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2009
3 Berichte
13. Oktober 2009 – Brand im Keller im Schloss Königsegg
15. Juni 2009 – Feuerwehren Kreuzlingen und Konstanz üben am Kulturzentrum
04. Mai 2009 – Lastwagen verliert Pakete mit Chemikalien



13. Oktober 2009 – Brand im Keller im Schloss Königsegg

Bericht und Fotos auf der Homepage der FF Reichenau.
Autor: nea

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Brand im Keller im Schloss Königsegg

15. Juni 2009 – Feuerwehren Kreuzlingen und Konstanz üben am Kulturzentrum

Jährlich wird im Wechsel die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Kreuzlingen und Konstanz geübt. In diesem Jahr wurde der Löschzug 1 unter der Leitung von Zugführer Andres Knäble mit der Vorbereitung der Übung beauftragt.
Am Montag den 15.06.2009 um 19:30 Uhr alarmiert die Brandmeldeanlage des Kulturzentrums Konstanz die Feuerwehr Konstanz. Die Hauptwache und der Löschbereich Petershausen sind in anderen Einsätzen gebunden, so dass der Löschbereich Altstadt mit dem LF 8/6 die Brandmeldeanlage des Objektes am Münsterplatz anfährt. Der ausgedehnte Gebäudekomplex des Kulturzentrums erstreckt sich vom Münsterplatz bis hinein in die Katzgasse und umfasst gesamt 6 zusammengehörige Gebäude.
Die erste Erkundung ergab, dass Brandmelder in den Gebäuden der Katzgasse ausgelöst haben und Atemschutztrupps gingen zur weiteren Erkundung und Menschenrettung ins Gebäude vor. Diese stellten starke Verrauchung fest und trafen auf erste Verletzte. Gleichzeitig wurden weitere Brandmelder ausgelöst und meldeten eine weitere Ausbreitung des Feuers im Gebäude. Bei der Rundumerkundung erkannte der Einsatzleiter Matthias Hirt, dass aus dem Dachstuhl der Gebäude in der Katzgasse Rauch dringt. Dies veranlasste ihn, Verstärkung aus der Nachbarstadt Kreuzlingen und weitere Kräfte aus Konstanz anzufordern.
Er bildete 2 Einsatzabschnitte. Die Schweizer Kollegen erhielten vom Einsatzleiter den Bereich Katzgasse zugewiesen und führten Menschenrettung und Löscharbeiten durch. Sie rückten mit Tanklöschfahrzeug, Drehleiter, Einsatzleitfahrzeug und Sanitätsdienst an. Mit 80 m Schnellangriffsleitungen drangen die Kreuzlinger Kollegen ins Gebäude vor, die Drehleiter wurde zur Menschenrettung in Stellung gebracht und der SanDienst bereitete die Übernahme der Verletzten vor. Weitere Verletzte wurden über Schiebeleitern in der Katzgasse aus ihrer Misslichen Lage befreit.
Nachdem bei der Übungsannahme nun noch der Dachstuhl durchbrach und Flammen in den Nachthimmel loderten mussten weitere Kräfte angefordert werden und ein 3. Einsatzabschnitt wurde über die Torgasse beim Gemeindezentrum Stefan gebildet. Weiter wurden die Drehleitern aus den beiden Städten zur Riegelstellung mit Wenderohren in der Katzgasse in Stellung gebracht.
Bei der anschließenden Manöverkritik wurden kleinere Schwachstellen im Übungsablauf festgestellt, doch die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Kreuzlingen und Konstanz hat reibungslos funktioniert. Die Einsatzleitungen waren durch einen Verbindungsmann immer auf dem laufenden. Insgesamt wurden 10 Personen aus dem Gebäude gerettet.
Autor: km – Letzte Änderung: 2009-06-18 03:53:19

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14. Juni 2009 – Feuerwehren Kreuzlingen und Konstanz üben am Kulturzentrum

