der Wind weht laut Übungsannahme aus Nord. Somit werden Fahrzeugaufstellung und Angriffsweg in der Lilienthalstraße gelegt.
Klaus Wehner, Leiter des Gefahrgutzuges, schickt als erstes einen Trupp unter Pressluftatmern zur Menschrettung und Erkundung vor, da seine Ersterkundung ergeben hat, dass relativ wenig Flüssigkeit austritt. Parallel hierzu lässt er weitere Maßnahmen vornehmen: Um die Ausbreitung in die Kanalisation zu verhindern, werden Kanaleinläufe abgedeckt, ein Trupp wird mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) ausgerüstet, ein Not-Deko-Platz eingerichtet und der Brandschutz sichergestellt. Später erweitern die Kräfte des Löschbereichs Allmannsdorfs die Not-Deko zu einer vollwertigen Dekontaminationsstelle.
Der zuerst ausgeschickte Trupp befreit die Person unter dem Fass und rettet sie. Jenseits der Absperrung wird das "Opfer" zur Verletztensammelstelle gebracht. Der inzwischen eingetroffene Brandmeister vom Dienst, Klaus Koch, übernimmt die Einsatzleitung, unterstützt von der Führungsgruppe mit dem Einsatzleitwagen.
Zwei Trupps unter CSA suchen derweil nach einer zweiten Person, suchen nach Frachtpapieren und dichten die vorhandene Lecks ab. Die Frachtpapiere und die aufwändige Erkundung an den Behältern ergibt, dass diese Reinigungsmittel und 32-prozentige Salzsäure enthalten.
Ein sachkundiger Mitarbeiter unterstützt den G-Zug bei der Planung. Der Einsatzleiter lässt weitere Gefahrguteinheiten im Landkreis alarmieren (nicht real ausgeführt), um Ablösekräfte bereitzustellen.

Das Ende

Nachdem beide Personen "gerettet" und eine stabile Lage hergestellt worden war, wurde die Übung nach einer ausführlichen Lagebesprechung abgebrochen.
Nach dem Aufräumen führte Florian Ströbele, der Auszubildender bei Agrana ist und die Übung vorbereitet hatte, durch den Betrieb. Für die Feuerwehrfrauen und -männer gab es dabei sehr aufschlussreiche Informationen über Verarbeitungsmethoden in der Lebensmittelbranche.
Hans-Jürgen Oexl, Stellvertretender Zugführer des G-Zuges, lobte die Mannschaft für ihre gute Arbeit. "Es gibt nur wenig Kritikpunkte", sagte er. Besonders erfreute ihn, dass die verschiedenen Einheiten so gut zusammengearbeitet hatten.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-10-12 15:35:44

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06. Oktober 2006 – Lastwagen kracht in Gefahrgutbehälter #1
06. Oktober 2006 – Lastwagen kracht in Gefahrgutbehälter #2
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02. Oktober 2006 – Lager mit Explosivstoffen geschützt

Gemeinsame Übung der Feuerwehren Kreuzlingen und Konstanz bei der Feuerwerksfabrik Müller

Kreuzlingen/Konstanz (-) Ein Kleintransporter mit Explosivstoffen gerät in Brand, der auf benachbarte Gebäude übergreift. So lautete die anspruchsvolle Annahme bei einer gemeinsamen Übung der Feuerwehren aus Kreuzlingen und Konstanz. Ort dieser nicht alltäglichen Aufgabenstellung war die Feuerwerksfabrik Müller in Kreuzlingen.
Der Fahrer des Fahrzeugs wird verletzt, in dem benachbarten Wohnhaus, wo sich das Feuer schnell ausbreitet, befinden sich noch zwei Menschen. Alle drei werden von den Kreuzlinger Feuerwehrleuten rasch gerettet und aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die Sanität hat derweil ein Zelt errichtet und dort alles für die Verletztenversorgung vorbereitet.
Da weitere Gebäude mit Produktionsstätten und Lagern von den Flammen bedroht sind, lässt Einsatzleiter Paolo Soppelsa die Freiwillige Feuerwehr Konstanz zur Unterstützung alarmieren. Diese trifft unter Leitung von Matthias Menge kurze Zeit später ein. Soppelsa weist ihr einen eigenen Abschnitt zu.
Im Bereich der Konstanzerstrasse befinden sich zahlreiche Hydranten, die die erforderlichen Wassermengen liefern. Der Verkehrsdienst hat die Straße auf dem Teilstück abgesperrt, so dass die Übenden ungefährdet vom Straßenverkehr ihren Aufgaben nachgehen können. In der Einsatzleitung arbeiten Kreuzlinger und Konstanzer Feuerwehrleute eng zusammen. Dank der gemeinsamen Anstrengungen gelingt es den beiden Feuerwehren, ein Übergreifen der Flammen auf ein größeres Lager mit Explosivstoffen erfolgreich zu verhindern.
Der Kreuzlinger Feuerwehrkommandant Werner Ilg zeigte sich in der anschließenden Besprechung sehr zufrieden mit Übungsverlauf. Insbesondere lobte er die gute Zusammenarbeit in der Einsatzleitung. Die Zahl der Kritikpunkte hielt sich in den Berichten der Übungsbeobachter in Grenzen, was die rund 70 übenden Feuerwehrfrauen und -männer erfreute.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-10-03 15:15:34

