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2007
8 Berichte
09. Oktober 2007 – „Menschenrettung“ aus dem PfarrhausGemeinschaftsübung der Feuerwehren Reichenau und KonstanzReichenau/Konstanz (-) „Brandausbruch“ im Pfarrhaus des Münsters St. Maria und Markus in Mittelzell auf der Insel Reichenau. Rund zehn Personen sind im Haus eingeschlossen. Die Freiwillige Feuerwehr Reichenau rückt zur Menschenrettung und Brandbekämpfung aus. Das ist der Auftakt zur Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Reichenau und Konstanz.
Kommandant Andreas Schlegel trifft mit dem ersten Löschfahrzeug am Übungsort in der Burgstraße ein. Seine Erkundung ergibt, dass in dem über einen Hof zugänglichen Pfarrhaus im ersten und zweiten Obergeschoss ein Pater mit mehreren Jugendlichen – dargestellt durch Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr – eingeschlossen ist. Einige von ihnen stehen an den Fenstern und rufen um Hilfe. Offensichtlich ist das Treppenhaus verqualmt, sodass die Eingeschlossenen nicht flüchten können.
Die stabile Türe ist abgeschlossen und da ein Aufbrechen zuviel Zeit kosten würde, entschließt sich Andreas Schlegel dazu, die Menschen aus dem ersten Obergeschoss, wo sich der als Gemeinschaftsraum benutzte Kapitelsaal befindet, über eine Steckleiter zu retten. Die Konstanzer Feuerwehrleute – vertreten durch den 2. Zug (Paradies) – erhalten den Auftrag, von der Gebäuderückseite mit Hilfe der Drehleiter die Menschen aus dem zweiten Obergeschoss, wo sich das Pfarrbüro befindet, zu befreien.
Da die enge Zufahrt über die Seestraße ein schnelles Eingreifen der Drehleiter verhindert, schafft sich die Atemschutztrupps gleichfalls mittels einer vierteiligen Steckleiter einen Zugang. Schließlich schafft es der Maschinist, das große Fahrzeug an die Gebäuderückwand zu fahren. Mit dem an der Leiterspitze befestigten Korb werden schließlich die „Opfer“ sicher nach unten gebracht. Nachdem beide Feuerwehren die Menschrettungen abgeschlossen haben, werden mehrere Schlauchleitungen ins Gebäude verlegt und das „Feuer“ bekämpft.
Spontane Verstärkung bekamen die Feuerwehrleute von Sabine Heseding. Die junge Frau wohnt seit kurzem in der Mittelzeller Straße. Als sie die Martinshörner der zur Übung eilenden Fahrzeuge hörte, beschloss sie der Ursache dieses Aufruhrs nachzugehen. Schließlich ist seit über zehn Jahren aktive Feuerwehrfrau in ihrer Heimatgemeinde Wiesentheid in Unterfranken und seid einigen Jahren ausgebildete Notfallseelsorgerin. Kommandant Andreas Schlegel zögerte nicht lange und nahm sie mit in die Übung auf. Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-10-10 15:43:30
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08. Oktober 2007 – Brand in studentischer HolzwerkstattÜbung des 3. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Malteser HilfsdienstEin Melderalarm an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) ist kein ungewöhnliches Einsatzstichwort für die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz. Dass es nicht bei einem „Fehlalarm“ bleiben würde, war den Übenden des 3. Zuges von vornherein klar. Schließlich erwarteten sie einen anspruchsvollen und lehrreichen Dienstabend.
Die Ersterkundung führte die Besatzung des ersten Löschfahrzeug an die Brandmeldezentrale in der Brauneggerstraße. Dort erkannte Gruppenführer Bernd Oser, dass die Rauchmelderauslösung in der Schreinerwerkstatt gemeldet wurde. Seine anschließende Erkundung ergab, dass dort tatsächlich ein „Brand“ ausgebrochen war, denn dichte Rauchschwaden – dargestellt durch Theaternebel – wiesen auf das „Schadensereignis“ hin. Da selbst zu dieser abendlichen Stunde mit Studenten in der Werkstatt gerechnet werden musste, ließ Oser sofort ein weiteres Löschfahrzeug nachrücken. Einsatzleiter Klaus Koch forderte zudem den Malteser Hilfsdienst zur Betreuung der „Verletzten“ an.