04. Mai 2009 – Lastwagen verliert Pakete mit Chemikalien

Grenzüberschreitende Übung des Gefahrgut-Zuges und der Chemiewehr Thurgau

File-id: 7229
Foto: nea (04. Mai 2009)
File-id: 7239
Foto: nea (04. Mai 2009)
File-id: 7245
Foto: nea (04. Mai 2009)
Ein mit Chemikalien beladener Lastwagen biegt in den Hof der Warenanlieferung von Nycomed an der Claude-Dornier-Straße ein. Plötzlich verliert der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug. So lautet der Beginn einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz mit der Chemiewehr Thurgau aus Weinfelden.
Das Vorspiel zur Übung im weiteren Verlauf: Der Lastwagen beschreibt einen Bogen, die Ladebordwand geht auf, Pakete fallen auf den Boden. Dem Fahrer gelingt es, das Fahrzeug anzuhalten und dieses zu verlassen. Als er wegläuft, beginnt eine Flüssigkeit aus dem auf der Ladefläche befindlichen Tank auszulaufen. Mitarbeiter des Unternehmens alarmieren die Feuerwehr über Notruf 112.
Einsatzleiter Klaus Menge trifft als erster an der „Einsatzstelle“ ein. Seine Erkundung ergibt, dass aufgrund der Ausdehnung und der Verschiedenartigkeit der Chemikalien die eigenen Kräfte des Gefahrgut-Zuges nicht ausreichen werden. Daher fordert er umgehend aus dem Nachbarland die Chemiewehr Thurgau an, die bei der Feuerwehr Weinfelden stationiert ist. Einsatztaktisch entscheidet er sich, die Schadensstelle zweizuteilen: Den linken Teil mit den undichten Tank soll Konstanz übernehmen, den rechten mit den Pakten die schweizerischen Kameraden.
Feuerwehrfrauen und -männer mit Atemschutzgeräten und Schutzanzügen erkunden die vorhandenen Chemikalien. Mit diesen Informationen ordnet die Einsatzleitung geeignete Maßnahmen an. Abhängig von den Stoffeigenschaften, müssen jeweils andere Transportbehältnisse verwendet werden. Die von der Ladefläche laufende Flüssigkeit – nach der Übungsannahme handelt es sich um Ameisensäure – wird in zwei Behältern aufgefangen, sodass sie sich nicht weiter im Hof ausbreitet und in den Kanal läuft. Nach einer Explosion gerät ein Container in Brand, der mit Schaum gelöscht wird.
Parallel dazu werden am Einsatzleitwagen von der Führungs-Gruppe die wichtigsten Schritte erfasst und Übersichtspläne erstellt. Da sich die Führungsstrukturen beider Feuerwehren unterscheiden, entsenden die Konstanzer eine Verbindungsperson zum schweizerischen Einsatzleiter, was die Übermittlung von Befehlen und Informationen erleichtern hilft. Die beiden Feuerwehren bauen jeweils eigene Dekontaminationsplätze auf, wo die verschmutzten Schutzanzüge gereinigt werden, bevor deren Träger von Helfern entkleidet werden.
Als interessierte Zuschauer waren Mitglieder des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr anwesend. Dieses ist Bestandteil der sogenannten Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ), die unter anderem die Beteiligung der Streitkräfte am Katastrophenschutz sowie bei Großschadensereignissen und Gefahrenlagen regelt. Über die ZMZ gelangte das Klinikum nach dem Brand im Operationstrakt an die Operationscontainer der Bundeswehr.
„Am Anfang hat’s mit der Kommunikation etwas geharzt“, sagte Tobias Greminger, der bei den Thurgauern als „Chemie-Einsatzleiter“ eingesetzt war. Das habe sich jedoch schnell gegeben, ergänzte er. „Im Großen und Ganzen hat es funktioniert“, erklärte Martin Eggmann, Kommandant der Chemiewehr Thurgau. „Es gibt jedoch Schnittstellen, die noch verbessert werden können“, regte Eggmann an.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2009-05-13 17:39:28

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