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02. Oktober 2006 – Lager mit Explosivstoffen geschützt #1
02. Oktober 2006 – Lager mit Explosivstoffen geschützt #2
02. Oktober 2006 – Lager mit Explosivstoffen geschützt #3
Feuerwehr Kreuzlingen: Übung Konstanzerstrasse/Feuerwerksfabrik Müller

26. September 2006 – Wettfieber bei Feuerwehrübung

Die Freiwilligen Feuerwehren Konstanz und Reichenau "retten und löschen" gemeinsam

Dass Feuerwehrübungen zum Wetten verleiten, war den Einsatzkräften neu. So geschehen bei der gemeinsamen Probe der Freiwilligen Feuerwehren Konstanz und Reichenau am Dienstagabend im Verwaltungsgebäude der Stadt in der Hussenstraße 15, dem 1397 erbauten "Oberen Kornhaus". Ein junges Paar wettet, ist's eine Übung oder nicht: Der Mann gewinnt schließlich den Euro, den seine Begleiterin sofort bezahlt.
Dass die Frau sich täuschen ließ, war nicht verwunderlich: Zahlreiche Einsatzfahrzeuge, Schläuche, Rauch aus dem Dachgeschoss und auf der Gebäuderückseite eine blickende Lampe, die Feuer hinter zwei Fenstern in einem Büroraum des Personalamtes darstellt. Die Aufgaben für die Feuerwehrleute sind schnell klar: Menschenrettung und Brandbekämpfung. Eine anfänglich unbekannte Anzahl Personen sollen sich nach Aussage des Hausmeisters im Gebäude befinden. Letztlich werden von den Atemschutzträgern sechs Menschen ins Freie gebracht.
Um einen geordneten Ablauf zu gewährleisten, teilt Einsatzleiter Antonius Martin die Kräfte in zwei Abschnitte auf: der 2. Zug der Konstanzer steht in der Hussenstraße, die Reichenauer auf dem Augustinerplatz.
Die abschließende Besprechung findet am Fahrzeug der Konstanzer Führungsgruppe statt. Dort ist übersichtlich dargestellt, wie die Einsatzstelle aussieht, wieviel Menschen gerettet wurden und die Fahrzeuge aufgestellt sind.

Städtische Kiffer

"Haben die im Rathaus gekifft?", fragte einer der Passanten beim Anblick des Rauchs, der aus dem Dachgeschoss des städtischen Personalamtes quoll. Nun, gesetzwidriges ging da nicht vor; Theaternebel für eine Feuerwehrübung war's. Aber wahrscheinlich war diese Bemerkung sowieso nicht ernst gemeint. Schließlich kann es auch in städtischen Amtsstuben vorkommen, dass die Köpfe rauchen, um kniffligen Fragen eine alle befriedigende Lösung zu bescheren, anstatt sich hinter den Paragrafenbergen zu verschanzen, um gänzlich unsichtbar zu werden.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-09-29 13:31:38

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26. September 2006 – Wettfieber bei Feuerwehrübung #1
26. September 2006 – Wettfieber bei Feuerwehrübung #2
26. September 2006 – Wettfieber bei Feuerwehrübung #3
26. September 2006 – Wettfieber bei Feuerwehrübung #4