Mehrere Atemschutztrupps werden von Oser und Roman Kimmig, Gruppenführer des zweiten Löschfahrzeugs, in das Kellergeschoss zur Suche und zur Brandbekämpfung entsendet. Rund ein halbes Dutzend „Verletzte“ – dargestellt von geschminkten Maltesern – bringend die Feuerwehrleute binnen kurzer Zeit ins Freie und übergeben sie den Maltesern unter der Leitung von Philipp Hiestand. Nach der abgeschlossenen Menschrettung können die Einsatzkräfte mit umfangreichen Löschmaßnahmen beginnen und schließlich „Feuer aus“ melden.
Als Brandausbruchsstelle haben Andreas König und Markus Nägele als Übungsleiter einen Spänesammelbehälter in der Holzwerkstatt angenommen. Gefahren für die Feuerwehrleute bestehen in solch einem Objekt unter anderem durch laufende Maschinen oder defekte Luftleitungen. Auch müsse – trotz der vorgerückten Stunde – immer mit Studenten gerechnet werden, die in ihrer Werkstatt an Modellen arbeiteten, so Andreas König, der als Schreinermeister an der HTWG angestellt ist. Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-10-10 01:49:41
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01. Oktober 2007 – „Explosion“ bei BetriebsfestGemeinsame Übung der Feuerwehren aus Konstanz und Kreuzlingen mit dem Malteser HilfsdienstKonstanz/Kreuzlingen (-) Bei Schweißarbeiten während eines Betriebsfestes der pharmazeutischen Firma Dr. Kade in der Opelstraße ereignet sich eine „Explosion“. Im Kartonagenlager – wo die Feier stattfindet – breitet sich das Feuer rasch aus. Mehrere Menschen werden in dem Gebäude vermisst. Dieses Szenario hatte die Konstanzer Freiwillige Feuerwehr für die gemeinsame Übung mit den Kameradinnen und Kameraden aus Kreuzlingen vorbereitet.
Als die ersten Einsatzkräfte auf dem Firmengelände eintreffen, rennen mehrere „Verletzte“ – dargestellt von Jungmaltesern und Jugendfeuerwehr, die professionell vom Malteser Hilfsdienst geschminkt sind – hysterisch umher. Die Feuerwehrleute haben alle Mühe, diese zu bändigen um zu verhindern, dass sie in das „brennende“ Gebäude laufen, um dort nach ihren „vermissten“ Freunden und Kollegen zu suchen. Aufgrund der vorgefundenen Lage werden sofort weitere Kräfte der Konstanzer und Kreuzlinger Feuerwehr sowie die Schnelleinsatzgruppe der Malteser angefordert.
Parallel zur Menschenrettung aus dem Kartonagenlager lässt Einsatzleiter Andreas Knäble eine Riegelstellung aufbauen, um zu verhindern dass der „Brand“ auf das Nachbargebäude mit seiner Technik und der Warenanlieferung übergreift. Ebenso veranlasst er einen umfassenden Löschangriff, um das „Feuer“ in dem langgestreckten Bau einzudämmen. Zwei Verletztensammelstellen werden eingerichtet. Eine davon wird von der Sanität der Kreuzlinger Feuerwehr betreut, die andere von den Maltesern.
Am großen Einsatzleitwagen zeichnet die Führungs-Gruppe die umfangreiche Lage ausführlich mit, um dem Einsatzleiter den Überblick über das Geschehen zu erleichtern. Der Kontakt zwischen den deutschen und schweizerischen Einsatzkräften wird durch eine Konstanzer Verbindungsperson sichergestellt, die sich bei der Kreuzlinger Einsatzabschnittsleitung aufhält. Dies ist nötig, da die Feuerwehren mit unterschiedlichen Funktechniken arbeiten.
In der Nachbesprechung erklärten sich die Übungsbeobachter im Wesentlichen zufrieden mit der gezeigten Leistung der über ein Hundert Einsatzkräfte. Die aufgetretenen Fehler werden in den kommenden Ausbildungsdiensten besprochen. Der Konstanzer Feuerwehrkommandant Dieter Quintus zeigte sich insbesondere von der schauspielerischen Leistung zweier Jungmalteserinnen beeindruckt, die zu Beginn als Verletzte ordentlich für Wirbel gesorgt hatten. Jürgen Waldraff, Leiter der Haustechnik, und Markus Bayer, Leiter der Zentralen Dienste, von Dr. Kade waren von der gezeigten Leistung sehr angetan. Waldraff stellt der Konstanzer Feuerwehr schon ein weiteres Übungsobjekt in Aussicht: Der Gefahrgut-Zug soll den Ernstfall in einem chemischen Labor proben.
