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2008
5 Berichte
01. September 2008 – Verbandsübung bei Alcan Packaging in KreuzlingenAm Montagabend, gegen 19.20 Uhr, kam es im Bereich des Druckereigebäudes von Alcan Packaging in Kreuzlingen zu einem Brand, der sich auf Grund der im Betrieb reichlich vorhandenen Kartonagen und lösungsmittelhaltigen Farben rasch ausbreitete. Bereits kurz nach Ausbruch des Brandes holte die Werksfeuerwehr Alcan, die mit einem Tanklöschfahrzeug wegen des Ausmaßes rasch am Ende war, die Kreuzlinger Feuerwehr zu Hilfe. Diese rückte kurz nach halb acht mit etlichen Fahrzeugen und einer Vielzahl von Atemschutzgeräteträgern an.
Der Brand hatte sich inzwischen bereits über mehrere Stockwerke hinweg ausgebreitet, einige Personen waren auf das Dach geflüchtet und warteten dort auf ihre Rettung. Deswegen entschied sich die Einsatzleitung der Kreuzlinger Feuerwehr gegen 19.45 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Konstanz um Hilfe zu ersuchen. Diese reagierte prompt und schickte zwei weitere Tanklöschfahrzeuge mit Mannschaft und eine Drehleiter aus dem Bereich Altstadt nach Kreuzlingen. Die Aufgabe des Konstanzer Löschzuges war es, sich in das brennende Gebäude von der anderen Seite außerhalb des Geländes vorzuarbeiten, eine Steigleitung in Betrieb zu nehmen und eine Riegelstellung zum Nachbargebäude aufzubauen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Erschwerend kam hinzu, das im der FF Konstanz zugeteilten Bereich sich eine Reihe von giftigen, lösungsmittelhaltigen Lacke und Farben befand, die die Löscharbeiten behinderten. Die neue Drehleiter wurde indessen zur Rettung der auf das Dach geflüchteten Personen eingesetzt. Kurz nach halb neun wurde die Übung dann erfolgreich beendet.
Bei Einsätzen der Konstanzer Feuerwehr in der Schweiz, und auch umgekehrt der Schweizer Kameraden in Deutschland, ergibt sich immer das Problem, dass die taktischen Vorgehensweisen in beiden Ländern leicht unterschiedlich sind. Aus diesem Grund wurde bereits vor einigen Jahren zusammen mit den Kreuzlinger Kollegen entschieden, dass Kräfte der jeweils anderen Feuerwehr selbstständig als eine Einheit in einem Einsatz arbeiten und es nach Möglichkeit nicht zur Vermischung der Mannschaften kommt. Als Kommunikationsbrücke zwischen dem "ausländischen" Löschzug und der örtlichen Einsatzleitung dient eine Verbindungsperson (oder Verbindungsoffizier in schweizerischer Sprechweise). Ein Ziel der Übung bei Alcan Packaging war so auch, die Zusammenarbeit bei solchen länderübergreifenden Einsätzen zu testen, was schließlich ohne größere Probleme funktioniert hat.
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24. Juni 2008 – Vier Wanderer in der Marienschlucht abgestürztRettungsübung von Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und Deutscher Lebens-Rettungs-GesellschaftAm Dienstagabend verunglückten in der Marienschlucht beim Grillplatz bei Wallhausen vier Frauen und Männer, so lautete die Übungsannahme für die Freiwillige Feuerwehr Konstanz, den Malteser Hilfsdienst und die Ortsgruppen Konstanz, Dettingen-Dingelsdorf und Bodman der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Als die über Land angefahrenen Einsatzkräfte an der „Unglücksstelle“ eintrafen, kam ihnen eine aufgeregte Frau entgegen, die berichtete, dass vier ihrer Mitwanderer einen Tobel und einen Steilhang hinuntergestürzt seien.