11. September 2006 – Atemschutznotfall bei Zimmereibrand

Brand in der Zimmerei Biehler im Stomeyersdorf. So lautete die Übungsannahme für die erste Übung des 3. Zuges nach der Sommerpause.
Im linken Teil der Werkstatt war es zu einem Brand gekommen. Starke Rauchentwicklung, dargestellt durch Theaternebel, behinderte schon von Außen die Sicht. Von der Vorderseite des Gebäudes führte die Besatzung von 6/44 (LF 16/12) unter Atemschutz einen Innenangriff durch. An der linken Gebäudeaußenseite baute sie eine Riegelstellung zum angrendenzen, überdachten Freilager auf. Die Besatzung von 6/41 (LF 8) übernahm von der Gebäuderückseite die gleichen Aufgaben.
Während der Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrangehöriger bewusstlos, der sich an der linken Außenwand befand. Da er von seinem Partner nicht allein aus dem engen Durchgang befreit werden konnten, eilte ein Rettungstrupp herbei um gemeinsam den "Ohnmächtigen" zu retten. Nach der Befreiung wurde das "Opfer" von seinen Kameraden wiederbelebt.
Da zwischenzeitlich die Trupps "Feuer aus" gemeldet hatten und keine Personen nach ausführlichen Durchsuchungen gefunden wurden, konnte das Übungsende verkündet werden.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-02-19 14:00:15

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11. September 2006 – Übung: Atemschutznotfall bei Schreinereibrand

10. Juli 2006 – Großbrand in der Bodenseewerft

Verbandsübung des 9. Zuges (Dettingen) zusammen mit dem 5. (Dingelsdorf) und dem 4. (Litzelstetten). Angenommen war ein Großbrand an der Bodenseewerft am Wallhauser Hafen in der Uferstraße. 15 Menschen hatten die Feuerwehrfrauen und -männer zu "retten". Die "Opfer" befanden sich in verschiedenen Werftgebäuden, einem angrenzende Wohnhaus (einige hatten sich auf das Flachdach retten können) und einer angrenzenden Schreinerei. Neben der Menschenrettung und der Brandbekämpfung bauten die Feuerwehrleute mehrere Riegelstellungen auf, um benachbarte Gebäude vor einem "Brandübergriff" zu bewahren. Der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuz richtete eine Verletztensammelstelle ein und betreute die teilweise schwer Verletzten, die mit hässlichen Wunden geschminkt worden waren.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-07-11 00:34:08

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10. Juli 2006 – Großbrand in der Bodenseewerft

08. Juli 2006 – Auto verschwand im Seehrein

Übung der Ölwehr der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz mit den Rettungstauchern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und dem Malteser Hilfsdienst (MHD): Ein Auto mit drei Insassen schießt bei der Neuen Rheinbrücke in den Seerhein und versinkt im Wasser etwa 30 bis 40 Meter vom Ufer entfernt. Einer der Insassen kann sich aus dem versinkenden Auto befreien und sich schwimmend an einem Seezeichen festhalten. Er kann von Tauchern gerettet und an Bord des Mehrzweckbootes gebracht werden.
Schwieriger gestaltet sich die Rettung der im Auto Eingeschlossenen. Das Fahrzeug war in etwa sechs Meter Tiefe abgesunken, die Sicht von der Brücke aus reichte nur etwa einen Meter unter die Wasseroberfläche, die Sicht im Wasser betrug nur etwa 2 bis 3 Meter. Nach der Rettung der Insassen, bargen Rettungstaucher und Feuerwehrleute das Auto mittels Seilwinde des RW 2.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-07-09 21:19:59

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08. Juli 2006 – Auto verschwand im Seehrein 4
08. Juli 2006 – Auto verschwand im Seehrein 3
08. Juli 2006 – Auto verschwand im Seehrein 2
08. Juli 2006 – Auto verschwand im Seehrein 1
08. Juli 2006 – Auto verschwand im Seehrein 5

17. Juni 2006 – Seeunfall vor Dingelsdorf

Ein Fischerboot rammte ein Arbeitsboot mit einem Ponton. Sechs Personen waren verletzt, 2 davon trieben im Wasser. Das Fischerboot hatte Feuer gefangen, so die Annahme für eine Übung von Zug 5 (Dingelsdorf), der Ölwehr und der Führungs-Gruppe.
Das Mehrzweckboot wurde ins Wasser gelassen und begann mit der Menschenrettung. Das Feuerlöschboot hatte die Aufgabe der Brandbekämpfung und ebenfalls der Personenrettung. Der 5. Zug hatte einen Löschangriff am Land vorbereitet und übernahm die Betreuung der "Verletzten". Einsatzleiter Bernd Oser teilte den Einsatzbereich auf in die Abschnitte Land und Wasser. Da es an der Einsatzstelle sehr eng zu ging, war der Einlastzleitwagen mit der Führungs-Gruppe über 300 Meter vom Geschehen entfernt. Eine sichere Funkverbindung auf einem Kanal war die Ideallösung.
Nach einer Stunde in der prallen Sonne konnte die Übung erfolgreich beendet werden.
Autor: Arthur Merk – Letzte Änderung: 2007-02-20 01:00:02