Die Feuerwehren aus Konstanz und Kreuzlingen üben jedes Jahr mindestens einmal gemeinsam. Sie wollen gerüstet zu sein, falls eine grenzüberschreitende Hilfe angefordert wird, was alle paar Jahre vorkommt. Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-02-22 15:23:16
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29. September 2007 – Waldbrand im Dettinger RiedIm Rahmen einer Verbandsübung erprobte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz am vergangenen Samstag den Einsatz bei einer Waldbrandlage. Im Bereich des Dettinger Rieds wurde eine Lage mit mehreren Flächenbränden angenommen. Unter Leitung von Arthur Merk waren die Löschzüge Dingelsdorf, Dettingen und Litzelstetten im Einsatz. Zur Unterstützung des Einsatzleiters durch Abwicklung der Kommunikation und Lagedarstellung wurde die Führungsgruppe eingesetzt.
Die Übung diente dem Erproben des Löschwassertransportes mit Tankfahrzeugen, dem Sammeln von Erfahrungen bei der Bekämpfung von Waldbränden sowie der Orientierung und Lagedarstellung. Bedingt durch die zum Teil unwegsamen Gebiete in den Wäldern, die teilweise nicht zum Befahren mit Löschfahrzeugen geeigneten Wege sowie das Erfordernis, Löschwasser über größere Entfernungen heranzuführen, bedeuten Waldbrandlagen für die Feuerwehr einsatztaktisch einige Besonderheiten.
Mehrere Übungsbeobachter verschafften sich in der Einsatzleitung sowie an den einzelnen angenommenen Brandstellen einen Überblick über das Geschehen. Die aus der Übung gewonnenen Erkenntnisse werden nun in die Einsatzplanung- und Vorbereitung sowie die weitere Ausbildung der Einsatzkräfte einbezogen.
Die Planung und Vorbereitung der Übung erfolgte in enger Abstimmung mit der Forstverwaltung sowie dem Regierungspräsidium Freiburg als höherer Naturschutzbehörde.
In der Übungsnachbesprechung wurden die gewonnenen Erkenntnisse zusammen getragen. Die Ortsvorsteher Heinrich Fuchs (Dingelsdorf-Oberdorf) und Roger Tscheulin (Dettingen-Wallhausen) nutzten die Gelegenheit, um sich einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit ihrer Löschzüge zu verschaffen und sich bei den Feuerwehrangehörigen zu bedanken. Autor: hwr – Letzte Änderung: 2007-10-02 12:46:54
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24. September 2007 – Wohnhausbrand bei PartyBei einer Party in einem Wohnhaus im Käthe-Kollwitz-Weg 8-10 bricht am Montagabend gegen 19.30 Uhr im Keller ein Brand aus. Durch den entstehenden Tumult entsteht aus Unachtsamkeit im ersten Obergeschoss ein weiteres Feuer. Rund ein halbes Dutzend Menschen werden durch Feuer und Rauch eingeschlossen.
Als die ersten Einsatzkräfte des 3. Zuges an der Übungsstelle eintreffen, ist ein Teil des Straßenzuges in Rauchschwaden eingehüllt. Mehrere Atemschutztrupps nehmen unverzüglich die Suche nach den Vermissten im Wohnhaus auf. Nach und nach gelingt es 7 Menschen aus dem total verrauchten Gebäude zu „retten“. Nachdem die „Flammen“ mit 3 C-Rohren gelöscht sind, wird mit einem elektrisch betriebenen Hochleistungslüfter das Gebäude rauchfrei gemacht.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-09-25 01:30:47
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23. Juli 2007 – Brand in ZimmereiFeuerwehr übte im Stromeyersdorf„Brand in Zimmerei“ lautete das Einsatzstichwort für rund 50 Feuerwehrleute des 3. und 7. Zuges und der Führungs-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr am Montagabend bei einer Übung im Stromeyersdorf. In der Zimmerei und Bauschreinerei Markus Biehler in der Line-Eid-Straße war im Bürotrakt ein Feuer ausgebrochen, das sich rasch in Werkstatt und Lager ausbreitete, so die Übungsvorgabe, die Zugführer Klaus Koch ausgearbeitet hatte.