Einsatzleiter Jürgen Schächtle erkundete weiterhin, dass je zwei Personen nahe beieinander lagen. Er teilte daraufhin die Mannschaften von Feuerwehr und Sanitätsdienst in zwei Gruppen auf, die sich um die Rettung der Verletzten kümmern sollten. Parallel hierzu waren die DLRG-Ortsgruppen mit insgesamt vier Booten hinzu alarmiert worden. Diese sollten zum einen die Rettung von der Seeseite unterstützen als auch einen Abtransport der Verunglückten über Wasser ermöglichen.
Die im Tobel liegenden Menschen waren etwa zehn Meter tief abgestürzt. Beide hatten schwere Verletzungen, so dass sie nicht mehr selbstständig nach oben steigen konnten. Nach einer Erstversorgung durch die Sanitäter der Malteser wurde der Mann in einer Schleifkorbtrage nach oben zum Fahrweg gebracht, wo der Rettungswagen wartete. Anschließend hievten die Helfer die auf einer Schaufeltrage liegende Frau gleichfalls auf sicheren Grund. Dort wurden beide für den Transport ins Krankenhaus vorbereitet.
Die Rettung der beiden im Steilhang liegenden Personen war deutlich aufwendiger. Deren Stürze waren durch Bäume aufgehalten worden. Der heftige Aufprall hatte schwere Verletzungen zufolge. Bei dieser Rettungsaktion kam den Einsatzkräften das Wissen einiger Mitglieder der Höhenrettungsgruppe zugute. Umfangreiche Sicherungen mit Fangleinen brachten die Retter an einem dicken Baumstamm an. Diese diensten sowohl als Sicherung für sie selbst als auch für die Verletzten, die so von einem weiteren Absturz bewahrt blieben.
Nacheinander seilten die Feuerwehrleute beide – ebenfalls nach einer Erstversorgung durch die Malteser – in Schleifkorbtragen an Ufer ab. Da das Hinablassen einfacher und weniger anstrengend für die Verletzten war als das mühsame Hinaufziehen, wurde dieser Weg gewählt. Am Ufer warteten schon die Boote – darunter auch die jüngst neu beschafften – der DLRG, die dort bequem anlanden konnten. Nachdem die Opfer auf Tragen umgebettet waren, hoben die Helfer sie in die Rettungsboote.
Damit endete schließlich die Übung. Die Verantwortlichen der beteiligten Hilfsorganisationen zeigten sich in der abschließenden Besprechung über deren Verlauf zufrieden. Die Zusammenarbeit untereinander und auch die Übergabe auf die Boote hätten gut geklappt, so die einhellige Meinung. Einzig die Funkverständigung war wegen der Topografie teilweise erschwert, sodass sich die Einsatzkräfte manchmal erst nach einem Ortswechsel untereinander verständigen konnten oder gar zu Fuß ihre Meldungen überbringen mussten. Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-07-17 12:37:34
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17. Juni 2008 – Brand einer Scheune in EggMeldung folgt! Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-06-18 00:28:11
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21. April 2008 – Hilfeschreie an der UniÜber 40 Menschen „gerettet“ – Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehr und des Malteser HilfsdienstesSchreiende Menschen auf Dächern, Terrassen und an Fenstern empfingen die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Dichter Rauch quoll den Feuerwehrleute aus allen Ebenen des Gebäudes H der Universität entgegen. Diese Szene bildete den Auftakt zu einer Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehr und des Malteser Hilfsdienstes.
Die Flure eines Flügels des L-förmigen Gebäudes waren vollständig mit künstlichem Theaternebel „verraucht“. Der andere Flügel blieb Dank der geschlossenen Türen rauchfrei. Einsatzleiter Bernd Oser setzte drei Aufgabenschwerpunkte: Rettung der von Rauch und Feuer direkt gefährdeten Menschen, Beruhigung der Personen in rauchfreien oder nur leicht verrauchten Räumen und Brandbekämpfung an der mutmaßlichen Brandausbruchsstelle im Keller, um die Rachquelle abzustellen.