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17. Juni 2006 – Seeunfall vor Dingelsdorf 1
17. Juni 2006 – Seeunfall vor Dingelsdorf 2

16. Mai 2006 – Den Patienten Fluchthauben übergestreift

Sicherheitskonzept getestet – Einsatzübung am Klinikum Konstanz

Scheinbar harmlos als "Melderalarm" begann am Montagabend kurz nach 19.30 Uhr eine Einsatzübung von Freiwilliger Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Malteser Hilfsdienst (MHD) im Hauptgebäude des Konstanzer Klinikums. Doch schon kurze Zeit später war klar, dass es sich diesmal nicht um einen der vielen Fehlalarme sondern um einen tatsächlichen Brand mit viel Rauch handelte, der in zwei Stationen im Südflügel auf den Ebenen G und H ausgebrochen war, so die Übungsannahme.
Die erste Erkundung der Feuerwehrleute ergab, dass zahlreiche Patienten und Besucher sowie Pflegepersonal vom Rauch eingeschlossen waren. Daher ließ Einsatzleiter Klaus Menge weitere Feuerwehrkräfte aus Wollmatingen sowie die Rettungsdienste von DRK und MHD hinzualarmieren. Die Feuerwehr setze ihre beiden Drehleitern ein, um Menschen über diese "zu retten". Am Boden nahmen ein Notarzt und Sanitäter die "Opfer" in Empfang und fuhren sie mit Rettungswagen in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Klinikums.
Währenddessen brachten Feuerwehrleute unter Atemschutzgeräten auf Ebene H Patienten und Besucher – gespielt unter anderem von Schülerinnen der Pflegeschule und Jugendfeuerwehrangehörigen – in den angrenzenden rauchfreien Bereich. Dazu streiften sie den zu Rettenden sogenannte Fluchthauben über, damit diese den giftigen Rauch – dargestellt durch ungefährlichen Theaternebel – abhielten. Ärzte und Pflegedienstpersonal übernahm sofort die Betreuung der Geretteten und verlegten diese in freie Betten. Der Zustand einiger Personen hatte sich verschlechtert, so das diese auf die Intensivstation und in die ZNA verlegt werden mussten. Parallel hierzu versuchten Feuerwehrleute die Brandstelle auf der Ebene G ausfindig zu machen und die Flammen zu löschen.
Im Eingangsbereich bildete die Klinikleitung einen Einsatzstab. Die Führungs-Gruppe der Feuerwehr platzierte ihr Einsatzfahrzeug in der Nähe, und koordinierte zusammen mit dem Einsatzleiter den Ablauf. Die dort geführten Übersichten enthielten die wesentlichen Informationen, wie die Zahl der Opfer – über 20 – oder der betroffenen Bereiche.
Die Verlegung von Patienten auf der gleichen Ebene ist Teil des Sicherheitskonzeptes, was in dieser Übung mit rund 100 Beteiligten unter anderem getestet werden sollte. Klinikdirektor Martin Stuke und der Stellvertretende Pflegedirektor Konrad Kraus waren mit dem Verlauf zufrieden. Übungsbeobachter und die anderen Verantwortlichen der beteiligten Organisationen und Klinikabteilungen waren gleichfalls glücklich das Übungsziel erreicht zu haben. In der anschließenden Aussprache waren die Sprecher selbstkritisch genug, um auf einige Dinge hinzuweisen, die sie zukünftig verbessern wollen.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-05-24 15:09:57

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17. Mai 2006 – Den Patienten Fluchthauben übergestreift 1
16. Mai 2006 – Den Patienten Fluchthauben übergestreift 2
16. Mai 2006 – Den Patienten Fluchthauben übergestreift 3
24. Mai 2006 – Den Patienten Fluchthauben übergestreift 4


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