Als die ersten Feuerwehrfrauen und -männer eintrafen, drangen schon dichte Rauchwolken aus dem verwinkelten Gebäude, dargestellt durch künstlichen Theaternebel. Rasch schickte Einsatzleiter Hannes Oexl mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten in das Gebäude um nach Menschen suchen und das „Feuer“ bekämpfen zu lassen. Eine Riegelstellung außen schützte weitere Gebäudeteile vor den „Flammen“. Am Einsatzleitwagen stellte die Führungs-Gruppe die Lage übersichtlich dar.
Durch die in einem holzverarbeitenden Betrieb hohe Brandlast – neben Holz lagern dort auch Gasflaschen, Benzin und Bitumen – breitete sich das Feuer rasch aus, sodass schnelles und überlegtes Handeln gefordert war. Die Frauen und Männer retteten schlussendlich einen Betriebsangehörigen aus dem verrauchten Gebäude und brachten mehrere untergestellte Fahrzeuge ins Freie. Als besondere Einlage musste ein „verletzter“ Feuerwehrangehöriger aus einer schwierigen Lage befreit werden, was auch im wirklichen Einsätzen geschehen kann und mit Lebensgefahr verbunden ist.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-08-02 00:32:05
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11. Mai 2007 – „Das war voll gut gewesen, da drinnen!“Um 18 Uhr erhielt die Jugendfeuerwehr in Dingelsdorf den Auftrag zum Übungseinsatz in der Wallhauserstraße. Der stellvertretende Zugführer Andreas Wilhelm hatte sein Gebäude eigens für die Jugendlichen hergerichtet. Annahme war ein Gebäudebrand in einer Scheune und Gefährdung des angeschlossenen Wohnhauses.
Bei der Ankunft des ersten Fahrzeuges konnte die Lage, mit der Hilfe eines Bewohners des Hauses, sehr schnell erkundet werden. Sofort wurde die Verstärkung durch das bereitstehende TLF der Gruppe aus Dettingen angefordert.
Die Löschgruppe des Dingelsdorfer LF 8/6 begann mit dem Aufbau eines Innenangriffs und der Menschenrettung über den Eingang eines Heizungsraumes im Erdgeschoss. Dabei wurden zwei C–Rohre vorgenommen. Über das Treppenhaus drangen die Jugendfeuerwehrangehörigen schließlich auch in den darüber liegende Teil der Scheune vor. Schnell fanden sie den Brandherd im ersten Obergeschoss. Deshalb stiegen die Kräfte aus Dettingen zusammen mit der MTW-Besatzung von 5/19 mit einem weiteren C-Rohr über eine zweiteilige Steckleiter direkt in die Luke der Scheune ein. Gleichzeitig wurde ein B-Rohr zur Riegelstellung zwischen der Scheune und dem angrenzenden Wohngebäude in Stellung gebracht. Natürlich blieb der Einsatz der Jugendfeuerwehr auch in der Nachbarschaft nicht unbemerkt, so dass sich einige interessierten Schaulustige einfanden.
Nach einigen Minuten wurde die erste verletzte Person im Heu der Scheune gefunden und über das Treppenhaus gerettet. Im Folgenden konnten zwei weitere Personen über die Treppe und über die Steckleiter gerettet werden. Eine Verletztensammelstelle wurde in der Einfahrt eines Nachbargrundstücks errichtet. Hier wurden auch zwei Jugendfeuerwehrleute, die sich bei den Löscharbeiten „verletzt“ hatten, von ihren Kameraden versorgt.
Nach dem der Brandherd abgelöscht war, die Räume einzeln abgesucht und zwei Kanister mit brennbarem Material geborgen worden waren, konnte die Übung beendet werden. Vor allem die noch sehr jungen Mitglieder der Gruppe Dingelsdorf hatten große Freude an der Übung gehabt: „Das war voll gut gewesen, da drinnen!“.
Die Verpflegung der Jugendlichen erfolgte abschließend in geselliger Runde im Gerätehaus Dingelsdorf.
Autor: Alan Dittrich – Letzte Änderung: 2007-05-31 15:42:36
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22. Januar 2007 – Klinik-Brand durch Rauchen im BettAufwändige Übung von Feuerwehr und MHD in der Schmieder-Klinik | | Foto: nea ((Ohne Datum)) |
Rauchen im Bett und der sich daraus ergebende Brand, waren die Annahme für eine aufwändige Übung der Freiwilligen Feuerwehr und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) bei der Schmieder-Klinik in der Eichhornstraße.