Hierzu teilte Oser die Einsatzstelle in zwei Abschnitte ein: im nordwestlichen Abschnitt übernahmen die Feuerwehrfrauen und -männer des 3. Zuges (Petershausen) die Brandbekämpfung im Keller und die Menschenrettung über die Drehleiter. An der gegenüber liegenden Gebäudeseite setzte der 7. Zug (Wollmatingen) mehrere tragbare Leitern ein, um die um Hilfe rufenden Leute zu befreien. Mittels zweier Hochdrucklüfter bekamen die Einsatzkräfte den Bau nach und nach rauchfrei.
Die Vorgabe der Übungsleitung lautete: Im Keller war in einer Elektroverteilung unbemerkt ein Feuer ausgebrochen. Plötzlich dringt der Rauch schnell in die andere drei Etagen vor, wo sich Büros und Seminarräume befinden. Menschen, die in den Zimmern eingeschlossen sind oder sich nach draußen aufs Dach oder die Terrassen retten, machen durch Hilferufe auf sich aufmerksam. Manche von Ihnen haben Verletzungen an Armen und Beinen, sodass sie sich nicht ohne fremde Hilfe retten können.
Alle Personen übernahmen die Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes. In einem nahegelegenen Keller hatten die Sanitäter eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Dort versorgten und betreuten sie die Patienten. Zusätzlich erfassten sie alle Namen, um einen Überblick über die geretteten und vermissten Personen zu erhalten.
Insgesamt „retteten“ die Feuerwehrleute über 40 Personen und fünf Dummys (menschenschwere Puppen), darunter einige eher unfreiwillig: In einem Seminarraum fand gerade ein Unterricht statt. Obwohl dieser hätte ungestört bleiben sollen, räumten einige energische Feuerwehrleute den Raum und ließen die Studenten über die Drehleiter absteigen.
Neben der anspruchsvollen Aufgabe, eine größere Menge an Leuten zu retten, gab es eine weitere Herausforderung: Die Zufahrt zum Gebäude ist nur über eine Zufahrt möglich, die breit genug ist für einen Lastwagen. Begegnungsverkehr oder Überholungen sind nur eingeschränkt möglich, da die angrenzende Wiese nicht ausreichend tragfähig ist. Studenten des Campus-TV der Universität filmten mit mehreren Kameras die Übung, an der rund 60 Einsatzkräfte teilnahmen.
Opferhilfe
Bei der Vorbereitung der Feuerwehr-Übung an der Universität taten sich unerwartete Schwierigkeiten auf: Die Gewinnung von Verletztendarstellern (kurz „Opfer“ genannt) verlief ausgesprochen zäh. In dieser „Notlage“ erinnerte sich die Übungsleitung an die jahrzehntelange Freundschaft mit den Schweizer Nachbarn in Kreuzlingen. Immer wieder helfen sich die Feuerwehren über die Grenze hinweg gegenseitig bei Einsatzen. Mindestens einmal im Jahr üben beide Feuerwehren zusammen. Aber ein Hilferuf nach „Figuranten“, wie die Schweizer ihre Verletztendarsteller nennen, war noch nie ergangen. Umso größer die Freude, dass zehn Kreuzlinger Angehörige der Feuerwehr dem Aufruf folgten, und damit der Übung zum Erfolg verhalfen. Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-06-05 22:06:54
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15. April 2008 – Übung des Rettungszuges im Caritas-Wohnheim„Rauch im Haus C des Caritas-Wohnheims St. Franziskus in der Uhlandstraße“, lautet der Einsatzbefehl bei einer Übung des Rettungszuges. Im dritten Obergeschoss sind rund ein Dutzend geistig und körperlich Behinderte mit ihren Betreuern in zwei Zimmern eingeschlossen. Durch einen Brand im Flur hatte sich dort der Rauch so rasch ausgebreitet – dargestellt durch Theaternebel – dass sich die Bewohner nicht mehr selbst in Sicherheit bringen konnten. Über das Treppenhaus und Leitern dringen Atemschutzgeräteträger zu den Eingeschlossenen vor. Über die Drehleiter und tragbaren Leitern werden schließlich alle in der Etage verbliebenen Bewohner ins Freie gebracht. Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-04-22 23:43:31
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