Ein "Patient" hatte sich vor dem Schlafengehen, so die Annahme, im Bett eine Zigarette angesteckt. Da er dabei einnickte, fiel der Glimmstengel auf die Bettdecke und entzündete diese. Dabei entstand dichter Rauch. Da der Mann durch die Gluthitze erwachte, versuchte er sich auf den Flur zu retten. Beim Öffnen der Tür brach er jedoch bewusstlos zusammen. Durch die entstandene Öffnung strömte nun der Qualm – dargestellt durch Theaternebel – auf den Flur, worauf kurze Zeit später die automatischen Rauchmelder an der Decke ansprachen.
Daraufhin geschahen, gesteuert durch die Brandmeldezentrale, mehrere Dinge zur gleichen Zeit: Auf dem Flur ertönte ein Warnton, die offenstehenden Rauchabschlusstüren schlossen sich selbstständig und es erfolgte eine Meldung an die Feuerwehrzentrale in der Steinstraße. Von der Feuerwache aus rücken kurz darauf die ersten Fahrzeuge ab. Kommandant Dieter Quintus fuhr von zuhause aus an.
 | | Foto: Johannes Braun ((Ohne Datum)) |
Noch als die ersten Einsatzkräfte unterwegs waren, erfuhr die Zentrale durch ein Telefonat mit der Klinik, dass es "tatsächlich" brennen würde. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute erkundeten an der Brandmeldezentrale den genauen Brandort. Dieser lag im zweiten Obergeschoss. Dieses war bis zur betreffenden Abschlusstüre rauchfrei. Mit diesen Informationen ausgestattet begaben sie sich wieder vor das Gebäude, wo sie ihre Erkundungsergebnisse dem Kommandanten mitteilten.
Dieter Quintus entschloss sich daraufhin, die Einsatzstelle in zwei Abschnitte aufzuteilen: Der erste übernahm die Rettung der Patienten vom Alpsteinweg, der zweite mit der gleichen Aufgabe von der (tiefer gelegenen) Seeseite. Hierzu ließ er weitere Kräfte aus der Altstadt zusammen mit der zweiten Drehleiter anrücken. Der Löschangriff sollte von den im Haus verteilten Wandhydranten erfolgen, die an eine wassergefüllte Steigleitung angeschlossen sind, um das Öffnen von Türen zu vermeiden. Die Führungsgruppe bezog mit dem Einsatzleitwagen vor dem Haupteingang die Stellung.
Aufgrund der zu erwartenden Menge an zu betreuenden Personen ließ der Rettungsdienst des Malteser Hilfsdienstes die eigene Schnelleinsatzgruppe hinzualarmieren. Die Verletztensammelstelle richteten die Einsatzkräfte im Eingangsbereich des ersten Obergeschosses ein. Die meisten der sich in ihren Zimmer aufhaltenden "Patienten" hatten sich auf die Balkone geflüchtet. Von dort brachten sie die Feuerwehrfrauen und -männer über die Drehleitern in Sicherheit. Eine Verletztensammelstelle im Alpsteinweg wurde nach einiger Zeit aufgelöst, um alle "Opfer" im Warmen und übersichtlich an einer einzigen Stelle betreuen zu können.
 | | Foto: Michael De Pieri ((Ohne Datum)) |
21 "Patienten und Verletzte" hatten die Übungsleiter vorbereitet. Diese wurden alle an die Sammelstelle gebracht, wo sie von Maltesern, Ärzten und Pflegepersonal betreut wurden. Nach der erfolgreichen Rettung aller Personen und dem "Feuer aus" konnte die Übung in weniger als anderthalb Stunden beendet werden.
In der anschließenden Nachbesprechung zeigte sich Kommandant Dieter Quintus zufrieden über den Übungsverlauf. Er erklärte auch, dass im Ernstfall eine Verlegung von Patienten in einen anderen Brandabschnitt auf der gleichen Geschossebene vorgenommen würde. Dies sei hier jedoch nicht gemacht worden, um die Patienten dort nicht zu beunruhigen. Die Übung hatte in einem derzeit von Patienten nicht genutzten Bereich im zweiten Obergeschoss stattgefunden. Der Schmieder-Klinik bescheinigte Quintus, dass diese bei "der Brandschutztechnik auf einem super Stand ist".
Michael Norgauer vom MHD freute sich, dass die Verletztenregistrierung gut funktioniert habe. Diese ist wichtig, um unter anderem einen Überblick zu haben, ob noch Personen vermisst werden. Verwaltungsleiter Peter von Skwarski lobte, es sei hervorragend, dass die Übung so "geordnet und koordiniert" abgelaufen sei. Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-01-25 01:34:00
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